Firmenfusion
Fusion im Bauchemie-Markt: PCI verschmilzt mit Sika

Umstrukturierung im deutschen Bauchemiemarkt: Die PCI Augsburg GmbH wird zum Jahreswechsel vollständig auf Sika Deutschland verschmolzen. Während Standorte, Arbeitsverhältnisse und IT-Systeme zusammengelegt werden, stellt sich für Handel und Handwerk die Frage: Was passiert mit etablierten Traditionsmarken wie Thomsit und Schönox?

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Die Sika-Gruppe vereinfacht ihre gesellschaftsrechtliche Aufstellung in Deutschland. Zum Jahreswechsel 2026/2027 wird die PCI Augsburg GmbH rechtlich und operativ auf die Sika Deutschland CH AG & Co. KG verschmolzen. Die Stuttgarter Gesellschaft tritt damit als Gesamtrechtsnachfolgerin der Augsburger Bauchemie-Spezialistin auf. Der Schritt ist die direkte Folge der milliardenschweren Übernahme der MBCC Group im Jahr 2023, durch die die deutsche Unternehmensstruktur deutlich an Komplexität gewonnen hatte. Mit der Bündelung in einer einzigen rechtlichen Einheit sollen interne Abläufe gestrafft und Doppelstrukturen abgebaut werden.
„One Sika“ als Schlusspunkt einer mehrjährigen Transformation
Die gesellschaftsrechtliche Verschmelzung markiert einen wichtigen Schritt eines Prozesses, den das Unternehmen unter dem Leitmotiv „One Sika“ vorantreibt. Mit dem Abschluss der Übernahme der ehemaligen BASF-Bauchemiesparte MBCC Group im Mai 2023 war die Belegschaft von Sika in Deutschland schlagartig von 1.300 auf rund 3.400 Beschäftigte angewachsen. Geschäftsführerin Daniela Schmiedle stellte die Weichen schrittweise: Im März 2024 bündelte das Unternehmen den Vertrieb im neuen Geschäftsbereich „Sika Handel Bau“. Mit der Verschmelzung der PCI Augsburg wird dieser Weg nun auch juristisch und organisatorisch vollendet.
Produktmarken bleiben im Markt erhalten

Für Verarbeiter und den Baustofffachhandel soll sich im operativen Tagesgeschäft wenig ändern. Trotz des formalen Aufgehens der Augsburger Gesellschaft führt Sika die traditionsreichen Marken PCI, Thomsit und Schönox im Portfolio weiter. „Für unsere Kunden bleibt die bewährte Zusammenarbeit unverändert. Sie können auch künftig auf die Qualität, Zuverlässigkeit und Lieferfähigkeit vertrauen, die sie von uns erwarten", versichert Geschäftsführerin Daniela Schmiedle von Sika in Deutschland. „Die Produktmarken PCI, Thomsit und Schönox bleiben feste Bestandteile unseres Portfolios."
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Übergang von Standorten und IT-Systemen
Hinter den Kulissen greift die Integration tief in die Betriebsabläufe ein: Sämtliche bestehenden Arbeitsverhältnisse der PCI sowie alle Unternehmensstandorte gehen zum Jahreswechsel auf Sika Deutschland über. Parallel dazu führen die Verantwortlichen die bislang getrennten IT-Infrastrukturen zusammen. Die Harmonisierung der SAP-Systeme beider Häuser soll Schnittstellenbrüche in der Auftragsabwicklung beseitigen und die gruppenweite Logistik vereinheitlichen.
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