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Strabag bündelt Baustoff-Sparte unter der Dachmarke Roxit

Strabag bündelt Baustoff-Sparte unter der Dachmarke Roxit
Von der Rohstoffgewinnung bis zur Verarbeitung deckt die neue Marke Roxit zentrale Schritte entlang der Wertschöpfungskette im Bauwesen ab. | Foto: Strabag/Rudolf Froese

Der europäische Baustoffmarkt kämpft mit unsicheren Lieferketten und steigenden Kosten. Der Baukonzern Strabag reagiert auf diese Marktlage und bündelt seine gesamten Aktivitäten in der Baustoffproduktion unter der neuen Dachmarke Roxit. Die Organisation umfasst die gesamte Kette von der Rohstoffgewinnung bis zum Baustoffrecycling.

Der Baukonzern strukturiert seine spezialisierten Unternehmenseinheiten im Baustoffsektor neu. Strabag-CEO Stefan Kratochwill erklärt die strategische Ausrichtung: „Mit roxit treten künftig verschiedene spezialisierte Einheiten gemeinsam unter einer klaren Dachmarke auf – vom Fugen und Fräsen im Straßenbau, über die Betonherstellung und Produktion mineralischer Bau- und Dämmstoffe bis hin zu Recyclinglösungen. Unser Anspruch ist es, entlang zentraler Bereiche des Materialkreislaufs eine verlässliche Partnerin zu sein: von der Rohstoffgewinnung über Verarbeitung und Veredelung bis zur Wiederverwertung und dem Einsatz recycelter Materialien.“

Europäisches Netzwerk sichert die Baustoffversorgung

Die neue Baustofforganisation agiert länderübergreifend. Roxit betreibt in zwölf europäischen Ländern insgesamt 319 Standorte, darunter 228 reine Produktionsstätten. Rund 3.000 Beschäftigte arbeiten in mehr als 70 Steinbrüchen, 17 Sand- und Kiesgruben, 116 Betonmischanlagen sowie einem Dutzend Anlagen für Bitumenemulsionen. Die jährliche Produktionsleistung der Gruppe beläuft sich auf drei Millionen Kubikmeter Beton und 24 Millionen Tonnen Gestein. „Unsere breite Aufstellung ermöglicht uns, Baustoffe verlässlich und planbar bereitzustellen", sagt Leopold Leonhartsberger, kaufmännischer Unternehmensbereichsleiter bei Roxit. „Das Zusammenspiel aus eigenem Netzwerk, industrieller Leistung und regionaler Verankerung sorgt dafür, dass Baustoffe auch unter schwierigen Marktbedingungen dort verfügbar sind, wo sie gebraucht werden.“

Roxit bündelt Produktion, Verarbeitung und Veredelung von Baustoffen unter einer einheitlichen Dachmarke. | Foto: Strabag/Mihály Kökényesi
Roxit bündelt Produktion, Verarbeitung und Veredelung von Baustoffen unter einer einheitlichen Dachmarke. | Foto: Strabag/Mihály Kökényesi

Dekarbonisierung im Steinbruch und Betonwerk

Im operativen Betrieb rückt die neue Organisation die Dekarbonisierung der Baustoffgewinnung in den Vordergrund. Die Betreiber rüsten die Steinbrüche schrittweise um, nutzen Förderbänder zur Energiegewinnung und decken den Strombedarf der Anlagen zunehmend mit eigenen Photovoltaikanlagen. Bei den schweren Baumaschinen treibt Roxit den Wechsel der Antriebssysteme voran. Der Konzern testet aktuell den Einsatz von grünem Wasserstoff für Radlader und schwere Lkw in der Rohstoffgewinnung. Parallel dazu laufen Pilotprojekte, um den Anteil an CO₂-reduziertem Beton in der Produktion hochzufahren.

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Reallabor testet nachwachsende Rohstoffe in Wien

Neben der Optimierung konventioneller Baustoffe investiert die Strabag-Tochter in die Erforschung alternativer Materialien. In Wien betreibt das Unternehmen ein spezielles Reallabor für nachhaltiges Bauen. Dort testen Ingenieure den industriellen Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen wie Hanf, Schafwolle und Lehm. Die Forscher erproben diese Materialien in Kombination mit klassischen Recyclingbaustoffen unter realen Witterungs- und Belastungsbedingungen, um sie für den breiten, kommerziellen Einsatz auf der Baustelle weiterzuentwickeln.


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