Tech in Construction
50 Start-ups überzeugen Fachpublikum und Bauministerin

Die Tech in Construction brachte 50 Technologie-Gründer mit Branchenentscheidern zusammen. Zwar drückten Rekordtemperaturen die Besucherzahl auf 500 Gäste, doch die Start-ups liefen heiß: Aussteller meldeten konkrete Abschlüsse. Auch Bauministerin Verena Hubertz zeigte sich bei ihrem Besuch vom Innovationsgeist der Branche angetan.
Knapp 50 Start-ups präsentierten während der Hitzwelle Ende Juni in Berlin ihre digitalen Lösungen, zwei Drittel davon feierten ihre Messepremiere. Das Wetter verlangte den Akteuren alles ab. Die drückende Hitze senkte die Besucherzahl zwar auf 400 bis 500 Gäste, Messeveranstalter Roland Riethmüller zieht dennoch eine glänzende Bilanz. Die Aussteller liefen heiß und lobten die enorm hohe Qualität der Gespräche. Viele Gründer knüpften wichtige Kontakte auf Entscheiderebene und schlossen direkt vor Ort lukrative Verträge ab.
Bauministerin spricht aus Gründererfahrung
Den politischen Höhepunkt lieferte Bundesbauministerin Verena Hubertz. Die Schirmherrin der Tech in Construction absolvierte einen intensiven Rundgang und hielt ein flammendes Plädoyer für den Wandel und berichtete authentisch aus ihrer eigenen Vergangenheit als Unternehmensgründerin. Hubertz forderte die etablierte Bauwirtschaft auf, mutig neue Wege zu gehen. Wahrer Fortschritt entstehe nur dort, wo Baufirmen technologische Verantwortung übernehmen und eng mit jungen Software- und Hardwareanbietern kooperieren.
Weniger Bauvorschriften und mehr Digitalisierung
Die Bauministerin skizzierte klare Ziele für die künftige Baupolitik. Die Regierung will das Bauen schneller, günstiger, nachhaltiger und digitaler machen. Um die zähen Planungsverfahren zu beschleunigen, nannte Hubertz den Bauturbo und anstehende Reformen des Baugesetzbuchs. Digitale Standards wie die X-Planung und Building Information Modeling (BIM) will sie verbindlicher durchsetzen. Den explodierenden Baukosten begegnet das Ministerium durch den schlanken Gebäudetyp E und einen radikalen Abbau von starren Bauvorschriften.
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Wagniskapital sichert heimische Innovationen
Um den technologischen Wandel der Branche zu finanzieren, betonte Hubertz die Bedeutung von Wagniskapital. Die Politik müsse neue Finanzierungsinstrumente schaffen, damit heimische Start-ups mit ihren Ideen nicht ins Ausland abwandern. Künstliche Intelligenz und automatisierte Prozesse gelten als Schlüssel für mehr Produktivität im Wohnungs- und Infrastrukturbau.
Um die Vernetzung zwischen Gründern und Bauwirtschaft weiter anzutreiben, plant Veranstalter Riethmüller bereits die Zukunft. Im kommenden Jahr geht die Messe in enger Kooperation mit dem Bundesverband Digitales Bauwesen (BDBau) in die nächste Runde.
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