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Baupreise: Handwerkerkosten steigen 1,5-mal schneller als Material

Baupreise: Handwerkerkosten steigen 1,5-mal schneller als Material
Die Preise für kletterten professionelle Handwerksleistungen sind in den letzten fünf Jahren um 36 Prozent gestiegen. | Foto: bhagya laxmi auf Unsplash

Wer heute saniert oder baut, zahlt vor allem für den Faktor Arbeit: Handwerkerleistungen verteuerten sich in den vergangenen fünf Jahren rund 1,5-mal stärker als Baustoffe. Eine aktuelle Analyse zeigt drastische Unterschiede zwischen den Gewerken – und an welcher Stelle Hausbesitzer mit den höchsten Aufschlägen rechnen müssen.


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Der Faktor Arbeit hat die Rohstoffe als wichtigsten Preistreiber beim Bauen und Sanieren abgelöst. Eine Auswertung der Vermittlungsplattform Aroundhome auf Basis der Preisindizes des Statistischen Bundesamtes belegt diesen Trend: Während die Kosten für Rohstoffe in den vergangenen fünf Jahren um durchschnittlich 24,3 Prozent zulegten, kletterten die Preise für professionelle Handwerksleistungen im selben Zeitraum um 36,0 Prozent. Damit stiegen die Ausgaben für die reine Ausführung rund 1,5-mal so stark wie die Beschaffungskosten für das Material.

Dämm- und Brandschutz mit extremem Preissprung

Bei der Betrachtung einzelner Gewerke treten erhebliche Differenzen zutage. Mit einem Preisanstieg von 81,7 Prozent führen Dämm- und Brandschutzarbeiten an technischen Anlagen die Teuerungsliste mit deutlichem Abstand an. Hohe Aufschläge registriert die Statistik auch bei der Gebäudeautomation mit 49,1 Prozent, Beschlagarbeiten mit 44,1 Prozent sowie Verglasungsarbeiten mit 42,6 Prozent. Dachdeckungsarbeiten legten um 40,9 Prozent zu, dicht gefolgt von Tischlerleistungen mit 40,4 Prozent und Ausbauarbeiten mit 39,0 Prozent.

Rohbau und Gerüstbau zeigen sich preisstabil

Vergleichsweise moderate Zuwächse verzeichnen dagegen die Gewerke des klassischen Rohbaus und der Baustelleneinrichtung. Gerüstarbeiten weisen mit einem Plus von 20,6 Prozent den geringsten Wert unter allen analysierten Bauleistungen auf. Zimmer- und Holzbauarbeiten verteuerten sich um 22,4 Prozent, während Maurerarbeiten um 22,6 Prozent anzogen. Stahlbauarbeiten mit 23,8 Prozent und Betonarbeiten mit 24,1 Prozent blieben preislich ebenfalls spürbar unter dem Gesamtdurchschnitt der Handwerksleistungen.

Energie führt Preisanstieg bei Rohstoffen an

Aufseiten der Rohstoffe bildet die Energieversorgung mit einem Zuwachs von 56,2 Prozent den Spitzenreiter der Kostengruppen, gefolgt von Kohle mit 42,6 Prozent sowie Steinen und Erden mit 41,9 Prozent. Dagegen verlief die Preisentwicklung bei klassischen Baumaterialien deutlich gedämpfter: Holz verzeichnete ein Plus von 13,3 Prozent, während sich Gummi- und Kunststoffwaren um 13,6 Prozent und Metalle um 14,3 Prozent verteuerten.

Sanierungskosten klettern um Tausende Euro

In der Praxis führen die gestiegenen Löhne zu spürbaren Mehrkosten bei typischen Modernisierungen. Eine Dachneueindeckung für rund 100 Quadratmeter Fläche schlage heute mit durchschnittlich 13.000 Euro zu Buche, heißt es von Aroundhome – vor fünf Jahren lag der Betrag noch bei 9.510 Euro, was einem Anstieg von 36,7 Prozent entspricht. Der Austausch von zehn Kunststofffenstern inklusive Einbau verteuerte sich laut der Vermittlungsplattform von 6.910 Euro auf rund 9.300 Euro (+34,6 Prozent), ein Fassadenanstrich kostet mit rund 10.200 Euro gegenüber 8.010 Euro im Jahr 2021 inzwischen 27,3 Prozent mehr.

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Angebotsvergleich kann Schwankungen abfedern

„Die Zahlen zeigen deutlich: Die Kosten für das reine Handwerk sind in den letzten Jahren stärker gestiegen als die Kosten für Material“, sagt die Geschäftsführerin von Aroundhome, Dagmar Faltis. Um die eigene Immobilie zukunftssicher zu gestalten, kämen Hauseigentümer jedoch um Investitionen nicht herum. Daher sollten Eigentümer ihre Projekte frühzeitig planen und verschiedene Angebote vergleichen, um Geld zu sparen, rät Faltis.

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