Spezialtiefbau
Premiere im Hafen: Neue Liebherr-Fräse LSC 8-20 im ersten Praxiseinsatz

Nach der Markteinführung auf der letzten Bauma absolviert die neue Liebherr-Schlitzwandfräse LSC 8-20 ihren ersten Praxiseinsatz im Hafen von Genua. Beim Bau eines Trockendocks muss ihre Fräskraft bei extrem eisenhaltigen Betonfundamenten beweisen.
Das Bauprojekt für Kreuzfahrtschiffe in Genua gilt als Bewährungsprobe für das neue Modell. Das ausführende Unternehmen R.C.M. Costruzioni srl setzt die Schlitzwandfräse ein, um die Bauzeit trotz schwieriger Baugrundverhältnisse zu verkürzen. Die Herausforderung im Hafenbecken: Die Baustelle liegt auf alten Hafenstrukturen, die mit massiven, stark bewehrten Betonfundamenten durchsetzt sind.
Hohes Drehmoment gegen Bewehrungseisen

Um diese Barrieren maschinell zu durchbrechen, arbeitet die LSC 8-20 an einem Seilbagger HS 8130.1 bis in eine Tiefe von zehn Metern. Der Fokus beim Ersteinsatz liegt auf dem Drehmoment der Fräsräder. Nur durch eine hohe Fräskraft lassen sich die massiven Eisenanteile in den alten Bodenstrukturen überwinden. Laut Maschinenführer Manuel Dazzi ermöglicht die neue Technik einen gleichmäßigen Vortrieb ohne übermäßige Belastungen der Gesamtkonstruktion. Liebherr kalibriert das Drehmoment hierfür vorab auf hauseigenen Prüfständen im österreichischen Nenzing, um die Leistungswerte für solch spezifische Einsätze abzusichern.
Systemlösung mit Greifer und Seilbagger
Die neue Fräse arbeitet in Genua in einem abgestimmten Verbund mit weiteren Spezialtiefbau-Geräten. Zwei Seilbagger (HS 8100.1 und HS 8130.1) sind mit hydraulischen und mechanischen Schlitzwandgreifern ausgestattet. Diese übernehmen den Aushub bis in die tiefer liegenden, stabilen Tonschichten in 34 Metern Tiefe.

Für den Bauunternehmer ist die Integration der neuen Fräse in die bestehende Flotte unkompliziert, da Liebherr auf ein einheitliches Kabinenkonzept setzt. Die Bedienhebel und die Menüführung der Bildschirme sind bei allen drei Seilbaggern identisch. „Die hohe Leistungsfähigkeit der neuen Fräse und die technische Beratung durch Liebherr bei der Planung waren ausschlaggebend für die erfolgreiche Umsetzung der ersten Bauphasen“, sagt Bauleiter Leoncio Fortunato. R.C.M. Costruzioni begann 2023 mit den Arbeiten und plant den Abschluss des Hafenprojekts für das Jahr 2026.
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