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Rennstrecke Brünn: Präzise Asphaltsanierung unter Zeitdruck

Maximaler Grip, höchste Ebenheit und ein eng getakteter Zeitplan: Bei der Sanierung der Rennstrecke im tschechischen Brünn waren Präzision und Zuverlässigkeit bis ins Detail gefragt. Innerhalb weniger Wochen erneuerte Strabag den kompletten Asphaltbelag des Masaryk-Rings – mit abgestimmter Logistik, spezialisierter Mischtechnik und mehreren Vögele Fertigern im Paralleleinsatz.

Rennstrecke Brünn: Strabag saniert Masaryk-Ring mit Vögele Technik
Sechs Vögele Maschinen sanierten die 5,4 km lange Rennstrecke in Brünn. | Foto: Wirtgen Group

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An internationale Rennstrecken werden besonders hohe Anforderungen in Bezug auf Rollwiderstand, Griffigkeit, Texturhomogenität und andere Faktoren gestellt: Es geht um maximalen Grip und durchgängige Ebenheit – und damit auch um die Sicherheit der Fahrerinnen und Fahrer. Die Sanierung der Rennstrecke in Brünn umfasste die komplette Fahrbahn des 5,4 Kilometer langen Masaryk-Rings: Über die Breite von 15 bis 17 Metern bauten drei Vögele Fertiger und drei Beschicker einen 2,5 Zentimeter dicken Profilausgleich und eine vier Zentimeter dicke Asphaltdeckschicht ein.

Strabag unter Zeitdruck: Vier Wochen Vorbereitung für den Grand Prix

Abgesehen von den genauen Vorgaben an die Asphaltmischung und den Einbau gab es für das Einbauteam um David Tejkal, Bauleiter des Generalunternehmers Strabag, noch eine weitere Herausforderung: „Wir hatten eine strikte Deadline: Zwei Monate vor dem Grand Prix musste die Strecke übergeben werden.“ Das bedeutete eine sehr kurze Vorbereitungszeit von nur vier Wochen. Gearbeitet werden konnte zudem nur tagsüber. Täglich waren deshalb 50 Arbeiter und fünf Techniker vor Ort. „Der enge Zeitplan erforderte eine exakte Koordination zwischen allen Beteiligten und eine absolut verlässliche, leistungsstarke Maschinentechnik“, so Tejkal.

Asphaltkonzept für maximale Performance auf der Rennstrecke

Je drei Vögele Fertiger vom Typ Super 1800‑3i und Beschicker vom Typ MT 3000‑2i Standard auf der Start-Ziel-Geraden des Automotodroms Brünn. | Foto: Wirtgen Group
Je drei Vögele Fertiger vom Typ Super 1800‑3i und Beschicker vom Typ MT 3000‑2i Standard auf der Start-Ziel-Geraden des Automotodroms Brünn. | Foto: Wirtgen Group

Zunächst galt es für den Asphalt die perfekte Materialmischung zu finden, um die Oberfläche der Fahrbahn optimal zu gestalten: griffiger, schneller, sicherer. „Unter anderem haben wir für alle Rohstoffe, Mischgutzusammensetzung, Arbeitsabläufe und die Qualitätssicherung projektbezogene und mit dem Motorradweltverband FIM abgestimmte Spezifikationen erstellt und deren Umsetzung vor Ort überwacht“, erklärt Mario Peiker, Geschäftsführer und technischer Leiter des Beratungsunternehmens Hart Consult International. Jede Abweichung davon hätte potenziell Auswirkungen auf Performance und Sicherheit. Hergestellt wurde der Spezialasphalt in einer Benninghoven Asphaltmischanlage BA 4000 von Brnenska Obalovna/Strabag.

Präzise Dosierung: Smart Weighing System von Benninghoven

Sinnvoll erwies sich für dieses Projekt die Dosiertechnologie Smart Weighing System von Benninghoven. Sie arbeitet sensorfrei und selbstlernend – auch bei unterschiedlichen Bedingungen wie schwankenden Temperaturen oder variierenden Mengen des Weißminerals. Das System reagiert in Echtzeit auf den Materialfluss und schafft die Voraussetzung für eine exakte Rezepturführung, wie sie mit konventionellen Methoden kaum realisierbar sei, heißt es bei Wirtgen. Damit sei das Smart Weighing System überall dort sinnvoll, wo es um geringe Rezepturtoleranzen ginge. Um das System nutzen zu können, wurde die Mischanlagen-Steuerungsversion BLS 4 von Benninghoven in die bestehende BA 4000 integriert.

Logistik ohne Temperaturverluste: Beschicker und Fertiger im Zusammenspiel

Der Asphalt musste unterbrechungsfrei und ohne Temperaturverluste eingebaut werden. Dafür sorgte eine abgestimmte Logistik: Thermoisolierte Lkw lieferten das Asphaltmischgut direkt an drei Vögele Beschicker vom Typ MT 3000‑2i Standard. Die sensorgesteuerte Förderbandheizung der Beschicker stellte dabei sicher, dass der Asphalt ohne Wärmeverluste bei den Asphaltfertigern ankam.

Heiß-an-Heiß-Verfahren mit Vögele Fertigern über volle Breite

Der Einbau selbst erfolgte im Heiß-an-Heiß-Verfahren, um eine nahtlose Oberfläche zu erzielen. Durch die hohen Schubkräfte auf der Rennstrecke würden sich Nähte oder Fugen ansonsten nach kürzester Zeit öffnen. Die drei Straßenfertiger vom Typ Super 1800‑3i arbeiteten dabei Bahn an Bahn leicht versetzt nebeneinander – über die gesamte Fahrbahnbreite.

Rennstrecke Brünn im Überblick

Projekt

Sanierung der Fahrbahn auf dem Masaryk-Ring

Ort

Brünn, Tschechische Republik

Gesamtbreite

durchschnittlich 15 m, bis zu 17 m an der Start-Ziel-Geraden

Einbaulänge

5,4 km

Einbaustärke

4 cm Asphaltdeckschicht, 2,5 cm Profilausgleich

Einbaumenge

14.000 t

Exakte Ebenheit dank Vögele Nivelliertechnik

Für die exakte Einhaltung der Ebenheitsvorgabe in Längsrichtung kam die Vögele Nivellierautomatik in Kombination mit dem Big-Multi-Plex‑Ski zum Einsatz. An dem Halterungssystem wurden drei Ultraschall-Multi-Sensoren montiert, die den Untergrund der Ausgleichs- und Asphaltdeckschicht an mehreren Punkten gleichzeitig abtastete. Aus den Messwerten berechnete die Nivellierautomatik einen Mittelwert über den gesamten Messbereich hinweg und glich so auch mögliche langgestreckte Unebenheiten aus. Die Ausziehbohle AB 500 TV sorgte mit den Verdichtungsaggregaten Tamper und Vibration für eine hohe Vorverdichtung.

14.000 Tonnen Asphalt: Rennstrecke Brünn termingerecht fertiggestellt

Thermoisolierte Lkw lieferten den Asphalt, die Beschicker förderten das Mischgut ohne Temperaturverlust kontinuierlich an die Vögele Fertiger. | Foto: Wirtgen Group
Thermoisolierte Lkw lieferten den Asphalt, die Beschicker förderten das Mischgut ohne Temperaturverlust kontinuierlich an die Vögele Fertiger. | Foto: Wirtgen Group

Trotz des herausfordernden Zeitrahmens konnte das Projekt rechtzeitig abgeschlossen werden. In nur vier Wochen wurden im Automotodrom Brünn insgesamt rund 14.000 Tonnen Asphaltmischgut eingebaut und die Strecke anschließend freigegeben. Motorsportfans dürfen sich wieder auf viele spannende Rennen in Brünn freuen.

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