Gleisbau
Swietelsky rüstet Zweiwege-Flotte mit 27 Liebherr-Baggern auf

Der österreichische Baukonzern Swietelsky rüstet seinen Maschinenpark für den europäischen Schienenbau auf. Mit dem Kauf von 27 neuen Zweiwegebaggern des Typs A 922 Rail setzt das Unternehmen auf eine langfristige Flottenmodernisierung. Die Spezialmaschinen sind für den flexiblen Einsatz auf Schiene und Straße in fünf europäischen Ländern vorgesehen.

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Bagger bedienen Schienennetze in fünf Ländern
Die neuen Rail-Maschinen des Modells A 922 Rail sind für den grenzüberschreitenden Einsatz im europäischen Streckennetz eingeplant. Neben den Heimatmärkten Österreich und Deutschland werden die Zweiwegebagger künftig auch auf Baustellen in Tschechien, Ungarn und Rumänien operieren. Da der Bagger in verschiedenen Unterwagenvarianten mit unterschiedlichen Spurbreiten und Schienenrädern geliefert wird, lässt sich die Flotte flexibel an die jeweiligen nationalen Netzanforderungen der Bahnbetreiber anpassen.
Integrierte Entwicklungspartnerschaft für den Bahnbetrieb
Die beiden Unternehmen verbindet im Bereich der Bahntechnik eine mehrjährige Entwicklungspartnerschaft, die über den reinen Maschinenhandel hinausgeht. So fungierte das Bauunternehmen in der Vergangenheit als Testpartner bei der Erprobung neuer Prototypen im realen Baustellenbetrieb. Zudem begleiteten die Spezialisten des Baubetriebs maßgeblich das offizielle Zulassungsverfahren der Baureihe A 922 Rail für das österreichische Schienennetz. Die im harten Praxiseinsatz gewonnenen Leistungs- und Verschleißdaten fließen direkt in die Konstruktionsabteilung des Herstellers zurück.
Separater Hydraulikkreis sichert konstante Arbeitsleistung
Technisch zeichnet sich der 163 PS starke Zweiwegebagger durch ein Hydraulikkonzept mit einer Verstelldoppelpumpe aus, die zwei unabhängige Regelkreise bedient. Diese Aufteilung stellt sicher, dass leistungsintensive hydraulische Anbauwerkzeuge wie Schotterstopfer oder Grabenräumlöffel mit konstanter Ölleistung versorgt werden, ohne die Fahr- und Schwenkbewegungen der Trägermaschine zu beeinträchtigen. Ein neu konstruiertes, schwereres Ballastgewicht sorgt bei einem Heckschwenkradius von 2.000 Millimetern für verbesserte Traglastwerte. Für zusätzliche Standsicherheit bei schweren Hüben quer zur Gleisachse sorgt eine optionale Vier-Punkt-Abstützung mit großflächigen Pratzen.
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Bodennahe Wartung reduziert Stillstandzeiten im Gleisbau
Um die extrem teuren Sperrpausen auf den Bahnstrecken optimal zu nutzen, wurde die Zugänglichkeit für Servicearbeiten optimiert. Sämtliche täglichen Wartungspunkte wie Luft-, Öl- und Kraftstofffilter sowie der zentrale Schmierpunkt des Unterwagens sind direkt vom Boden aus erreichbar. Ein eigener Pumpenkreislauf für das Schienenfahrwerk sorgt zudem für die nötige Traktion auf den Schienen, während im Schienenrad integrierte Bremsen den Bremsweg sowohl im abgesenkten als auch im ausgehobenen Zustand verkürzen.
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