Entwässerung
F 900 im Tropenregen: Schwerlast-Rinnen für den Hafen von Martinique

Extreme Achslasten durch bis zu 100 Tonnen schwere Reachstacker und tropische Sturzfluten von bis zu 2.000 Millimetern Jahresniederschlag: Bei der Erweiterung des Containerterminals Pointe des Grives auf Martinique entschied sich der Hafenbetreiber für selbsttragende F-900-Entwässerungsrinnen aus hochfestem C55/67-Stahlbeton.

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Das Containerterminal Pointe des Grives im Hafen von Fort-de-France bildet das logistische Nadelöhr der Karibikinsel Martinique. Nahezu der gesamte Im- und Export läuft über diese 16 Hektar große Fläche. Im Dauereinsatz bewegen bis zu 100 Tonnen schwere Reachstacker voll beladene Seecontainer über das Areal. Für die Erweiterung der Entlade- und Lagerzonen forderte die Betreibergesellschaft Grand Port Maritime de la Martinique ein Entwässerungssystem, das diesen dynamischen Radlasten im Dauerbetrieb standhält. Zur Ausführung kamen selbsttragende Rinnen des Typs "BG-Classic Big I" von BG-Graspointner, die speziell für die höchste Belastungsklasse F 900 ausgelegt sind.
C55/67-Stahlbeton und Sphäroguss gegen Scherkräfte

Hohe hydraulische Leistung bei tropischen Starkregen

Neben der mechanischen Widerstandsfähigkeit stand die hydraulische Abflussleistung im Vordergrund der Planung. In der tropischen Regenzeit treffen kurzzeitige Starkregenereignisse auf das Areal, bei denen das anfallende Oberflächenwasser unmittelbar abgeführt werden muss, damit der Umschlagbetrieb nicht überflutet wird. Die porenarmen, glatten Innenflächen des Betons begünstigen die Fließgeschwindigkeit und verhindern zugleich Schmutzablagerungen im Rinnenkanal.
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Rinnen in Sonderlänge für den Seetransport
Die Insellage erforderte eine logistische Anpassung bei der Fertigung. Standardmäßig werden diese Schwerlastrinnen in Längen von drei Metern produziert – ein Maß, das die Verladung in standardisierten Seecontainern unwirtschaftlich macht und zu hohem Leerraum führt. Der Hersteller fertigte die Bauteile für das Projekt daher in einer Sonderlänge von zwei Metern. So ließ sich der Raum in den Überseecontainern für den Schiffstransport von Europa nach Fort-de-France optimal ausnutzen.
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