Nachhaltigkeit am Bau
Verzinkerpreis für Architektur ehrt zwei Siegerprojekte

Der Industrieverband Feuerverzinken hat Ende Mai wieder den mit 15.000 Euro dotierten Verzinkerpreis verliehen. Zwei erste Preise wurden in der Kategorie Architektur vergeben für den Kopfbau Halle 118 in Winterthur und für das Eingangsgebäude des Freilichtmuseums Hagen – beide zeichnen sich durch einen hohen Nachhaltigkeitsanspruch aus.
In Winterthur hat das Baubüro in situ die ehemalige Halle einer Modellschreinerei modernisiert und um drei Etagen aufgestockt. Dabei wurden vornehmlich Altmaterialien verwendet. So stammt das Stahltragwerk der Auskragung von einem ehemaligen Logistikzentrum, die Aluminiumblechfassade von einer Druckerei. Im Vergleich zu einem konventionellen Neubau sei dabei unter maximalem Einsatz von wiederverwendeten Bauteilen der CO2-Fußabdruck um 60% verringert worden. Für dieses Projekt gab es beim Verzinkerpreis 2023 den ersten Preis in der Kategorie Architektur. Ebenso mit einem ersten Preis ausgezeichnet wurde der neue Eingangspavillon des Westfälischen Landesmuseums zur Geschichte von Handwerk und Technik in Hagen: Schnoklake Betz Dömer Architekten in Zusammenarbeit mit rmt Metall Technik GmbH setzen dabei vor allem auf kreislauffähige Bauteile.

Der dritte Preis der Kategorie Architektur ging an Eldine Heep & Klemens Schillinger sowie Manfred Karl für den 16 Meter hohen Aussichtsturm "Vierte Wand" am Berg Seekopf in der Wachau. Anerkennungen erhielten "The Terrace" von AHM Architekten BDA sowie das Projekt "Büro mit silbernem Vorhang" von Büro Wagner. Mit Belobigungen ausgezeichnet wurden die Halle für autonomes Fahren mit R30-Brandschutz durch Feuerverzinken von Biedenkapp Stahlbau und der E-Bus-Port der Nürnberger VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft.
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In der Kategorie Metallgestaltung ging der erste Preis an das Projekt "Wohnen im Steinbruch" von ssm Architekten. Anerkennungen erhielten die Lichtskulptur „Breathe!“ von MAP-Eventdesign Markus Hofer und das Projekt Spore Initiative von AFF Architekten. Eine Belobigung bekam das Kunstwerk „Schattenspiel Zwenkau“ von Knoche Architekten.
Feuerverzinkter Stahl vollständig wiederverwendbar
Auch in diesem Jahr seien herausragende Projekte ausgezeichnet worden, die den Beitrag von feuerverzinktem Stahl für die Baukultur und die Gestaltung unserer Lebenswelt unterstreichen, so das Institut Feuerverzinken. Die ausgezeichneten Projekte wie überhaupt die Mehrheit der 52 Einreichungen zeigten nicht nur das breite Anwendungsspektrum von feuerverzinktem Stahl und seine ästhetische Bedeutung, sondern auch die Relevanz des Feuerverzinkens unter dem Postulat der Wiederverwendung und Nachhaltigkeit. Erstmals habe es auch Einreichungen gegeben, die das Feuerverzinken wegen seiner Brandschutzeigenschaften eingesetzt hätten.









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