Leipfinger-Bader optimiert Geschosswohnungsbau mit Systemfertigteilen
Die Baubranche ist ständig auf der Suche nach innovativen Lösungen, um Prozesse zu optimieren und die Bauzeit zu verkürzen – insbesondere im Geschosswohnungsbau. Ein bemerkenswertes Beispiel dafür findet sich in Saal an der Donau, wo ein Sechs-Parteien-Haus nach einem durchdachten Konzept von Leipfinger-Bader errichtet wurde.


Das sind die neuen Prallbrecher der nächsten Generation
Mit der GIPO P 101 GIGA und GIPO P 111 GIGA präsentiert der Schweizer Hersteller zwei neue Prallbrecher, die rein elektrisch betrieben werden können.
Das Besondere an dem Projekt: Werkseitig vorgefertigte massive Wandelemente kamen installationsbereit auf die Baustelle, komplett mit integrierten Fenstern, Rollladenkästen und allen notwendigen Anschlüssen sowie Detailausbildungen.
Dieses Vorgehen ermöglichte der B+Z Planungsgesellschaft mbH aus Kelheim und dem Bauherrn Clever Wohnen Quartiersentwicklung GmbH, den Bauprozess deutlich zu straffen und zukunftsfähig zu gestalten. Die industrielle Vorfertigung ist ein Schlüsselfaktor für eine hohe Ausführungsqualität, optimierte Abläufe auf der Baustelle und eine spürbare Reduzierung der Bauzeit – Aspekte, die für moderne Bauprojekte und Quartiersentwicklungen von wachsender Bedeutung sind.
Ein Projekt mit historischem Kontext und zukunftsweisender Bauweise
Das Neubauprojekt in Saal an der Donau greift auf eine besondere Historie zurück: Auf dem Gelände befand sich ehemals ein Polizeigebäude, das die Clever Wohnen Quartiersentwicklung GmbH erworben und kernsaniert hat. Die erhaltenswerte Fassade wurde dabei sorgfältig restauriert und prägt weiterhin das Straßenbild. Im sanierten Vorderhaus ist nun ein Wohnheim für Pflegeauszubildende untergebracht.

An diesen Altbau schließt sich der moderne Neubau an, der sechs Eigentumswohnungen über drei Etagen beherbergt, jeweils zwei Wohneinheiten pro Geschoss. Ein Kellergeschoss mit Abteilen sowie Technik- und Elektroräumen ergänzt das Ensemble. Das Objekt wird als energieeffizientes KfW40-Haus mit Luft-Wärmepumpe realisiert.
Das Fertigwandsystem von Leipfinger-Bader
Die B+Z Planungsgesellschaft mbH setzte bei diesem Vorhaben auf eine Systemkombination von Leipfinger-Bader. Dabei handelt es sich um vorgefertigte Ziegel-Wandelemente mit fertig installierten Anschlüssen und einer werkseitig integrierten Fensterzarge. Diese Zarge umfasst bereits die Fenster, einen massiven Rollladenkasten sowie ein integriertes Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung. Die Kombination aus massiver Fertigteilwand und integrierter Fensterzarge eröffnet neue Perspektiven für die industrielle Vorfertigung im Bauwesen.

Minimierte Schnittstellen durch präzise Vorfertigung
Für das Projekt in Saal wurden die Fertigteile direkt bei Leipfinger-Bader produziert und so konzipiert, dass sie mit gängigen Baukranen verhoben werden können, was Logistik und Handhabung vereinfacht. Auf der Baustelle wurden die Elemente präzise positioniert und die Laibungen ausgemauert. Die Verantwortlichen des Projekts in Kelheim zeigten sich insbesondere von der hohen Qualität der vertikalen und horizontalen Anschlüsse überzeugt, die keinerlei Nacharbeiten erforderlich machten.

Durch den Entfall zahlreicher Schnittstellen auf der Baustelle und die bereits putzfertig vorbereitete Elektrik konnte der Bauablauf erheblich beschleunigt werden. Eine Bauzeitverkürzung von bis zu zwei Monaten ist laut Köglmeier je nach Objektgröße möglich. Darüber hinaus reduzierte sich der Baustellenverkehr und der allgemeine Platzbedarf für die Baustelleneinrichtung, was angesichts der beengten Verhältnisse hinter dem sanierten Altbau vorteilhaft war und die Beeinträchtigung der Anwohner minimierte.
Wissenschaftliche Begleitung der seriellen Bauweise
Die B+Z Planungsgesellschaft mbH hat zur wissenschaftlichen Begleitung dieses Fertigteilprojektes die Fakultät Bauingenieurwesen der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Regensburg unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Detleff Schermer hinzugezogen.

Eine Bachelorarbeit untersucht die Auswirkungen des Einsatzes vorgefertigter Ziegelwände mit integrierter Fensterzarge auf Bauzeit, Ausführungsqualität und Ressourceneffizienz. Dabei werden Fragen zur Minimierung von Schnittstellen, Prozessoptimierung und Emissionsreduktion durch diese Systemlösung beleuchtet.
Rekordzeit in Planung und Umsetzung
Die Integration der Fertigteile erfolgte bereits in einer frühen Planungsphase. Vom Projektstart bis zur Auslieferung vergingen lediglich sechs Wochen.

Ralf Feigel, Fertigteilexperte bei Leipfinger-Bader, betont: „Dies ist ein Beleg für die Effizienz unserer Beratung und Fertigung.“ Die neue Systemlösung eignet sich besonders für den Geschosswohnungsbau, Pflegeeinrichtungen und die Quartiersentwicklung. Das übergeordnete Ziel ist es, Bauprozesse durch innovative Lösungen und hohe Ausführungsqualität nachhaltig zu optimieren und zukunftsfähig zu gestalten.
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