Erstes Carbonbeton-Gebäude der Welt entsteht in Dresden

Die Bauarbeiten für das erste Gebäude, das komplett aus Carbonbeton besteht, können beginnen. Die Landeshauptstadt Dresden erteilte dafür jetzt die Baugenehmigung. Das Gebäude ist ein Leuchtturmprojekt des Projektes C³ – Carbon Concrete Composite, das vom Bundeministerium für Bildung und Forschung finanziert wird.
„Die Erlangung dieser Baugenehmigung ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg, das erste, vollständig aus Carbonbeton errichtete Gebäude zu bauen“, sagte dazu der Leiter des Institutes für Massivbau der Technischen Universität Dresden, Manfred Curbach. Er ist der Bauherr des weltweit ersten Carbonbetongebäudes. Neben der TU Dresden sind an dem Bau Architekten Ingenieure Bautzen AIB GmbH, die Assmann Beraten & Planen GmbH, das Betonwerk Oschatz, die Hoch- und Tiefbau GmbH & Co. KG Sebnitz, das Unternehmensnetzwerk texton e.V. sowie die Hochschule für Technik, Wissenschaft und Kultur Leipzig beteiligt. Das Gebäude, das ursprünglich als „Cube“ („Würfel“) geplant war, ist das Ergebnis aus fünf Jahren Forschung im Projekt C³.

„Cube“ architektonisch in Schwung gebracht
Der 220 Quadratmeter große Experimentalbau, der als Versuchsstand dienen soll, wird an der Einsteinstraße in der Nähe des Dresdener Hauptbahnhofs gebaut und soll bis Ende dieses Jahres fertiggestellt sein. Der architektonische Entwurf veranschaulicht das außerordentliche Anwendungsspektrum der Carbonbetonbauweise: Er sieht zwei sich symmetrisch gegenüber liegende Twist-Elemente vor, die den seitlichen und den oberen Raumabschluss bilden. Die innenliegende sogenannte „Box“ mache deutlich, dass herkömmliche Baukörper des Hochbaues nach dem Stand der Technik heute schon mit Carbonbeton errichtet werden können, heißt es von der TU Dresden.

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