WDVS
Neue Montageplatte schützt vor Rissen am Wasserhahn

Rund um Außenwasserhähne entstehen an gedämmten Fassaden oft Risse und Putzschäden. Mechanische Belastungen durch Schläuche und Armaturen treffen auf weiche Dämmstoffe. Die Firma Adhera Systems bietet mit der "AquaPlate Protect" nun eine Edelstahl-Montageplatte, die Hebelkräfte flächig ableitet und das WDVS dauerhaft vor Folgeschäden schützt.

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Fassadenbauer, Verputzer und Sanitärinstallateure kennen das Schadensbild zur Genüge: Rund um den Außenwasseranschluss bilden sich nach einiger Zeit Risse im Putz, Abplatzungen treten auf oder Feuchtigkeit dringt direkt in die Dämmschicht ein. Die Ursache liegt in den Hebel-, Zug- und Querkräften, die auf die Armatur einwirken. Bereits beim Festziehen der Verschraubung bei der Montage entstehen hohe Drücke. Später führen ziehende Gartenschläuche oder Erschütterungen zu punktuellen Spitzenlasten. Da die weichen Dämmstoffe eines Wärmedämm-Verbundsystems (WDVS) oder Holzfaser-Putzträgerplatten diese Kräfte nicht aufnehmen können, gibt der Putz nach. Teure Reklamationen und Streitigkeiten zwischen den beteiligten Gewerken über die Schadensursache sind die Folge
Kraftverteilung über vollflächig verklebte Edelstahlplatte

Praxiserfahrungen im Holzrahmenbau
Adhera Gründer und Erfinder Markus Honert hat die Montageplatte gemeinsam mit Eckhard Ross von der Zimmerei Ross in Neuenrade entwickelt. Entwicklungspartner Ross hat die "AquaPlate Protect" bereits mehrfach im Holzrahmenbau verwendet. Das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) hat das Bauteil als zulassungsfrei eingestuft.
Klare Gewerkeschnittstelle zwischen Sanitär und Ausbau

Rohraustausch bei Schäden ohne Fassadenabriss
Bei einem späteren Defekt oder Frostschaden an der Rohrleitung bleibt der Fassadenaufbau unberührt. Zwischen der Edelstahlplatte und dem Wasserrohr besteht bewusst kein starrer Kraftschluss; die Leitung wird durch die Aussparung geführt. Für Reparaturarbeiten wird lediglich die elastische Randfuge zwischen Rohr und Platte aufgetrennt. Nach dem Einsetzen des Ersatzrohres erfolgt die erneute elastische Abdichtung mit dem Systemdichtstoff. Die Montageplatte bleibt fest in der Dämmebene verklebt, sodass aufwendige Putzausbesserungen oder ein partieller Fassadenrückbau entfallen.
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Abstimmung mit WDVS-Systemanbietern empfohlen
Bis zu einer formellen Freigabe durch die jeweiligen WDVS-Systemhalter gilt das Nachrüstbauteil baurechtlich als Fremdkomponente. Vor der Ausführung empfiehlt sich daher laut Honert eine projektbezogene Abstimmung mit dem Systemanbieter bezüglich der Gewährleistung. Er stehe derzeit in direktem Austausch mit führenden WDVS-Systemherstellern, sagt Markus Honert: "Unser Ziel ist die Prüfung und Integration der AquaPlate Protect als freigegebene Systemkomponente beziehungsweise als OEM-Lösung innerhalb bestehender Fassadensysteme."
Bezug über Fachhandel oder direkt
Der Vertrieb der Montage-Sets erfolgt über den Fachhandel sowie im Direktbezug über Adhera Systems zu einem Bruttopreis von 89 Euro je Set. Darüber hinaus setzt Adhera Systems auf Kooperationen mit Großabnehmern, Systemherstellern und OEM-Partnern. Für diese werden individuelle Konditions-, Liefer- und Integrationsmodelle entwickelt. Weitere Befestigungslösungen für gedämmte Fassaden befinden sich bereits in der Entwicklung.
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