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Steinexpo 2026: Vom leeren Steinbruch zur spektakulären Demo-Messe

Steinexpo 2026: Vom leeren Steinbruch zur spektakulären Demo-Messe
In vier Wochen sieht die Steinexpo so aus - doch noch steht hier keine einzige Maschine. Jetzt beginnt der Aufbau. | Foto: Geoplan GmbH

Vier Wochen vor dem Start der Steinexpo steht im Basaltwerk Homberg/Ohm noch keine einzige Maschine. Messechef Dominik Rese erklärt im Interview, wie sich das leere Areal in kürzester Zeit in die spektakulärste Demo-Messe Europas verwandelt und welche Neuerungen auf die Fachbesucher warten.

Frühe Planung im aktiven Steinbruch

bau.bi: Herr Rese, in wenigen Wochen startet die Steinexpo in Homberg/Ohm, die Planung hat diesmal vier Monate früher begonnen als sonst. Warum dieser lange Vorlauf – und wo zahlt sich diese zusätzliche Zeit für die Besucher aus?

Dominik Rese: Den längeren Vorlauf haben wir bewusst aus zwei Gründen gewählt: Wir können zu dieser Steinexpo viele neue Gesichter im Kreise der Beteiligten begrüßen. Wir haben die zusätzliche Zeit genutzt, um frühzeitig in den Austausch mit den „Neulingen“ zu gehen und diese ganz intensiv mit in unser einzigartiges Projekt zu nehmen. Ergänzend wollten wir auch unsere eigenen Schwerpunkte setzen und uns hier die Zeit nehmen können.

Für den Besucher zahlt sich das in verschiedensten Aspekten aus: Neben infrastrukturellen Maßnahmen wie dem neuen Großparkplatz Nord oder dem glasfaserbasierten Mobilfunknetz macht sich das insbesondere in den digitalen Services, wie der verbesserte Steinexpo-App oder der Steinexpo-Cam, sowie dem neuen Catering-Konzept bemerkbar. Zu letzterem zählen das Steinexpo-Bistro im Großpavillon II auf Demo-Fläche B und dem Steinexpo-Village, der Foodtruck-Area mit gemütlichem Ambiente auf Demo-Fläche B.

Eine Demonstration-Messe, die nicht im klimatisierten Messezentrum stattfindet, sondern im laufenden Betrieb eines Steinbruchs: Wie oft wirft die Realität vor Ort Ihre Pläne auf den letzten Metern noch über den Haufen?

Rese: Wir planen und prognostizieren über nahezu drei Jahre sehr eng und partnerschaftlich mit der MHI Naturstein zusammen den aktuellen Stand des Steinbruchs zur Steinexpo und sorgen aktuell, in diesen Wochen also, dafür, dass die Planungen auch Wirklichkeit werden. Wir können hier auf die jahrzehntelange Erfahrung und bergmännische Fachkenntnis in dem kleinen Planungsteam bauen. Ich kann daher beruhigen: Ich erwarte nicht, dass wir grundlegende Pläne nicht umsetzen können.

Neuerungen bei Quarry Vision und Steinexpo-App

2023 gab es die Premiere der 'Quarry Vision', diesmal folgt die zweite Auflage. Geben Sie uns einen kleinen Vorgeschmack, was die Besucher dort erwartet?

Rese: Sehr gerne! Wir können in der diesjährigen Ausgabe „QuarryVision 2.6“ Lösungen aus dem Bereich der fahrerunterstützenden Systeme sowie innovativer Maschinentechnologie dezentral präsentieren. Von neuartigen Aufgabesystemen für Aufbereitungsanlagen über KI-unterstützte Kamerasysteme bis hin zu Fernsteuerungssystemen für kritische Einsatzbereiche zeigen die Beteiligten eine breite Bandbreite an Neuerungen.

"Aktuell befindet sich im „Messe-Bruch“ weder Infrastruktur, Exponate oder Maschinen. Das wird sich in den kommenden Wochen drastisch ändern." Dominik Rese | Foto: Geoplan GmbH
"Aktuell befindet sich im „Messe-Bruch“ weder Infrastruktur, Exponate oder Maschinen. Das wird sich in den kommenden Wochen drastisch ändern." Dominik Rese | Foto: Geoplan GmbH

Zum zweiten Mal gibt es eine Messe-App. Welchen Nutzwert bietet das Update dem Besucher auf dem Gelände, der den Download rechtfertigt?

Rese: Wir können in der neuen Steinexpo-App alle Informationen bündeln, die für den Fachbesucher relevant sind: Über die Messepläne zur Orientierung, die Informationen zur Allgemein-Demo, QuarryVision 2.6 sind auch die Basisinformationen zu Anreise, Ausstellerliste und Rahmenprogramm übersichtlich und kompakt dargestellt. In der neuen Version werden wir zusätzlich hochaktuelle Nachrichten über Push-Notifications direkt zum Nutzer bringen. So werden z.B. Anreiseempfehlungen oder Erinnerung zur nächsten Demo erscheinen.

Kostendruck und logistischer Kraftakt im leeren Steinbruch

Die Baukonjunktur ist angespannt, Budgets werden genauer geprüft. Wie spüren Sie das aktuell – so kurz vor Messebeginn – in den Gesprächen mit Ausstellern?

Rese: Es ist kein Geheimnis, dass auch die Roh- und Baustoffbranche mit den volatilen Energiekosten und den fehlenden Effekten des vielgepriesenen „Bau-Turbos“ zu kämpfen hat. Dies wirkt sich auch wenig positiv auf die ausstellenden Unternehmen aus. Wir merken dies in den direkten Gesprächen durchaus: Die Kostenbewusstheit ist deutlich stringenter als wir dies aus der Vergangenheit kennen. Dennoch – und das schätze ich persönlich an dieser Branche ganz besonders – sind trotz der wirtschaftlichen Situation ausnahmslos alle Beteiligten mit vollem Engagement dabei, um eine optimale Veranstaltung umzusetzen.

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Wenn Sie heute in den Steinbruch fahren: Was ist die größte Baustelle, die Sie und Ihr Team aktuell – vier Wochen vor der Messe - noch abarbeiten müssen?

Rese: Eine spannende Frage, danke dafür! Die größte Baustelle – und ehrlicherweise auch für mich einer der tollsten Aspekte – ist die Umsetzung vor Ort. Aktuell befindet sich im „Messe-Bruch“ weder Infrastruktur, Exponate oder Maschinen. Das wird sich in den kommenden Wochen drastisch ändern.

Haben Sie noch einen speziellen Tipp für die Steinexpo-Besucher in diesem Jahr?

Rese: Ich kann natürlich die imposante Allgemein-Demo ganz besonders empfehlen, allerdings ist das kein Geheimtipp mehr. Es werden auf so vielen zahlreichen Standflächen alle Arten von Maschinen in Aktion gezeigt, seien es Hämmer, Fräsen, Brecher, Siebe, Radlader, Bagger, Lkw, Drohnen, Pumpen, Reifen etc. – eine schier endlose Aufzählung. Ich kann empfehlen, sich die Demos auf den Standflächen nicht entgehen zu lassen.

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