Steinexpo 2026
SBM zeigt Komplett-Technik für Recyclingbeton

SBM Mineral Processing präsentiert auf der Steinexpo 2026 ein durchgängiges Konzept für die Aufbereitung mineralischer Bauabfälle. Im Fokus stehen der mobile Prallbrecher Remax 300 Max und die Mischanlage Euromix 1600 Nova. Betreiber können damit Recycling-Gesteinskörnungen direkt vor Ort zu Qualitätsbeton verarbeiten.
Im Mittelpunkt des Messeauftritts steht die direkte Weiterverarbeitung mineralischer Bauabfälle. Aufbereitungs- und Recyclingunternehmen gewinnen durch die Kombination von mobiler Brech- und Siebtechnik mit einer Mischanlage die Möglichkeit, ihre Recycling-Gesteinskörnungen direkt vor Ort in höherwertige Betonprodukte zu überführen. Dieser Ansatz schließt den Baustoffkreislauf und hält einen größeren Teil der Wertschöpfung im eigenen Betrieb.
Flexible Betonproduktion ohne Fundament

Den Einstieg in die dezentrale Produktion ermöglicht die Mischanlage Euromix 1600 Nova. Die mobile, modular aufgebaute Anlage kommt ohne ortsfeste Fundamente aus und lässt sich auf befestigtem Untergrund mit einem Mobilkran innerhalb eines Tages montieren. Sie liefert bis zu 80 Kubikmeter Festbeton pro Stunde und verarbeitet neben ressourcenschonendem Recyclingbeton auch Standardbetone, Spezialbetone und Flüssigböden. Den maschinellen Kern bildet ein BHS-Doppelwellenmischer mit einem Ausstoß von 1,67 Kubikmetern pro Charge.
Erhöhte Siebleistung in der Kompaktklasse
Für die vorgeschaltete, flexible Aufbereitung der Ausgangsmaterialien stellt SBM das Upgrade seines mobilen Prallbrechers Remax 300 Max vor. Die Anlage kombiniert eine 1.100er-Prallmühle mit einer 5,25 Quadratmeter großen Eindeck-Nachsiebeinheit, die branchenüblich erst in der 50-Tonnen-Klasse zum Einsatz kommt. Diese um 46 Prozent vergrößerte Siebfläche erhöht die Austrags- und Klassierleistung bei siebschwierigen Fraktionen wie Altasphalt oder beim Brechen von Recyclingbeton und hochwertigen Splitten.
Diesel-elektrischer Hybridantrieb
Die Brechanlage verarbeitet Aufgabestückgrößen bis 700 Millimeter und erreicht Leistungen bis 300 Tonnen pro Stunde. Trotz der großen Siebeinheit bleibt das Transportgewicht bei 37,6 Tonnen, sodass ein 4-Achs-Semi-Tieflader für die Umsetzung ausreicht. Der Antrieb erfolgt diesel-elektrisch: Eine integrierte Generator-Einheit liefert die Energie für den autarken Betrieb. Alternativ lässt sich die Maschine über eine Plug-in-Option vollständig elektrisch betreiben.
Primärzerkleinerung von Naturstein

Für anspruchsvolle Primärstufen präsentiert der Hersteller ergänzend den stationären Horizontal-Prallbrecher RHS 13/16/4. Die 20,5 Tonnen schwere Maschine zerkleinert weichen bis harten Naturstein mit Aufgabemengen von 250 bis 400 Tonnen pro Stunde. Sie verarbeitet Materialgrößen bis 1.000 Millimeter, erzielt Zerkleinerungsgrade von bis zu 1:15 und stellt mit optionalen Mahlbahnen Endprodukte bis zur Körnung 0/32 Millimeter her.
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Belastbarkeit im Praxisbetrieb
Ein Scheibenrotor mit vier Schlagleisten und mehrstufige Prallwerke sorgen für die nötige Auslastung der Verschleißteile. Aktuelle Referenzanlagen, wie im Storz-Schotterwerk in Neuhausen ob Eck oder bei Heidelberg Materials Mineralik in Nussloch, belegen die maschinelle Belastbarkeit der Konstruktion. Dort verarbeiten die Brecheranlagen laut SBM mehrere hundert Tonnen Kalkstein pro Stunde als Basis für die Produktion von Betonzuschlagstoffen.
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