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Regenwassermanagement/

IFAT 2026: Innovative Systeme zur Regenwasserbehandlung & Versickerung

IFAT 2026: Innovative Systeme zur Regenwasserbehandlung & Versickerung
Überfahrbar, individuell verlegbar und Aussparungen für Bepflanzung möglich: das neue modulare Versickerungssystem "Hivo" | Foto: B_I/Valdix

Mehrere Aussteller haben auf der IFAT interessante neue Regenwasser-Systeme zur Versickerung, Entwässerung und Behandlung präsentiert.


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Vom Kalibrierschlauch zum Werkzeug in der grabenlosen Sanierung

Vom Kalibrierschlauch zum Werkzeug in der grabenlosen Sanierung

Der AIRBAGLINER® von Bodenbender hat sich vom klassischen Kalibrierschlauch zu einem festen Bestandteil moderner Sanierungssysteme entwickelt.


"Hivo" heißt eine neue Versickerungsanlage als modulares Baukastensystem, das die Firma Finger Baustoffe auf der IFAT vorgestellt hat. Es besteht aus hochfesten Beton-Sechseck-Modulen. Dank vollständig freier Verlegbarkeit lassen sich individuelle Muster erstellen, Aussparungen für Bäume integrieren und erstmals auch Kurven problemlos umsetzen.

Ein weiteres modulares System hat Beton Müller in München gezeigt. Der Sickerblock ist ein modularer Rigolenkörper aus porösem Dränbeton, der beliebig kombiniert werden kann. Die wasserdurchlässige Struktur ermöglicht eine allseitige Abgabe des Regenwassers in das Erdreich. Durch die modulare Bauweise lässt sich das Speichervolumen der Rigolen flexibel erzeugen.

Regenwasserbehandlung und -ableitung

Zudem wurde der Hydroshark mit Leichtstofffalle an den Ständen von 3P Technik und Finger Beton präsentiert. Die Regenwasserbehandlungsanlage kombiniert bewährte Sedimentationstechnik mit Skimmertechnologie und einem extra Auffangbehälter und entfernt so zuverlässig sowohl schwere Feststoffe als auch Leichtstoffe wie Mikroplastik aus dem Wasserkreislauf, bevor das Wasser die nachgelagerte Filtrationsanlage erreicht. Das schützt die Filter vor zusätzlicher Verschmutzung, verlängert deren Standzeit und senkt dauerhaft die Betriebskosten.

Hydroshark und Leichtstofffalle arbeiten parallel und ermöglichen so eine besonders effektive Trennung von Feststoffen und Leichtstoffen. | Foto: B_I/Valdix
Hydroshark und Leichtstofffalle arbeiten parallel und ermöglichen so eine besonders effektive Trennung von Feststoffen und Leichtstoffen. | Foto: B_I/Valdix

Mit den SediSubstrator eco-Regenwasserbehandlungsanlagen hat Fränkische eine neue Systemlösung speziell für die Belastungskategorien I und II der DWA-A 138-1 präsentiert. Planern steht damit auch für gering und mäßig belastete Flächen eine passgenaue, platzsparende und flexible Alternative zur Verfügung. Die neuen Systeme sind vielseitig einsetzbar: Sie eignen sich sowohl für die Regenwasserbehandlung vor der unterirdischen Versickerung ins Grundwasser als auch für die Reinigung vor der Einleitung in Oberflächengewässer.

Regenwasserbehandlungsanlage SediSubstrator eco | Foto: Fränkische
Regenwasserbehandlungsanlage SediSubstrator eco | Foto: Fränkische

Auch Wavin hatte eine Neuentwicklung mit zur Messe gebracht: Der Sedimentabscheider Certaro Lamella HDS ist eine kompakte und leistungsstarke Lösung für die Behandlung von Oberflächenabflüssen und gerade geeignet für den Einsatz in dicht bebauten Gebieten. Der schachtbasierte Abscheider arbeitet mit hydrodynamischer Abscheidung und Lamellenklärung. Dieses duale Wirkprinzip erreicht eine validierte Leistung für Abflüsse von 2.000 Quadratmetern angeschlossener Fläche mit einer Abscheideleistung von 80 % der durchschnittlichen Feinsedimente und 62 % der Feinpartikel (AFS 63).

Kompakt und leistungsstark: der Sedimentabscheider Wavin Certaro Lamella HDS | Foto: Wavin GmbH
Kompakt und leistungsstark: der Sedimentabscheider Wavin Certaro Lamella HDS | Foto: Wavin GmbH
Aco hat auf der IFAT die Filterrinne „Drain Stormclean“ ausgestellt – eine in ein Linienentwässerungssystem integrierte, vorgeschaltete Behandlungsanlage, welche entsprechend der aktuellen DIBt-Prüfkriterien für DWA-A 138-1, Kategorie I, II und III geprüft wurde. Das DWA-konforme System entfernt zuverlässig abfiltrierbare Stoffe (AFS 63), oft partikelgebundene Verunreinigungen wie PAK, Mikroplastik, Schwermetalle, Phosphate sowie Leichtflüssigkeiten aus leicht bis stark belasteten Abflüssen von versiegelten Verkehrs- und Funktionsflächen. In einem Forschungsprojekt wurde der Stormclean vom Prüfinstitut für Abwassertechnik GmbH (PIA) auf die Entfernungsleistung von Mikroplastik geprüft und sogar für die nur bis zu wenigen Mikrometer kleinen Reifenabriebpartikel ein Wirkungsgrad von >99% festgestellt.
Die Reinigung von Niederschlagswasser basiert bei der Stormclean-Familie auf der Kombination aus Sedimentation und einer Substratfilterstufe. | Foto: B_I/Valdix
Die Reinigung von Niederschlagswasser basiert bei der Stormclean-Familie auf der Kombination aus Sedimentation und einer Substratfilterstufe. | Foto: B_I/Valdix

Im UrbanClean-Filter von Funke Kunststoffe können Niederschlagsabflüsse, die von Dachflächen, Fassaden oder Parkplatzflächen stammen, behandelt bzw. gefiltert werden. Dafür sorgt eine mit UrbanClean-Substrat gefüllte Filterpatrone, die zentral im Schacht positioniert ist. Niederschlagsabflüsse gelangen über eine Verteilplatte in den Schlammeimer. Hier können sich im Abfluss enthaltene Partikel absetzen, bevor das Wasser die Substratpassage in der Filterpatrone durchläuft und behandelt bzw. gefiltert wird. Die Behandlung erfolgt über Filtration, Adsorption, Ionenaustausch, Fällung und biologischem Abbau. Für alle Anwendungen gilt, dass abfiltrierbare Stoffe AFS 63 zurückgehalten werden, ebenso wie organische Spurenstoffe und deren Zersetzungsprodukte.

Pünktlich zur IFAT hat BG-Graspointner seine monolithischen Entwässerungsrinnen um eine Variante mit schmalem Schlitzeinlauf erweitert: die BG-Filcoten one urban s. Mit ihrer dezenten Linienführung und der Belastungsklasse bis D 400 ist die Entwässerungslösung ausgelegt für innerstädtische Räume, in denen hohe Belastbarkeit und gestalterischer Anspruch gefragt sind. Die Rinne besteht aus dem Hochleistungsbeton Filcoten HPC und ist massiv aus einem Guss gefertigt. Typische Einsatzbereiche sind Fußgängerzonen, Radwege, Sportanlagen und Pkw-Parkplätze.

BG-Filcoten one urban s mit Schlitzeinlauf ist das neue Modell der monolithischen Entwässerungsrinnen aus dem Hochleistungsbeton Filcoten HPC. | Foto: BG-Graspointner
BG-Filcoten one urban s mit Schlitzeinlauf ist das neue Modell der monolithischen Entwässerungsrinnen aus dem Hochleistungsbeton Filcoten HPC. | Foto: BG-Graspointner

Digitale Systeme

Rainmesh ist ein digitales System von Birco aus Hard- und Software, bei dem Regenwasser in untereinander vernetzten Zisternen gespeichert wird. Dabei kombiniert es Informationen wie Bodenfeuchte, Wetterdaten und Wasserbestand und gibt das Wasser nach Bedarf und Priorität an unterschiedlichste Verbraucher ab. Unterschiedliche Messfühler, vernetzt über LoRaWAN, liefern Rainmesh Informationen, die für eine smarte Wasserverteilung benötigt werden. So wird neben dem Füllstand der Zisternen auch die Bodenfeuchtigkeit dauerhaft abgefragt. So können Bewässerung sowie Wasserspeicher bedarfsgerecht genutzt werden.

Intelligent und digital: Das smarte System Rainmesh stellt Wasser dort zur Verfügung, wo es wirklich benötigt wird. | Foto: Birco GmbH
Intelligent und digital: Das smarte System Rainmesh stellt Wasser dort zur Verfügung, wo es wirklich benötigt wird. | Foto: Birco GmbH

Schließlich wurde in München das System „Calmar.one“ vorgestellt. Das KI-gestützte Mess-, Steuerungs- und Regelungssystem verbindet hochwertige Sensorik mit Echtzeit-Wetterdaten des Deutschen Wetterdienstes und einer lernenden Regelungslogik, die aus individuellen Nutzungsprofilen selbständig kurz- und langfristige Lastprofile erstellt. So erkennt das System bevorstehende Starkregenereignisse und schafft proaktiv Kapazität. Das zurückgehaltene Wasser bleibt nicht ungenutzt: Calmar.one macht es als Brauchwasser verfügbar; dafür reguliert es das Speichervolumen auf Basis selbständig erlernter Ablaufvolumina pro Wochentag und Tageszeit. Das Ergebnis: Abwassergebühren sinken, Genehmigungsbehörden erhalten lückenlose Nachweise und Regenwasser läuft nicht ungenutzt in die Kanalisation.


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