Effiziente Vermessung aus der Luft
Die TenneT Germany ist der gröĂte Ăbertragungsnetzbetreiber Deutschlands und mit der TenneT TSO GmbH Auftraggeber fĂŒr das Netzausbau-Projekt SuedOstLink, eines der gröĂten Energieinfrastrukturvorhaben in Europa. Es dient dem Transport regenerativ erzeugten Stroms von Nord- nach SĂŒddeutschland und ist damit ein wichtiger Baustein der Energiewende, sodass Deutschland 2050 zu 80 Prozent fast vollstĂ€ndig mit erneuerbarer Energie versorgt werden kann.


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Die Trasse verlĂ€uft von der bayerischen Staatsgrenze zu ThĂŒringen und Sachsen bis zum Umspannwerk am Kraftwerk Isar in der NĂ€he von Landshut.
Drohnenvermessung beschleunigt Bau der Stromtrasse SuedOstLink
Die Wayss & Freytag Ingenieurbau AG und die Köster GmbH haben als ARGE den Auftrag zur Verlegung der Erdkabel in dem 60 Kilometer langen Abschnitt C1 von MĂŒnchen Reuth bis Grafenreuth. Der Projektstart war im MĂ€rz 2024 und man befindet sich aktuell bei der Fertigstellung, noch vor dem Zeitplan. WĂ€hrend Köster hauptsĂ€chlich fĂŒr die Unterquerung von StraĂen, Bahnlinien und natĂŒrlichen Hindernissen im Horizontal-SpĂŒlbohrverfahren (HDD) zustĂ€ndig ist, ist Wayss & Freytag fĂŒr die Herstellung der Stromtrasse, also fĂŒr den Bodenabtrag, den Aushub der GrĂ€ben, den Bau der Muffen und BaustraĂen sowie die Verlegung der Kabel und die anschlieĂende VerfĂŒllung der GrĂ€ben verantwortlich.
Laut Plan besteht die Trasse aus zwei GrĂ€ben mit einem Abstand von 2 Metern, einer Regeltiefe von 1,88 Metern und einer lichten Breite von ca. 5,60 Metern. In die GrĂ€ben wurde jeweils ein Kabelschutzrohr mit einem Durchesser von 280 Millimetern und zwei Rohe mit einem Durchmesser von 50 Millimetern verlegt. Neben den GrĂ€ben sieht die Planung einen lastenfreien Schutzstreifen, eine BaustraĂe sowie FlĂ€chen fĂŒr Oberbodenmieten und die Haufwerke fĂŒr den Unterboden vor. Der Arbeitsstreifen hat insgesamt eine Breite von ca. 50 Metern.

Der Bodenabtrag und den Aushub der GrĂ€ben nahm Wayss & Freytag vorwiegend mit schwerem GerĂ€t wie Dozerrn und Baggern, unter anderen einem 60 Tonnen-Bagger R956 von Liebherr vor. Die Erdarbeiten erfolgten teils mit Maschinensteuerungen nach dem Modell, die Profilierung der GrĂ€ben erfolgte meistens freihĂ€ndig, wobei speziell angefertigte Baggerlöffel unterstĂŒtzten.
Trimble Stratus liefert prĂ€zise Orthofotos fĂŒr Abrechnung und Nachweis
Die Vermessung zur Abrechnung hat Wayss & Freytag mit der Abteilung fĂŒr Vermessung und Abrechnung mit einer von Sitech gelieferten Drohne DJI Mavic M3E, die mit einem RTK-Modul fĂŒr zwei bis drei Zentimeter GNSS-Genauigkeit ausgestattet ist, und der Internetplattform Trimble Stratus fĂŒr die Verarbeitung der Luftaufnahmen vorgenommen. Mit der Drohne wurden Bilder von der Trasse aufgenommen und anschlieĂend in Trimble Stratus geladen, um Orthofotos zu erzeugen, mit denen die LĂ€ngen der BaustraĂen, der GrĂ€ben und die Volumina und Massen der nach Bodenklassen getrennten Haufwerke ermittelt wurden.
ZusĂ€tzlich hat die ARGE die Sitech Deutschland GmbH mit der Beweissicherung gegenĂŒber dem Auftraggeber mit Fotos und Videos der Trasse beauftragt. Der Sitech-GeschĂ€ftsbereich âDigitale Ingenieurleistungenâ erstellte den Arbeitsnachweis durch Fotos und Videos durch die Befliegung ebenfalls mit einer Drohne von DJI vom Typ Mavic M3E. Die erste Befliegung der Trasse nahm Sitech in Teilabschnitten von 50 Metern bis zu drei Kilometern LĂ€nge vor dem Beginn des Bodenaushubs vor und erzeugte mit der CAD-Software Trimble Business Center, Edition Arial Survey, aus den Luftaufnahmen Orthofotos zur Ăbergabe an die ARGE. Die Befliegung zur Beweissicherung wurde dann noch einmal nach dem Bodenabtrag sowie nach Verlegung der Leerrohre vorgenommen.

Der Vorteil der Vermessung mit Luftbildaufnahmen ist einerseits die groĂe Geschwindigkeit gegenĂŒber der Vermessung mit dem Rover gerade bei gröĂeren FlĂ€chen oder langen Trassen oder StraĂen. Ein Abschnitt von einem Kilometer LĂ€nge kann in ca. 10 Minuten zentimetergenau aufgenommen werden. Andererseits dienen die Orthofotos als unmittelbarer Arbeitsnachweis, da sie die abzurechnenden Objekte direkt als zusammenhĂ€ngendes Bild zeigen.
Wayss & Freytag setzt auf digitale Lösungen fĂŒr effiziente Infrastrukturprojekte
Die Herausforderung lag in diesem Projekt bei der Vermessung aus der Luft in der LĂ€nge der Trasse und der schwierigen Erreichbarkeit der Punkte, von denen die Drohne aufsteigen sollte, denn die Stromtrasse fĂŒhrt durch teils unwegsame und unerschlossene Natur. Die Drohne hat jedoch nur eine begrenzte Reichweite. Die Vermesser lösten das Problem durch Markierungen in Google Earth, die angefahren werden konnten und die Ăbertragung der Informationen nach Google Maps fĂŒr die Navigation. Ein Nachteil bei der Drohnenbefliegung waren frostige Tage, an denen die Rotoren der Drohne vereisten und die Drohne nicht aufsteigen konnte, sowie Nebel, sodass die Kamera beschlug. Als Fazit lĂ€sst sich jedoch festgehalten, dass die Vorteile aus Geschwindigkeit und direktem Nachweis der Drohnenvermessung die Nachteile aus wenigen Tagen im Jahr, an denen die Drohne witterungsbedingt nicht eingesetzt werden konnte, ĂŒbertreffen.
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Quelle: Sitech
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