Die Kanalsanierung bleibt stabil
Auch zum Jahreswechsel 2025/26 hat der Verband zertifizierter Sanierungsberater (VSB) wieder das Stimmungsbarometer Kanalsanierung unter seinen Mitgliedern erhoben. Dies betrifft sowohl die ausführenden Firmen als auch Netzbetreiber und Ingenieurbüros. Dabei wurden in diesem Jahr auch neue aktuelle Fragestellungen integriert.

Im ersten Frageblock „Wirtschaftliche Dynamik“ ging es wieder um die wirtschaftliche Dynamik der Kanalsanierungsbranche. Die allgemeine wirtschaftliche Lage wird gut bis befriedigend eingeschätzt, wobei diese Einschätzung bei den Sanierungsfirmen deutlich verhaltener ausfällt als bei den Ingenieurbüros und insbesondere den Kommunen. Der Umsatz hat sich allerdings auch bei den Sanierungsfirmen überwiegend erhöht. Für die Zukunft wird weitestgehend ein gleichbleibendes Geschäftsvolumen prognostiziert.
Im zweiten Block „Personal & Fachkräfte“ ist zunächst der Fachkräftemangel Thema: Für ca. 40% ist dieser stark und für weitere 45% mäßig spürbar. Dabei fällt die Bewertung bei Sanierungsfirmen, Ingenieurbüros und Kommunen nahezu gleich aus. Der Personalbestand ist gegenüber dem Vorjahr weitestgehend unverändert. Auch bei dieser Frage ist die Einschätzung bei den drei Sanierungsgruppen nahezu identisch.

In dem neuen dritten Block „Technik & Innovation“ geht es zunächst um das Thema Digitalisierung. Ca. 2/3 der Befragten bewerten ihren Digitalisierungsgrad als fortgeschritten, wobei diese Einschätzung bei den Firmen höher und bei den Kommunen niedriger ausfällt. Den neuen Technologien wie Robotik, KI und Sensorik wird eine mittlere bis hohe Bedeutung attestiert. Hier fällt die Beurteilung bei den einzelnen Gruppen wieder sehr einheitlich aus.
Im vierten Block „Rahmenbedingungen & Markt“ ging es zunächst um die Ausschreibungspraxis, welche von immerhin der Hälfte der Kommunen als angemessen beurteilt wird. Diese Einschätzung wird allerdings von den beteiligten Sanierungsfirmen und Ingenieurbüros nicht geteilt, die diese als überwiegend verbesserungsbedürftig ansehen. Die Zusammenarbeit zwischen Auftraggebern, Ingenieurbüros und Firmen wird ebenfalls als verbesserungsdürftig angesehen. Auch hier wird die Situation durch die Kommunen deutlich besser beurteilt als durch die Sanierungsfirmen.

Allgemein kritisch wird die Entwicklung der aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, wie Kostenentwicklung, Materialpreise, Energie und Bürokratie, eingeschätzt. Mehr als die Hälfte der Befragten sehen eine Zunahme der Belastungen; eine Entlastung wird von keinem der Befragten prognostiziert. Hier fällt die Beurteilung wieder einheitlich für die drei Gruppen aus. Nachhaltigkeitsanforderungen wie CO₂-Reduktion, Ressourceneffizienz und Umweltstandards werden in den Projekten bisher kaum bis mäßig wahrgenommen. Lediglich bei den Ingenieurbüros sieht ein nennenswerter Anteil dies bereits als stärker relevant für die Projektarbeit an.
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Neu aufgenommen wurde die offene Frage nach den derzeit größten Herausforderungen. Am häufigsten wurden genannt:
- Fachkräftemangel / Fachkompetenz
- Altersstruktur / Nachwuchsgewinnung
- Qualitätsanforderungen / Planungs- und Ausschreibungsqualität
- Investitionsstau / kommunale Finanzsituation
- Vergabevorschriften / Aufwand und Honorare
Trotz allem ist der Optimismus in der Kanalsanierungsbranche ungebrochen. Ca. 2/3 der Teilnehmer blicken optimistisch in die nähere Zukunft, die pessimistische Einschätzung liegt unter 10%. Größter Treiber bleibt dabei wie in den Jahren zuvor die Renovierung.

Auswertung VSB-Stimmungsbarometer 2026:
Block I - Wirtschaftliche Dynamik
1.1 Wie bewerten Sie die aktuelle wirtschaftliche Lage in der Kanalsanierungsbranche insgesamt?

1.2 Wie hat sich der Umsatz bzw. das Projektvolumen im Bereich Kanalsanierung Ihres Unternehmens / Ihrer Organisation in den letzten 12 Monaten entwickelt?

1.3 Wie erwarten Sie die Entwicklung Ihres Geschäftsvolumens in den nächsten 12 Monaten?

1.4 Für welche Sanierungsart hat sich Ihr Umsatzanteil in den letzten Jahren erhöht?

Block II - Personal & Fachkräfte
2.1 Wie stark ist der Fachkräftemangel in Ihrem Unternehmen spürbar?

2.2 Wie hat sich die Personalsituation im Vergleich zum Vorjahr entwickelt?

Block III - Technik & Innovation
3.1 Wie bewerten Sie den Digitalisierungsgrad in Ihrem Unternehmen bzw. Ihrer Organisation?

3.2 Welche Bedeutung haben neue Technologien (z. B. Robotik, KI, Sensorik, digitale Dokumentation) aktuell für Ihr Unternehmen?

Block IV - Rahmenbedingungen & Markt
4.1 Wie beurteilen Sie die derzeitige Ausschreibungspraxis?

4.2 Wie bewerten Sie die Zusammenarbeit zwischen Auftraggebern, Ingenieurbüros, Sanierungsfirmen und Herstellern?

4.3 Wie empfinden Sie die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen (z.B. Kostenentwicklung, Materialpreise, Energie, Bürokratie)?

4.4 Wie stark beeinflussen Nachhaltigkeitsanforderungen (z.B. CO₂-Reduktion, Ressourceneffizienz, Umweltstandards) Ihre Arbeit bzw. Ihre Projekte?

4.5 Wie optimistisch blicken Sie auf die Zukunft der Kanalsanierungsbranche (nächste 5 Jahre)?

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