Muffensanierung
Erste Quick-Lock Big DN3000 eingebaut

In Aachen sind die ersten Quick-Lock Big DN3000-Innendichtmanschetten von Uhrig Kanaltechnik eingebaut worden.

Vom Kalibrierschlauch zum Werkzeug in der grabenlosen Sanierung
Der AIRBAGLINER® von Bodenbender hat sich vom klassischen Kalibrierschlauch zu einem festen Bestandteil moderner Sanierungssysteme entwickelt.
Direkt an der Grenze zu den Niederlanden liegt der Aachener Stadtteil Vaalserquartier. Hier, nur einen Steinwurf von der Grenze entfernt unter einer Kuhweide, befindet sich ein 150 Meter langer Stauraumkanal DN 3000 mit oben liegendem Abschlagbauwerk. Bei extremen Starkregenereignissen gelangt das Wasser gedrosselt über einen Abschlagkanal DN 1200 in einen Bach. Sowohl Stauraumkanal als auch Abschlagkanal mussten saniert werden. Letzterer wurde teils mit Schlauchlinern ausgekleidet und teils partiell abgedichtet. Der Mischwasserkanal DN 3000, der über die gesamte Länge undichte Muffen aufwies, wurde mit Edelstahlmanschetten saniert. Die Ausschreibung für die Gesamtmaßnahme gewann die Firma Aarsleff, die ihrerseits die Firma HS Kanalsanierung als Subunternehmer mit dem Setzen der Manschetten beauftragte. Auftraggeber war der Wasserverband Eifel-Rur (WVER), für die Planung zeichnete das Ingenieurbüro H. Berg & Partner verantwortlich.

Einbau im Sumpfgebiet
„Vor dem Einbau der Manschetten mussten Inkrustrationen an den Muffen beseitigt und punktuelle Abdichtungen vorgenommen werden. Die Vorprofilierung ist sehr wichtig, damit Unebenheiten beseitigt werden und die Manschette fest an der Kanalwand sitzen kann“, beschreibt Sebastian Gorecki, HS Kanalsanierung. Insgesamt versetzte das auf die Sanierung von Schächten und Bauwerken bzw. händische Sanierung im begehbaren Bereich spezialisierte Unternehmen fünf Quick-Lock Big DN3000 im Kanal. Die große Manschette aus Edelstahl Materialgüte 1.4404 besteht aufgrund ihrer Größe aus vier Teilen mit einer jeweiligen Länge von gut 2 Metern und einer Breite von 23 Zentimetern.

Diese Segmente werden einzeln in den Kanal eingebracht und dort miteinander verbunden. „Nach dem Aufziehen der EPDM-Dichtung wird die Quick-Lock-Big-Manschette mit den Spannwerkzeugen solange aufgeweitet, bis die Manschette optimal an der Rohrwandung anliegt“, erklärt Gorecki.
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Eine Herausforderung war das drückende Grundwasser, zumal sich der Kanal in einem Sumpfgebiet befindet und bis zu 8 ½ Meter tief unter der Erde liegt. Dementsprechend hoch sei der Wasserdruck gewesen, was die Abdichtungsarbeiten merklich erschwerte, so Planer Jürgen Gnädinger. Dennoch dauerte der Einbau der fünf Manschetten aufgrund des einfachen Versetzvorgangs lediglich zwei Tage.

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