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B_Iumweltbau

Neues Geschäftsmodell für einen Zukunftsmarkt

Die Rohrgroup ist in der Branche längst kein unbeschriebenes Blatt mehr. Das Berliner Unternehmen steht für moderne Inhouse-Rohrsanierung mit System. Nun geht Gründer Alexander Eysert gemeinsam mit Kristan Dietrich einen Schritt weiter: Mit einem neu entwickelten Franchise-System bieten sie ambitionierten Unternehmern die Chance, sich in einem Wachstumsmarkt mit bewährter Technik und starkem Support im Rücken selbstständig zu machen. Im Interview erklären die beiden, wie das System funktioniert, wer dafür infrage kommt und warum sich der Einstieg lohnt.

Franchise für die Inhouse-Sanierung: Neues Geschäftsmodell für einen Zukunftsmarkt
Die Rohrgroup bietet modernste Rohrinnensanierungstechnologien. Franchisepartner profitieren von einem erprobten Geschäftskonzept, das ihnen alle Werkzeuge für den Erfolg an die Hand gibt. | Foto: Rohrgroup

B_I umweltbau: Herr Eysert, die Rohrgroup, ein ausführendes Unternehmen für die Rohrinnensanierung von Gebäudeleitungen, besteht bereits seit drei Jahren. Was war die Motivation, den Fokus auf ein Franchise-Konzept zu verlagern?


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Alexander Eysert: Die Nachfrage nach unserer Dienstleistung ist enorm – nicht nur in Berlin, sondern bundesweit. Mit zusätzlichen Niederlassungen könnten wir das kaum stemmen. Also haben wir ein System entwickelt, das es Unternehmern ermöglicht, unter unserem Dach eigenständig zu agieren. Dabei profitieren sie von Technik, Know-how und Marke – und wir von engagierten Partnern vor Ort. Die Idee: viele kleine, schlagkräftige Einheiten statt zentral gesteuerter Filialen. Das macht uns als Gruppe widerstandsfähiger und deutlich flexibler.

B_I umweltbau: Sie sind schon seit vielen Jahren in der Sanierungsbranche und bringen viel Erfahrung im Bereich Inhouse-Sanierung mit. Was zeichnet das Sanierungssystem aus, das hinter dem Franchise-Konzept steckt?

Eysert: Wir arbeiten mit einem DIBt-zugelassenen Verfahren, bei dem PU-Harz in die schadhaften Rohre eingebracht wird – schnell, präzise und ohne Wände aufreißen zu müssen. Wir nennen das Pipeprinting – weil es vom Prinzip her einem 3D-Druck ähnelt. Das Verfahren eignet sich besonders für Gebäude mit vielen Abzweigen, also z. B. Mehrfamilienhäuser oder Hotels. Der große Vorteil durch Anwendung des Rohr-in-Rohr-Systems ist, dass nicht nur Ressourcen wie Bauschutt, Energie und Geld eingespart werden, sondern auch Bauzeiten verkürzt werden. Das führt am Ende zu einer deutlichen Reduzierung von Schadstoffemissionen wie CO2 und NOx.

Kristan Dietrich: „Der Inhouse-Sanierungsmarkt ist riesig und bietet ein enormes Potenzial.“ | Foto: B_I/Valdix
Kristan Dietrich: „Der Inhouse-Sanierungsmarkt ist riesig und bietet ein enormes Potenzial.“ | Foto: B_I/Valdix

B_I umweltbau: Herr Dietrich, welchen beruflichen Hintergrund haben Sie und wie sind Sie zur Rohrgroup gekommen?

Kristan Dietrich: Ich bin gelernter Handwerksmeister. Ich habe Alexander Eysert über ein Unternehmernetzwerk kennengelernt. Seine Visionen und das Verfahren haben mich sofort überzeugt. Ich war bereit für eine Veränderung und bei dem gemeinsamen Austausch entstand die Idee, das Ganze als Franchise skalierbar zu machen.

B_I umweltbau: Wie funktioniert Ihr Franchise-System?

Dietrich: Interessenten steigen bei uns mit einem ausführlichen Gespräch ein, in dem wir erläutern, wie unser Markt funktioniert. Wir fokussieren uns stark auf das Projektgeschäft. Dabei sprechen wir hauptsächlich Eigentümer großer Immobilien an, zum Beispiel Mehrfamilienhäuser, Hotels, Krankenhäuser oder große Büroimmobilien. Der private Immobilienbereich spielt bei uns eher eine untergeordnete Rolle und Notdienst kennen wir gar nicht. Dadurch haben die Mitarbeiter geregelte Arbeitszeiten und vor allem freie Wochenenden. Das macht die Rohrgroup interessant für Menschen, die eine neue Perspektive suchen.

Der große Vorteil unseres Franchise ist, dass man Teil eines großen Teams ist und dadurch von ständigem Erfahrungsaustausch profitiert. Die Franchisepartner übernehmen unser gesamtes Leistungsspektrum. Das geht von der Zustandsbewertung über die Planung und Projektierung mit der anschließenden Sanierung bis zur Wiederinbetriebnahme der sanierten Leitungen. Die Marke „rohrgroup“ bleibt im Außenauftritt sichtbar, auch wenn das Partnerunternehmen einen eigenen Namen trägt. Technik, Qualitätskontrolle, IT-Systeme und Marketing – alles kommt von uns. Auch die Qualitätssicherung läuft zentral, denn jeder sanierte Meter wird dokumentiert und geprüft.

B_I umweltbau: Welche Zielgruppen sprecht ihr an?

Eysert: Wir suchen Menschen mit Führungserfahrung und unternehmerischem Esprit, die sich für unser Konzept begeistern. Handwerkliche Vorerfahrung ist nicht zwingend erforderlich, allerdings kaufmännische Kenntnisse unerlässlich. Größere Projektsummen dürfen nicht abschrecken, da diese im Projektgeschäft an der Tagesordnung sind. Wer Lust auf Verantwortung, Struktur und ein erprobtes System hat, ist bei uns genau richtig.

B_I umweltbau: Was bekommen die Franchisepartner von Ihnen?

Dietrich: Eine Menge. Wir starten mit einer intensiven zweiwöchigen Schulung in Theorie und Praxis der Partner und seiner Mitarbeiter. Danach ist der Partner fit für den Einsatz. Die Technik – unser Pipeprinter samt Harzsystem – wird über uns bezogen. Die gesamte IT-Struktur zählt ebenso dazu. Einerseits das ERP-System für den Einkauf, die Planung und die Angebotserstellung, andererseits das Intranet, in dem das ganze Know-how dokumentiert ist. Auch bei der Mitarbeitergewinnung helfen wir. Jeder Partner erhält einen Unternehmensplan, wird von einem Key Account Manager unterstützt – und kann sich auf regelmäßige Weiterbildung verlassen.

Alexander Eysert: „Wir suchen Menschen mit Führungserfahrung und unternehmerischem Esprit.“ | Foto: B_I/Valdix
Alexander Eysert: „Wir suchen Menschen mit Führungserfahrung und unternehmerischem Esprit.“ | Foto: B_I/Valdix

B_I umweltbau: Wo sollten die neu zu gründenden Unternehmen ihren Sitz haben und wo können sie tätig sein?

Eysert: Wir haben eine Standortanalyse in Auftrag gegeben und Standorte identifiziert, die unsere zugrunde gelegten Kriterien erfüllen. Dabei sind 26 Gebiete mit hohem Potenzial entstanden, unter anderem München, Frankfurt a.M., Düsseldorf, Köln, Hamburg oder Stuttgart. Ein Franchise-Partner ist dabei nicht an nur einen Standort gebunden; er kann ggf. auch einen weiteren eröffnen. Die Tätigkeitsbereiche richten sich nach festgelegten Postleitzahlen, innerhalb derer er seine Dienstleistungen aktiv anbietet.

B_I umweltbau: Welche Kosten fallen für den Franchisepartner an und warum ist das ein gutes Investment?

Dietrich: Die Höhe der Investitionskosten hängt von der Bonität des Franchisepartners ab. In jedem Fall muss er einen Startinvest von 48.000 Euro mitbringen, mit denen vor allem die Anlaufkosten finanziert werden. Als Franchisegebühr – wir nennen es Wachstumsbeitrag – sind monatlich 12 Prozent des Nettoumsatzes für Support, Marketing und Markenrechte zu leisten. Zusätzlich werden für den Kredit zur Anschubfinanzierung ca. 100.000 Euro an Eigenkapital benötigt.

Warum sich das lohnt? Weil der Markt riesig ist und es derzeit nur wenige Anbieter gibt, die diese Art der Inhouse-Sanierung betreiben. Zudem ist es ein sicherer Markt: Immobilien wird es immer geben und marode Leitungen auch. Dadurch ist das Geschäft gut planbar und dazu sehr profitabel.

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B_I umweltbau: Wenn sich jemand für das Franchise-System interessiert: Wie läuft der Bewerbungsprozess ab?

Dietrich: Ganz einfach: Interessenten bewerben sich über Social Media, unsere Website oder die einschlägigen Franchise-Portale. Danach gibt es ein erstes Kennenlerngespräch, auf Wunsch auch eine Baustellenbesichtigung und wir starten den Prozess der Entwicklung des individuellen und standortbezogenen Businessplans. Wenn es für beide Seiten passt, folgt die Reservierung der Region, die nach Finanzierungszusage in der Vertragsunterzeichnung mündet. Und dann steht der Umsetzung nichts mehr im Wege.

B_I umweltbau: Herr Eysert, Herr Dietrich, vielen Dank für die Einblicke und viel Erfolg mit dem System!


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