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Stadtgrün/

BIG SEE Award: Land Rise verwandelt Bank-Vorplatz in grüne Oase

Auszeichnung

Siegerprojekt verwandelt Landesbank-Grau in Grün

24.08.2026, 06:30, aktualisiert 24.08.2026, 07:08
BREGENZ/ÖSTERREICH
BIG SEE Award: Land Rise verwandelt Bank-Vorplatz in grüne Oase
Beete mit Küchen- und Heilkräutern sowie Beerensträuchern bieten Genuss im Mitarbeitergarten. Die vielgestaltigen Pflanzengesellschaften mit unterschiedlichen Blütezeiten sorgen ganzjährig für attraktive Rückzugsorte. | Foto: Petra Rainer

Auf mehr als 7.000 Quadratmetern wirken klimafitte Pflanzen kühlend, laden Beete zum Naschen und eine grüne Oase zur Erholung ein: Mit der Vorplatz- und Gartengestaltung bei der Raiffeisen Landesbank Vorarlberg im österreichischen Bregenz hat das Landschaftsarchitekturbüro Land Rise den internationalen Architektur-Award „BIG SEE“ gewonnen.

Das einst eher nüchterne Umfeld der Raiffeisen-Landesbank in Bregenz hat sich zu einem lebendigen, blühenden Refugium verwandelt. Es umfasst den gesamten Vorplatz und einen großzügigen Mitarbeitergarten. Die neuen, vielgestaltigen Grünräume rund um das Gebäude überzeugen nicht nur ästhetisch, sondern auch durch ihre ökologische Funktion und hohe Aufenthaltsqualität für Pflanzen, Tiere und Menschen. „Die Natur liefert viele gute Antworten auf Klimaveränderungen und Möglichkeiten, die Biodiversität in Sekundärlebensräumen zu erhöhen“, sagt Landschaftsarchitektin Maria Anna Schneider-Moosbrugger von Land Rise.

Die „BIG SEE“-Awards würdigen herausragende Leistungen in Architektur, Innenarchitektur und Produktdesign. Die 2018 ins Leben gerufenen Auszeichnungen werden von der slowenischen Organisation Zavod Big verliehen und zeichnen originelle Ideen, innovative Lösungen und Projekte aus, die auf ihren kulturellen und räumlichen Kontext eingehen. Land Rise hat mit dem Raiffeisen-Projekt in der Kategorie Öffentlicher Raum und Landschaft gewonnen. Das Büro gewann den „BIG SEE“-Award bereits mehrfach.

Pflanzen als Antwort auf den Klimawandel

Die Landschaftsarchitektin Maria Anna Schneider-Moosbrugger freut sich über den „BIG SEE“-Award. | Foto: komzy
Die Landschaftsarchitektin Maria Anna Schneider-Moosbrugger freut sich über den „BIG SEE“-Award. | Foto: komzy

Klimafitte Bäume, Stauden und Gräser bilden die Grundlage beim Bregenzer Siegerprojekt. So wurde aus der zweidimensionalen grauen Fläche ein dreidimensionaler Grünraum und damit ein zukunftsfähiges Ökosystem. Pflanzen beeinflussen das Klima direkt: Sie kühlen bei Hitze und nehmen auch bei Starkregenereignissen das Wasser auf. Die vielgestaltigen Pflanzengesellschaften mit zeitversetzten oder langen Blütezeiten sorgen ganzjährig für attraktive Rückzugsorte. Das spiegelt sich im Artenreichtum der Tiere mit verschiedenen Vögeln, Kleinsäugern und Insekten wider.

Gestaltung des Vorplatzes der Landesbank

Der Vorplatz des Bankgebäudes besticht nun durch farbenprächtige Blütenstauden und Gräser, 24 Bäume sowie 62 Quadratmeter entsiegelte Parkplatzfläche, einen Brunnen sowie Schattenplätze. Zwischen dem Parkplatz und Radweg gedeiht eine vielfältige Graspflanzung, die den Kühleffekt und die Verdunstungs- sowie Versickerungsfähigkeit der Flächen erhöht und das Bodenleben verbessert.

Artenreichtum im Mitarbeitergarten

Mit 38 Bäumen, 42 Sträuchern und 37 Quadratmetern entsiegeltem Boden wurde der Mitarbeitergarten umgesetzt. Dort sorgt jetzt eine Sonnenterrasse mit runden Tischen und Sonnenschirmen im Sommer für eine angenehme Atmosphäre. Der Artenreichtum im Garten wächst durch eine Baumschule mit Feldahorn, Zitterpappel, Eberesche und weiteren Arten, einem Kernobst-Quartier mit Gravensteiner, Jakob Fischer und Boskoop sowie verschiedenen Beerenstauden und Kräutern. Vom Frühjahr bis in den Spätherbst hinein dient er Menschen und Tieren als Rückzugort sowie als Nahrungsquelle für Vögel und Kleinsäuger.

Ort mit ökologischem Mehrwert

„Wir wollten einen lebendigen Ort schaffen, der Menschen zusammenbringt und einen ökologischen Mehrwert hat – genau das ist aufgegangen. Unsere Kundinnen und Kunden schätzen das neugestaltete Umfeld sehr, und auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nutzen den Garten gerne für den internen Austausch oder eine kurze Pause“, sagt Michael Alge, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen Landesbank Vorarlberg.

Landschaftsarchitekturbüro Land Rise

Die Landschaftsarchitektin und Raumplanerin Maria Anna Schneider-Moosbrugger gründete Land Rise im Jahr 2002 mit dem Ziel, zukunftstaugliche Außenräume zu schaffen, die durch eine ökologisch verträgliche Herangehensweise und ästhetischen Anspruch geprägt sind. In dem Büro arbeiten drei Landschaftsarchitektinnen und einer Raumplanerin. Mit Sitz in Egg im österreichischen Bundesland Vorarlberg setzt das Unternehmen Projekte unterschiedlicher Größenordnung in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH-Region) um. Neben landschaftsarchitektonischen Konzepten erarbeitet das Team auch Masterpläne für Kommunen und für Quartiersentwicklungsprojekte.

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Zur Steigerung der Biotopqualität im Winter werden die meisten Stauden und Gräser erst im Frühjahr geschnitten. | Foto: Petra Rainer
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Quelle: Land Rise


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