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Die Trends im Garten: Das Stihl Garten-Barometer zeigt es

Die Trends im Garten: Das Stihl Garten-Barometer zeigt es
Über die HĂ€lfte der Gartenbesitzer stimmt der Aussage, dass Ordnung im Garten wichtig ist, zu. | Foto: STIHL

Ordnung im Garten ist wichtig. Dieser Aussage stimmen ĂŒber die HĂ€lfte der Gartenbesitzer zu. Doch was genau im Garten unter „Ordnung“ verstanden wird und wo der Ordnungssinn endet, zeigt erst der genaue Blick auf die Ergebnisse des diesjĂ€hrigen Stihl Garten-Barometers.


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Ordentliche GĂ€rten wirken einladend. Und so ist es nicht verwunderlich, dass Ordnung im Garten fĂŒr etwas mehr als die HĂ€lfte der befragten Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer (52 %) wichtig bzw. sehr wichtig ist. Deutlich hĂ€ufiger trifft das auf die 30- bis 39jĂ€hrigen zu. FĂŒr knapp zwei Drittel von ihnen (65 %) ist Ordnung im Garten wichtig bzw. sehr wichtig. FĂŒr alle Befragten sind dabei ein gemĂ€hter Rasen (71 %), eine aufgerĂ€umte Terrasse (68 %) sowie das Entfernen verblĂŒhter BlĂŒten und Pflanzen (67 %) und das Aufsammeln von Laub (63 %) die wichtigsten Aspekte fĂŒr einen ordentlichen Garten. Seltener genannt werden akkurat geschnittene Hecken (34 %) oder akkurate Rasenkanten und Beet-Einfassungen (29 %). Befragt danach, in welchen Bereichen ihres Gartens ihnen Ordnung besonders wichtig ist, landeten „auf der Terrasse“ (42 %) und „auf dem Rasen“ (27 %) ganz oben. Überraschenderweise sind dagegen Vorgarten (16 %) und Hecke (11%) nur fĂŒr wenige der Befragten besonders wichtig. Entgegen der landlĂ€ufigen Meinung scheint der Vorgarten damit nicht mehr die Visitenkarte des Hauses zu sein.

Zeit, um Ordnung zu schaffen im Garten

64 Prozent aller Befragten beschĂ€ftigen sich mindestens einmal wöchentlich mit „AufrĂ€umarbeiten“ in ihrem Garten, weitere 30 Prozent ein- bis zweimal pro Monat. Die meisten von ihnen (94 %) nutzen mindestens ein motorbetriebenes GartengerĂ€t, um ihren Garten in Ordnung zu halten. Am hĂ€ufigsten ist dies der RasenmĂ€her (85 %), gefolgt von Heckenschere (64 %) und Freischneider (35 %). Auf der Wunschliste fĂŒr weitere GartengerĂ€te ganz oben steht bei 27 Prozent der Befragten ein MĂ€hroboter. 18 Prozent der Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer wĂŒnschen sich einen Hochdruckreiniger und 15 Prozent einen neuen RasenmĂ€her. Auf den weiteren PlĂ€tzen folgen BlasgerĂ€t und Heckenschere (jeweils 14 %) sowie Freischneider und GartenhĂ€cksler (jeweils 13 %). Bis sie wieder gebraucht werden, bewahren die meisten Befragten (81 %) ihre GartengerĂ€te nach getaner Arbeit an einem geeigneten Platz in der Garage, der Werkstatt oder im Schuppen auf. Nur vier Prozent lassen ihre GerĂ€te draußen im Garten.

Zusammenfassung

Das Stihl Gartenbarometer ist eine reprĂ€sentative Umfrage unter 1.000 Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzern zwischen 20 und 70 Jahren in Deutschland. Demnach wissen viele Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer, dass allzu akkurat gepflegte GĂ€rten der BiodiversitĂ€t schaden, also den Lebensraum fĂŒr Tiere und Pflanzen einschrĂ€nken. 56 Prozent der Befragten wĂŒrden deshalb auf etwas Ordnung im Garten verzichten – gut 22 Prozent tun dies bereits. Insbesondere der Vorgarten scheint – entgegen der landlĂ€ufigen Meinung – nicht mehr die Visitenkarte des Hauses zu sein: Nur 16 Prozent halten hier Ordnung fĂŒr besonders wichtig. Und: Mit zunehmendem Alter nimmt der Wunsch nach Ordnung tendenziell ab.

Wunsch und Wirklichkeit im Garten

Obwohl Ordnung im Garten fĂŒr etwas mehr als die HĂ€lfte der befragten Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer (52 %) wichtig bzw. sehr wichtig ist, sind fast genauso viele von ihnen mit dem Zustand ihres Gartens nicht zufrieden: Knapp die HĂ€lfte (48 %) wĂŒnscht sich mehr Ordnung im eigenen Garten – bei den 30- bis 39jĂ€hrigen sind es sogar 64 Prozent. Danach befragt, was sie daran hindert, ihren Garten in Ordnung zu halten, gaben 59 Prozent aller Befragten „fehlende Zeit“ als zentralen Faktor an. Dies gilt insbesondere fĂŒr die Gruppe der 40- bis 49jĂ€hrigen, von denen ĂŒber zwei Drittel der Befragten (67 %) angaben, zu wenig Zeit zu haben, um Ordnung im Garten zu schaffen. Immerhin elf Prozent aller Befragten haben dazu keine besondere Lust, wobei dieser Anteil mit zunehmendem Alter steigt und von einem knappen Viertel (23 %) der 60- bis 70jĂ€hrigen als Grund genannt wurde, weshalb es in ihrem Garten weniger ordentlich ist.

Befragt danach, wie sie den eigenen Garten in Bezug auf Ordnung auf einer Bewertungsskala von 1 bis 6 von „aufgerĂ€umt und ordentlich“ bis zu „wild und naturbelassen“ einschĂ€tzen, ergibt sich nahezu ein „Unentschieden“: WĂ€hrend die eine HĂ€lfte der Befragten den eigenen Garten (51 %) eher als aufgerĂ€umt und ordentlich einschĂ€tzt, empfindet ihn die andere HĂ€lfte (49 %) eher als wild und naturbelassen. Dabei empfinden nur etwas ĂŒber neun Prozent aller Befragten ihren Garten als vollstĂ€ndig „aufgerĂ€umt und ordentlich“ und nur gut fĂŒnf Prozent ihren Garten als vollstĂ€ndig „wild und naturbelassen“.

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Naturschutz im Garten: Mit dem Alter wÀchst das Bewusstsein

WÀhrend etwa 4 von 10 Gartenbesitzern auf einen ordentlichen Rasen Wert legen, fördern etwa genauso viele der Befragten die biologische Vielfalt. | Foto: KD BUSCH.COM
WÀhrend etwa 4 von 10 Gartenbesitzern auf einen ordentlichen Rasen Wert legen, fördern etwa genauso viele der Befragten die biologische Vielfalt. | Foto: KD BUSCH.COM
Viele Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer wissen aber auch, dass allzu akkurat gepflegte GĂ€rten der BiodiversitĂ€t schaden, das heißt, dass dort Pflanzen, etwa WildkrĂ€uter, und Tiere kein ausreichendes Auskommen finden. Gut 22 Prozent der Befragten verzichten deshalb der Umwelt zuliebe auf etwas Ordnung im Garten und weitere 56 Prozent wĂ€ren dazu bereit. Außerdem ergab die Umfrage, dass durchschnittlich mehr als HĂ€lfte der Befragten (55 %) die biologische Vielfalt in ihren GĂ€rten mit gezielten Maßnahmen fördert oder sich vorstellen kann, das zu tun (31 %). Dabei steigt die Umsetzungsquote mit zunehmendem Alter: WĂ€hrend bei den 20- bis 29jĂ€hrigen nur durchschnittlich 45 Prozent der Befragten bereits einzelne oder mehrere Maßnahmen zur Förderung der BiodiversitĂ€t umsetzen, steigt dieser Wert bei den 30- bis 39jĂ€hrigen auf 48 Prozent und bei den 40- bis 49jĂ€hrigen auf 53 Prozent. Bei den ĂŒber 50jĂ€hrigen liegt er bei 62 Prozent. Nur fĂŒr 14 Prozent aller Befragten kommen Maßnahmen zum Artenschutz in ihren GĂ€rten nicht in Frage. Zu den am hĂ€ufigsten umgesetzten AktivitĂ€ten zugunsten der Artenvielfalt gehören das Einrichten einer WassertrĂ€nke fĂŒr Tiere (70 %) bzw. das Anbringen eines FutterhĂ€uschens (64 %), die Auswahl heimischer Pflanzen (63 %), der spĂ€te RĂŒckschnitt von Stauden im FrĂŒhjahr zur Förderung von Nahrungsangebot und Unterschlupf fĂŒr Vögel und Insekten (59 %) sowie das Anbringen von NistkĂ€sten (50 %).

Rasenpflege: MÀhen oder nicht mÀhen?

Beim Rasen scheiden sich die Geister: WĂ€hrend etwa vier von zehn Gartenbesitzern (41 %) auf einen „ordentlich gemĂ€hten“ bzw. „englischen Rasen“ Wert legen, fördern etwa genauso viele der Befragten die biologische Vielfalt in ihren GĂ€rten mit einer Blumenwiese statt mit einem grĂŒnen Einheitsrasen (42 %). Außerdem beteiligt sich rund ein Viertel aller Befragten (24 %) an der Aktion „No Mow May“, in deren Rahmen Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer auf das RasenmĂ€hen im wachstumsstarken Mai verzichten, um die heimische Artenvielfalt und BiodiversitĂ€t im Garten zu unterstĂŒtzen. Dass hier noch weiteres Potenzial existiert, zeigt die Tatsache, dass fast zwei Drittel der Befragten (63 %) angaben, dass ihnen die Aktion „No Mow May“ bislang unbekannt ist. Insgesamt zeigt das diesjĂ€hrige Stihl Garten-Barometer: Wem Ordnung im Garten wichtig bzw. sehr wichtig ist, der achtet auch verstĂ€rkt auf einen ordentlich gemĂ€hten Rasen (58 %), wĂ€hrend diejenigen Befragten, die weniger Wert auf Ordnung legen, verstĂ€rkt auf einen insekten- und artenfreundlichen Rasen achten (51 %). Entscheidend dafĂŒr, wie man es mit der Ordnung hĂ€lt, ist vor allem das Alter der Gartenbesitzer und ob es sich um den Vor- oder den Familiengarten handelt.

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