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Hitzeschutz im GaLaBau: Maßnahmen & SVLFG-Förderung

Hitzeschutz im GaLaBau

So schützen sich Landschaftsgärtner richtig

13.08.2026, 11:00
KASSEL
Hitzeschutz im GaLaBau: Maßnahmen & SVLFG-Förderung
Schutz durch beschattete Einsatzorte: Immer häufiger müssen Arbeiten im Garten- und Landschaftsbau bei hohen Temperaturen und intensiver Sonneneinstrahlung erledigt werden. | Foto: SVLFG

Die Folgen des Klimawandels sind auch auf Baustellen spürbar – die Hitzetage nehmen in Deutschland zu. Immer öfter sind Landschaftsgärtner bei hohen Temperaturen und starker Sonneneinstrahlung im Einsatz. Hilfreiche Tipps gibt es von der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG).

Gerade im Garten- und Landschaftsbau treffen mehrere Belastungen aufeinander: Körperlich anspruchsvolle Tätigkeiten, direkte Sonneneinstrahlung, reflektierende Oberflächen wie Pflaster und Asphalt sowie das Tragen persönlicher Schutzausrüstung führen dazu, dass der Körper zusätzlich Wärme produziert und gleichzeitig weniger effektiv abkühlen kann. Als Folgen nennt der SVLFG sinkende Leistungsfähigkeit, höhere Unfallgefahren und im schlimmsten Fall ernsthafte Hitzeerkrankungen.

Hitzeschutz beginnt vor Arbeitsbeginn

Ein wirksamer Hitzeschutz startet bereits bei der Arbeitsvorbereitung. Wetterprognosen und Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes sollten regelmäßig in die Einsatzplanung einbezogen werden, so die SVLFG. So ließen sich besonders belastende Aufgaben häufig in die frühen Morgenstunden verlegen. Tätigkeiten mit geringerer körperlicher Belastung können dagegen in die heißesten Tageszeiten gelegt werden.

Ebenso wichtig sind ausreichend Erholungszeiten. Zusätzliche Pausen im Schatten oder in kühlen Bereichen helfen dem Körper, sich zu regenerieren und beugen Überlastungen vor.

Hitze- und UV-Schutz bei der Arbeit: Drei Säulen der Prävention

Technische Maßnahmen wie etwa mobile Wetterschutzzelte oder andere Schattenspender reduzieren die direkte Sonneneinstrahlung laut SVLFG deutlich. Auch klimatisierte Fahrzeugkabinen oder Maschinen bieten zusätzliche Erholungsmöglichkeiten während der Arbeit.

Auch organisatorische Maßnahmen sind hilfreich: Diese umfassen unter anderem die Anpassung der Arbeitszeiten, eine sinnvolle Arbeitsorganisation sowie ausreichend lange Erholungspausen. Neue Beschäftigte oder Saisonkräfte sollten sich über mehrere Tage schrittweise an hohe Temperaturen gewöhnen, damit sich der Körper an die Belastung anpassen kann.

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Ergänzend kommen personenbezogene Maßnahmen zum Schutzkonzept hinzu: UV-Schutzkleidung, Kopfbedeckungen mit breiter Krempe oder Nackenschutz, Sonnenschutzmittel sowie regelmäßiges Trinken. Trinkwasser oder andere alkoholfreie Getränke sollten jederzeit in ausreichender Menge zur Verfügung stehen.

Kühlkleidung sinnvoll einsetzen

Kühlkappe mit Nackenschutz und Kühlweste helfen bei Hitze während der Arbeit. | Foto: SVLFG
Kühlkappe mit Nackenschutz und Kühlweste helfen bei Hitze während der Arbeit. | Foto: SVLFG

Kühlwesten, Kühlshirts oder Kühltücher können die Hitzebelastung zusätzlich reduzieren. Sie ersetzen jedoch keine organisatorischen oder technischen Schutzmaßnahmen, sondern ergänzen diese, unterstreicht die SVLFG. Besonders bei schweren körperlichen Tätigkeiten oder längeren Arbeitseinsätzen können sie dazu beitragen, die thermische Belastung zu verringern und die Leistungsfähigkeit länger aufrechtzuerhalten.

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Warnzeichen bei Hitze ernst nehmen

Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, ungewöhnliche Müdigkeit oder Muskelkrämpfe können der SVLFG zufolge erste Hinweise auf eine Hitzeerkrankung sein. Spätestens bei Verwirrtheit, Bewusstseinsstörungen oder einer auffallend heißen, trockenen Haut bestehe der Verdacht auf einen Hitzschlag – ein medizinischer Notfall. In diesem Fall gelte: Arbeit sofort einstellen, die betroffene Person in den Schatten bringen, kühlen und den Rettungsdienst unter 112 verständigen.

Ebenso wichtig ist eine gelebte Sicherheitskultur im Betrieb: Beschäftigte sollten aufeinander achten und Veränderungen bei Kolleginnen und Kollegen frühzeitig ansprechen. Oft werden erste Warnzeichen von anderen schneller erkannt als von der betroffenen Person selbst.

Service der SVLFG: Hitzeschutz aktiv fördern

Die SVLFG unterstützt ihre Mitgliedsbetriebe dabei, Arbeitsplätze gesund und sicher zu gestalten. Im Rahmen der Präventionsangebote stehen Informationen, Beratungsmöglichkeiten und – je nach aktueller Förderaktion – finanzielle Zuschüsse für ausgewählte Maßnahmen des Hitze- und UV-Schutzes zur Verfügung. Förderfähig sind laut SVLFG beispielsweise:

  • Mobile Wetterschutzzelte und Schattenspender
  • Kühlkleidung und Kühlwesten
  • Kopfbedeckungen mit Nackenschutz oder Hüte mit breiter Krempe

Zudem unterstützt die SVLFG Betriebe mit praxisnahen Informationen zu Hitzeschutzplänen, Gefährdungsbeurteilungen, Unterweisungshilfen sowie Medien rund um den Hitze- und UV-Schutz. Die Angebote helfen Unternehmen dabei, Beschäftigte wirksam vor den gesundheitlichen Folgen hoher Temperaturen zu schützen und gleichzeitig die Arbeitssicherheit zu erhöhen.

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Quelle: SVLFG

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