Stadtwerke SH
Praxistest: Wie meistert der KI-Mähroboter Kress Voyager 20.000 m² Grünfläche?

Ein Meilenstein für die kommunale Grünflächenpflege in Norddeutschland: Im Rendsburger Aquacity Freibad nahmen die Stadtwerke SH den ersten Kress Voyager der Region in Betrieb. Eine zukunftsweisende Investition, die nicht nur dem Fachkräftemangel begegnet, sondern auch technologisch aufhorchen lässt.
Strahlender Sonnenschein über dem Rendsburger Aquacity Freibad – das perfekte Wetter, um ein neues Kapitel der Grünflächenpflege aufzuschlagen. Vor uns erstreckt sich eine riesige Rasenfläche. Satte 20.000 Quadratmeter Grün wollen hier gepflegt werden – eine Herkulesaufgabe für die Mitarbeiter der Stadtwerke SH, zumal der Fachkräftemangel auch vor kommunalen Bauhöfen keinen Halt macht. Die Lösung für dieses Problem steht vor uns: Der Kress Voyager. Es ist der erste autonome Aufsitz-Rasenmäher dieses Typs, der in Norddeutschland ausgeliefert wird.
Übergeben wurde das neue Hightech-Gerät von Arne Müller und Birger Hammerich vom Händler Heiner Engel Land-, Garten- und Kommunaltechnik aus Windeby-Friedensthal, die den Stadtwerken SH bei der Inbetriebnahme beratend zur Seite standen.
Ein Roboter als Antwort auf den Fachkräftemangel
„Die Automatisierung zeitintensiver Routinearbeiten ermöglicht es uns, unsere personellen Ressourcen gezielter einzusetzen“, erklärt Kai Werner, Bereichsleiter Fuhrpark und Infrastruktur bei den Stadtwerken SH, während der Übergabe. „Unsere Mitarbeitenden gewinnen dadurch wertvolle Zeit für anspruchsvolle Aufgaben in der Grünpflege, Wartung und Instandhaltung.“ Bei insgesamt rund 100.000 Quadratmetern eigener Grünflächen im Unternehmensverbund (Rendsburg, Eckernförde, Schleswig) ist der Einsatz der KI-gestützten Technologie ein enormer Hebel zur Effizienzsteigerung.
Intelligente Kartierung statt Begrenzungskabel
Was den Kress Voyager besonders für Kommunen und GaLaBauer interessant macht, ist seine unkomplizierte Inbetriebnahme. Vorbei sind die Zeiten, in denen kilometerlange Begrenzungskabel aufwendig im Boden verlegt werden mussten. Der Voyager erschließt sich die Fläche nahezu von selbst. Der Anwender fährt lediglich einmal die Außengrenzen des Areals ab – den Rest erledigt die Maschine.
Ausgerüstet mit modernster Kamera- und Sensortechnologie erstellt das System eine exakte digitale Karte des Geländes. Hindernisse erkennt und kartografiert der Mäher eigenständig. Auch in puncto Sicherheit geht Kress keine Kompromisse ein: Das Gerät registriert sofort, wenn sich Menschen oder Tiere im Nahbereich befinden. Stolpert beispielsweise unvorhergesehen jemand direkt vor den Mäher, stoppt dieser selbst aus kürzester Distanz augenblicklich ab. Ein unverzichtbares Feature, gerade auf öffentlich zugänglichen Flächen wie einem Freibad.
Sicherheit an erster Stelle: Unverzichtbar für öffentliche Flächen
Ein weiteres Highlight verbirgt sich unter der Haube, denn der Voyager ist kein Inselsystem, sondern voll in die Kress Commercial Systemumgebung integriert. Die Akkutechnologie liefert volle 240 V und sorgt für eine Laufzeit von bis zu acht Stunden am Stück. Der Clou: Der Voyager lässt sich quasi als fahrbare Powerbank nutzen. Andere handgeführte Kress-Geräte können direkt über den Akku des Mähers betrieben oder geladen werden – ein enormer Vorteil für Bauhof-Teams, die Freischneider oder Heckenscheren für die Feinarbeit an Bord haben.
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Mit einer Mähgeschwindigkeit von bis zu 9 km/h schafft der Voyager ordentlich Fläche. Und sollte ein Auftrag doch einmal pausiert werden müssen, ist auch das kein Problem. Die Arbeit kann jederzeit unterbrochen werden; das System merkt sich die genaue Position und macht später automatisch exakt dort weiter, wo es aufgehört hat. Alle verschiedenen Flächenprofile lassen sich dabei bequem und übersichtlich in der dazugehörigen App abspeichern.
Mehr als nur ein Mäher: Die fahrbare Powerbank für Profis
Der Einsatz im Rendsburger Freibad ist für die Stadtwerke SH nur der Anfang. Sukzessive soll das System auch auf den Rasenflächen der Betriebshöfe, Wasserwerke und Kläranlagen zum Einsatz kommen. Der Kress Voyager beweist eindrucksvoll, wie sich moderne Sensortechnik, intelligente Software und smarte Akkutechnologie zu einem Werkzeug verbinden, das GaLaBau-Betrieben und Kommunen echte wirtschaftliche Vorteile bringt.
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