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Jan Rumpel zur Bankettpflege: "Der öffentliche Bauherr tut sich immer schwerer"

Die Bankettpflege ist ein entscheidendes Werzeug der Straßenunterhaltung. Jan Rumpel, Geschäftsführer der Rumpel GmbH, schlägt Alarm. Im Interview spricht er über die fatalen Folgen des Kostendrucks, bürokratische Hürden und warum die Wiederverwendung von Material nicht nur nachhaltig, sondern auch wirtschaftlich clever ist.

Bankettpflege: Experte warnt vor Schäden durch Sparmaßnahmen
Es wird immer weniger Geld in eine nachhaltige Bankettpflege investiert. | Foto: Rumpel

Herr Rumpel, Bankettpflege ist ein oft unterschätzter Bereich der Straßenunterhaltung – wo sehen Sie aktuell die größten praktischen Herausforderungen im Tagesgeschäft?


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Jan Rumpel: Wir sind sehr leistungsstark. Die Bankettarbeiten sind unser Kerngeschäft. Wir haben über 40 Jahre Erfahrung in diesem Gewerk. Das Tagesgeschäft hat sich kaum verändert. Viel mehr ändern sich eher die Umstände, die mit der Praxis nichts zu tun haben. Die straßenbaupolitischen Abhängigkeiten werden immer schwieriger. Der öffentliche Bauherr tut sich mit der Umsetzung von Ausschreibungen und aller Bauumstände immer schwerer. Das muss sich grundlegend ändern.

Kostendruck bei Kommunen: Weniger Geld für die Bankettpflege

Viele Kommunen stehen unter Kostendruck. Wie wirkt sich das konkret auf die Qualität und Häufigkeit der Bankettpflege aus?

Rumpel: Die Häufigkeit nimmt im Allgemeinen ab. Es wird immer weniger Geld in eine nachhaltige Bankettpflege investiert. Es gibt immer weniger Ausschreibungen in diesem Bereich. Wenn eine Kommune aber Geld in die Bankettpflege investiert, wird tatsächlich auf die Qualität wert gelegt. Beziehungsweise wir forcieren eine solche Vorgehensweise auch beratend bei Kommunen.

Unfallgefahr durch Schlaglöcher und Frostschäden

Welche typischen Schäden oder Sicherheitsrisiken entstehen, wenn Bankette nicht fachgerecht oder zu spät gepflegt werden?

Rumpel: Da oft das vorhandene Bankett zu hoch ist, kann das Oberflächenwasser nicht gezielt über das Bankett abgeleitet werden. Es entstehen dadurch klassische Frostschäden am Straßenkörper selber. Darüber hinaus entstehen Schlaglöcher im ungebundenen Bereich der Bankette. Entsprechend entstehen durch die Löcher eine Unfallgefahr ähnlich negativ zu werten wie Schlaglöcher in befestigten Straßenbereichen.

Neue Technik für gebundene Bauweisen

Die straßenbaupolitischen Abhängigkeiten werden immer schwieriger. | Foto: Rumpel
Die straßenbaupolitischen Abhängigkeiten werden immer schwieriger. | Foto: Rumpel

Inwiefern haben sich die Anforderungen an Maschinen und Technik in der Bankettpflege in den vergangenen Jahren verändert?

Rumpel: Die Anforderungen in der Sanierung von unbefestigten Bankett haben sich wenig verändert. Beim Bankettabtrag nimmt der Aufwand der Bankettbodenentsorgung allerdings etwas zu. Und beim Banketteinbau wird oft ein höher wertiges Natursteinmaterial mit einer etwas feineren Körnung eingesetzt. Neu hinzu gekommen sind die Sanierungen mit gebundenen Bauweisen. Dort Werden ähnliche Techniken eingesetzt wie bei Bodenverfestigungen, aber mit der Besonderheit, diese Bauweise im schmalen, seitlichen Bankett herzustellen. Das erfordert eine völlig neue Maschinentechnik. Aber auch an die Bindemittel werden besondere Herausforderungen gestellt.

Gedeiht die grüne Branche?

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Fachkräftemangel im Baugewerbe: Familienunternehmen im Vorteil?

Der Fachkräftemangel betrifft viele Bau- und Infrastruktursparten. Spüren Sie diesen auch in Ihrem Bereich – und wenn ja, wie gehen Sie damit um?

Rumpel: Wir spüren auch diese Entwicklung bei der Mitarbeitergewinnung. Allerdings war der Straßenbau, entgegen den politischen Versprechungen, im Jahr 2025 leider etwas rückläufig. Somit war der Personalbedarf bei uns nicht so hoch. Des Weiteren spüren wir durch unsere mediale, beziehungsweise durch unsere Präsenz bei den Social-Media-Kanälen, dass wir als Familienunternehmen positiv wahrgenommen werden. Wir haben seit Jahren einen positiven Zulauf auf Stellenausschreibungen.

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Fehlende Regelwerke: Ein Risiko für die Kommunen

Welche Rolle spielen Regelwerke und Normen bei der Bankettpflege – und sehen Sie hier Anpassungsbedarf aus der Praxis heraus?

Rumpel: Durch den Sanierungsumstand liegt das Risiko, dann doch auch zum größten Teil beim Auftraggeber, bzw. den Kommunen, da der Bestand viel Einfluss auf die spätere Qualität hat. Das Thema ist entsprechend auch wenig in Regelwerken beschrieben. Das sollte man ggf. Deutschlandweit zumindest als Leitfaden perspektivisch ändern.

Nachhaltigkeit im Straßenbau: Material-Recycling als Chance

Themen wie Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung gewinnen an Bedeutung. Gibt es in der Bankettpflege konkrete Ansätze oder Entwicklungen in diese Richtung?

Rumpel: Die gibt es schon immer. Man kann beispielsweise das vorhanden Material wiederverwenden. Eventuell kommt ein Liefermaterial als Ergänzung dazu. Aber man spart sich unter bestimmten Voraussetzungen die teure Entsorgung des Bankettmaterials. Dafür haben wir bei Rumpel schon lange selber Verfahren mit entsprechenden Maschinen entwickelt. Die wir erfolgreich seit Jahren deutschlandweit einsetzen.

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Wunsch an die Politik: Mehr Geld und schnellere Planung

Wenn Sie einen Wunsch an Auftraggeber und Politik frei hätten: Was müsste sich ändern, damit Bankettpflege langfristig effizienter und sicherer umgesetzt werden kann?

Rumpel: Das kann ich zu den allgemeinen Straßenbau Umständen korrelierend beantworten. Es muss ausreichend Finanzmittel, mit kürzeren Planungszeiten zur Verfügung gestellt werden.

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