Pflasterbau
„Klimalieblinge" sollen den CO2-Fußabdruck verkleinern

Pflasterstein-Hersteller Kann aus dem rheinland-pfälzischen Bendorf treibt seine Nachhaltigkeitsstrategie voran. „Klimalieblinge“ sollen jetzt dazu beitragen, den Kohlendioxid-Fußabdruck zu verkleinern.

Villa Morcote setzt auf WPC-Dielen von NaturinForm
Der Patio der historischen Villa am Luganer See wurde mit Dielen aus WPC „Die Naturlinie“ in Eichenbraun neugestaltet.
So bleibe der darin enthaltene Kohlenstoff dauerhaft gebunden, teilt das Unternehmen mit. Der Rohstoff ersetze einen Teil der herkömmlichen Betonbestandteile. Er bleibe auch im fertigen Beton über Jahrzehnte und selbst nach dem Recycling eingeschlossen. Auf diese Weise unterbreche „ProKlima Zero“ den natürlichen Kohlenstoffkreislauf und verhindere CO₂-Emissionen in gleicher Höhe, wie sie bei der Produktion entstünden.
Verzicht auf Zement
Gute Voraussetzungen für eine positive Klimabilanz soll zudem Pflasterstein „ProKlima“ schaffen, bei dem die CO2-Emissionen laut Kann um 65 Prozent gegenüber herkömmlichen Pflastersteinen gesenkt werden. Bei der Herstellung verzichtet das Unternehmen im Kernbeton, der etwa 90 Prozent des Pflastersteins ausmacht, auf den Einsatz von Zement. Stattdessen kommt eine Betonmischung mit Geopolymeren zum Einsatz.
Weitere Möglichkeiten zur CO2-Einsparung bietet der „Vios RX40“. Zu seiner Herstellung nutzt Kann eigenen Angaben zufolge mindestens 40 Prozent recycelten Beton. Das dafür benötigte Basismaterial werde regional und ortsnah bei Bau- und Sanierungsarbeiten recycelt und aufbereitet.
Um nahezu alle Oberflächendesigns der Produktpalette fertigen zu können, wird für die ein Zentimeter dicke Vorsatzschicht der drei nachhaltigen Gestaltungspflaster noch Beton herkömmlicher Herstellung verwendet. Optik und technische Eigenschaften der drei Produkte bleiben damit unverändert.
Gestaltungsmauer „Muro Renature“
Ergänzt werden die Klimalieblinge durch die Gestaltungsmauer „Muro Renature“. Ihr Anteil an recyceltem Beton liegt bei mindestens 30 Prozent. Das Recyclingmaterial verleihe der Mauer ein individuelles Erscheinungsbild, so Kann, denn in der Bruchsteinoptik treten die Körnungen des Recyclingbetons besonders gut hervor.
Newsletter holen. Gewinn abstauben.
Hier finden Sie Hinweise zum Datenschutz.


Hinzu kommt der „Vios Stadtklimastein“. Er kann bis zu zehn Liter Wasser pro Quadratmeter (Steindicke: acht Zentimeter) aufnehmen und damit ein Element in Schwammstadt-Konzepten sein. Gerade bei Starkregenereignissen und eintretender Sättigung des Untergrundes werde das Wasser gespeichert und später teils verzögert wieder an den Untergrund abgegeben beziehungsweise verdunstet, teilt Kann mit. Damit trage der „Vios Stadtklimastein“ sowohl zur Entlastung der Kanalisation als auch zur Verbesserung des Mikroklimas bei.
Lesen Sie auch:
Quelle: Kann
Neueste Beiträge:
Meistgelesene Artikel
Jetzt Ausschreibungen finden
Wählen Sie eine Leistungsart, die Sie interessiert.


Bau


Dienstleistung


Lieferung
Verwandte Bau-Themen:
Top Bau-Themen:
Jetzt zum Newsletter anmelden:
Werden Sie Experte im Garten- und Landschaftsbau. Plus: Kommunaltechnik.
Hier finden Sie Hinweise zum Datenschutz







