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Nachhaltige Pflastersteine: Kann präsentiert „Klimalieblinge“

Pflasterbau

„Klimalieblinge" sollen den CO2-Fußabdruck verkleinern

15.06.2026, 15:26, aktualisiert 15.06.2026, 15:58
BENDORF
Nachhaltige Pflastersteine: Kann präsentiert „Klimalieblinge“
Mit den „Klimalieblingen" von Kann bleiben die Belange der Umwelt stets im Fokus. | Foto: Kann

Pflasterstein-Hersteller Kann aus dem rheinland-pfälzischen Bendorf treibt seine Nachhaltigkeitsstrategie voran. „Klimalieblinge“ sollen jetzt dazu beitragen, den Kohlendioxid-Fußabdruck zu verkleinern.


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Als „Herzstück der Familie der Klimalieblinge“ bezeichnet Kann den neuen Pflasterstein „ProKlima Zero“. Er reduziere „100 Prozent CO2 gegenüber einem herkömmlich hergestellten Betonpflaster“, teilt das Unternehmen mit. Dies gelinge durch den Einsatz eines CO2-speichernden Rohstoffs. Die Kohlendioxid-Kompensation finde nicht extern statt, sondern im Stein selbst. Basis für diese Technologie sei der natürliche Kohlenstoffkreislauf. Wie Kann erläutert, lasse sich Biomasse aus land- und forstwirtschaftlichen Rohstoffen inklusive des temporär darin gespeicherten Kohlendioxids zu einem CO2-speichernden Rohstoff verarbeiten. Bevor diese auf natürliche Weise verrotten, werden sie für die Weiterverarbeitung in der Betonstein-Fertigung aufbereitet.

So bleibe der darin enthaltene Kohlenstoff dauerhaft gebunden, teilt das Unternehmen mit. Der Rohstoff ersetze einen Teil der herkömmlichen Betonbestandteile. Er bleibe auch im fertigen Beton über Jahrzehnte und selbst nach dem Recycling eingeschlossen. Auf diese Weise unterbreche „ProKlima Zero“ den natürlichen Kohlenstoffkreislauf und verhindere CO₂-Emissionen in gleicher Höhe, wie sie bei der Produktion entstünden.

Verzicht auf Zement

Gute Voraussetzungen für eine positive Klimabilanz soll zudem Pflasterstein „ProKlima“ schaffen, bei dem die CO2-Emissionen laut Kann um 65 Prozent gegenüber herkömmlichen Pflastersteinen gesenkt werden. Bei der Herstellung verzichtet das Unternehmen im Kernbeton, der etwa 90 Prozent des Pflastersteins ausmacht, auf den Einsatz von Zement. Stattdessen kommt eine Betonmischung mit Geopolymeren zum Einsatz.

Weitere Möglichkeiten zur CO2-Einsparung bietet der „Vios RX40“. Zu seiner Herstellung nutzt Kann eigenen Angaben zufolge mindestens 40 Prozent recycelten Beton. Das dafür benötigte Basismaterial werde regional und ortsnah bei Bau- und Sanierungsarbeiten recycelt und aufbereitet.

Um nahezu alle Oberflächendesigns der Produktpalette fertigen zu können, wird für die ein Zentimeter dicke Vorsatzschicht der drei nachhaltigen Gestaltungspflaster noch Beton herkömmlicher Herstellung verwendet. Optik und technische Eigenschaften der drei Produkte bleiben damit unverändert.

Gestaltungsmauer „Muro Renature“

Ergänzt werden die Klimalieblinge durch die Gestaltungsmauer „Muro Renature“. Ihr Anteil an recyceltem Beton liegt bei mindestens 30 Prozent. Das Recyclingmaterial verleihe der Mauer ein individuelles Erscheinungsbild, so Kann, denn in der Bruchsteinoptik treten die Körnungen des Recyclingbetons besonders gut hervor.

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Hinzu kommt der „Vios Stadtklimastein“. Er kann bis zu zehn Liter Wasser pro Quadratmeter (Steindicke: acht Zentimeter) aufnehmen und damit ein Element in Schwammstadt-Konzepten sein. Gerade bei Starkregenereignissen und eintretender Sättigung des Untergrundes werde das Wasser gespeichert und später teils verzögert wieder an den Untergrund abgegeben beziehungsweise verdunstet, teilt Kann mit. Damit trage der „Vios Stadtklimastein“ sowohl zur Entlastung der Kanalisation als auch zur Verbesserung des Mikroklimas bei.

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Quelle: Kann


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