Kettensägen
Beispielrechnung für Profis: Stihl vergleicht Akku- und Benzingeräte

Mit der MSA 260 C-O bringt Stihl eine neue Akku-Motorsäge auf den Markt. Das Gerät eignet sich zur Durchforstung und Pflege von Schwachholz. Doch lohnt sich ein Umstieg von Benzin auf Strom überhaupt? Immerhin ist der Anschaffungspreis für ein Akku-Modell teurer. Der Hersteller liefert einen Kostenvergleich.

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Akku oder Benzin? Ein beispielhafter Kostenvergleich von Stihl
Wie tief muss ein Profi beim Kauf der Akku-Motorsäge MSA 260 C-O in den Geldbeutel greifen? Er benötigt, so die Annahme, für ihren unterbrechungslosen Betrieb vier Akku-Packs (AP 200.0 P) für insgesamt 1.196 Euro sowie ein Schnellladegerät (AL 1802 MO) für 699 Euro. Unterm Strich ergeben sich für die Akku-Variante Anschaffungskosten von 2.744 Euro. Stihls vergleichbare Benzinsäge MS 201 C-M kostet hingegen lediglich 1.069 Euro.
So viel Strom oder Kraftstoff brauchen die Motorsägen

Stihls Beispielrechnung basiert auf einer Maschinenlaufzeit von drei Stunden je Arbeitstag und 240 Arbeitstagen im Jahr. Die Laufzeit des Akku-Geräts beträgt mit vollem AP 200.0 P (222 Wh) bei typischer Anwendung üblicherweise rund 25 Minuten. Für einen knapp dreistündigen Betrieb (175 Minuten) sind somit sieben Akkuladungen à 222 Wh erforderlich.
Beim Benzinmodell liegt die Laufzeit mit einer Tankfüllung (0,3 Liter) bei einer vergleichbaren Anwendung bei etwa 17 Minuten. Um die gleiche Laufzeit wie die Akku-Motorsäge zu erreichen, sind somit gut zehn Tankfüllungen beziehungsweise 3,1 Liter Kraftstoff erforderlich.
Wer bei den Gesamtkosten die Nase vorn hat: Akku oder Benzin?
Bei einem Preis von etwa 6,90 Euro für einen Liter des vorgemischten 2-Takt-Sonderkraftstoffs „MotoMix“ (Preis auf Basis eines 5-Liter-Gebindes, Stand: April 2026) und einem Strompreis von 0,35 Euro pro kWh entstehen somit Kosten pro Tag fürs „Tanken“ in Höhe von 21,39 Euro für Kraftstoff, bei Strom sind es dagegen lediglich 54 Cent.
Hochrechnet auf ein Jahr liegen die Kraftstoffkosten damit bei 5.133,60 Euro, während die Stromkosten gerade einmal 130 Euro betragen. So ergibt sich laut Stihl bereits nach einem Jahr ein Gesamtkostenvorteil für die Akku-Variante bezogen auf Anschaffung und Betrieb von 3.328,60 Euro gegenüber der Benzin-Variante.
Darum können Kosten variieren

Wie Stihl mit Blick auf die Beispielrechnung einräumt, können die tatsächlichen Kosten variieren – etwa durch unterschiedliche Strompreise, günstigere Kraftstoff-Alternativen oder abweichende Laufzeiten aufgrund entsprechender Einsatzbedingungen. Grundsätzlich zeige die Berechnung allerdings, dass ein Gesamtkostenvorteil der Akku-Variante bereits nach kurzer Zeit erreicht werden könne.
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Werden zudem die bei Verbrenner-Motoren üblichen Kosten für Wartungen sowie Verschleiß- und Verbrauchsmaterialen wie beispielsweise Zündkerzen berücksichtigt, falle der Kostenvorteil von Akku-Geräten noch deutlicher aus, so der Hersteller.
Außerdem lassen sich die vorhandenen Akku-Packs auch für andere Geräte aus dem bisherigen AP- sowie dem neuen Allpro-System von Stihl nutzen, wodurch sich bei der Umstellung von Benzin auf Akku weitere Kosteneinsparungen ergeben.
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Quelle: Stihl
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