Bäume sicher fällen: Kursus für Ausbilder von Ausbildern
Wer mit der Kettensäge arbeitet, braucht vorher eine gute Schulung. Die AST Akademie im schwäbischen Blaustein-Dietingen bietet Kurse für Trainer von Ausbildern an. Sie müssen nicht nur technische Feinheiten kennen – sondern auch wissen, wie sich alles über Sicherheitsfälltechnik planvoll und strukturiert vermitteln lässt.

Mit einem beherzten „Achtung!“ sorgt André Schneider für Sicherheit. Kurz zuvor hatte der Mitarbeiter des Landesbetriebes Mobilität Rheinland-Pfalz (LBM) einen kranken Kirschbaum, der aus Sicherheitsgründen gefällt werden musste, zum kontrollierten Sturz vorbereitet. Bei einem fünftägigen Kursus zum Trainer für Motorkettensägen-Ausbilder lehrte er gemeinsam mit zwei Kollegen, wie sich das Wissen der Sicherheitsfälltechnik planvoll und strukturiert in eigenen Schulungen vor Ort weitergeben lässt.
„Als Trainer muss man ein System beherrschen, mit dem man einfach, verständlich und für jeden umsetzbar erklären kann, wie man einen Baum sicher zu Boden bringt“, sagt Trainer Rupert Martin. Für ihn ist es wichtig, dass die Sicherheitsfälltechnik nicht nur angewandt, sondern eben auch gelehrt werden kann.
Schulungsinhalte für Trainer von Kettensägen-Ausbildern

Für André Schneider, der beim LBM junge Straßenwärter im Umgang mit Motorsägen ausbildet, hat der Schutz aller Mitarbeitenden oberste Priorität. „Nur wenn man vom Anzeichnen und Ausrichten über das Beschneiden bis zu einer möglichen Nachkorrektur der Fällrichtung Ruhe bewahrt und locker bleibt, ist man auf der sicheren Seite“, so der staatlich geprüfte Landwirtschaftstechniker.
Rupert Martin, Fachkraft für Arbeitssicherheit und Forstwirtschaftsingenieur, leitet die Schulung auf Grundlage der DGUV-Information 214-059 „Ausbildung für Arbeiten mit der Motorsäge und die Durchführung von Baumarbeiten“, die neben dem Basiswissen unter anderem auch Anforderungen von Unfallverhütungsvorschriften sowie das Thema „Arbeitseinsätze unter Praxisbedingungen“ beinhaltet. Weitere Schulungsinhalte waren unter anderem Schnitttechniken, die sicherheitstechnischen Beurteilungen der auszuführenden Arbeiten, die Festlegung der Gefahrenbereiche sowie der konsequente Einsatz der entsprechenden persönlichen Schutzausrüstungen mit Helm und Gehörschutz.
Baum kontrolliert in Position halten

Nach seinem Warnruf durchtrennt André Schneider das Halteband, ein ungeschnittener Holzstreifen, der bis zuletzt stehenbleibt, um den Baum kontrolliert in Position zu halten. Denn den Zeitpunkt des Fällens muss er bestimmen – und nicht der Baum. Nach Absetzen der Motorsäge geht er zu seinen Kollegen in die Rückweiche, den Ort hinter dem Baum, den sie zuvor von herumliegenden Ästen sowie anderen möglichen Stolperfallen bereinigt hatten. Es ist der sicherste Platz, um zu beobachten, wie der Baum kippt – ganz gemächlich, gefahrlos und in die gewünschte Richtung.
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Quelle: AST
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