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Wirtschaft und Politik/

Baukosten Geschosswohnungsbau 2026: Massivbau vs. Holzbau

Baukosten Geschosswohnungsbau 2026: Massivbau vs. Holzbau
„Wer bezahlbaren Wohnungsbau fördern will, sollte sich an realen Baukosten orientieren – nicht an politischen Leitbildern für einzelne Bauweisen“, meint Dr. Hannes Zapf, Vorstandsvorsitzender der DGfM. | Foto: DGfM

Aktuelle Destatis-Zahlen für 2025 zeigen: Mineralische Bauweisen im Geschosswohnungsbau sind erheblich kostengünstiger als Holz-Fertigteilbauten. Mit einem Kostenvorteil von knapp 25 Prozent bieten Mauerwerksbauten eine wirtschaftliche Lösung für den angespannten Wohnungsmarkt. Die DGfM fordert daher eine technologieoffene Bauförderung.


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Für Bauunternehmen, Projektentwickler und ausschreibende Stellen liefert die aktuelle Auswertung der Baufertigstellungen ein zentrales strategisches Signal: Entgegen der häufigen Branchenannahme, der Holz-Fertigteilbau sei aufgrund des hohen Vorfertigungsgrades zwingend wirtschaftlicher, belegen die realen Zahlen einen klaren Kostenvorteil der massiven Bauweisen im mehrgeschossigen Wohnungsbau.

Strategischer Vorteil durch verlässliche Budgetierung: Holzbau vs. Massivbau

Projektverantwortliche können mit klassischen Wandbildnern aus Kalksandstein, Porenbeton und Leichtbeton deutlich rentabler planen. Diese Datengrundlage ist entscheidend, um in Zeiten gedeckelter Budgets dringend benötigten, skalierbaren Wohnraum wirtschaftlich zu realisieren.

Wohnungsbau Kosten: Die Zahlen im Detail

Grundlage dieser Erkenntnisse sind die Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zu den Baufertigstellungen für Wohngebäude mit drei oder mehr Wohnungen im Jahr 2025. Die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau (DGfM) hat diese Daten im Hinblick auf die veranschlagten Kosten je Kubikmeter umbauten Raums analysiert.

Für DGfM-Geschäftsführer Christian Bruch zeigen die aktuellen Destatis-Zahlen, dass die Diskussion um bezahlbaren Wohnungsbau stärker an realen Baukosten ausgerichtet werden sollte. | Foto: DGfM | Christoph Große
Für DGfM-Geschäftsführer Christian Bruch zeigen die aktuellen Destatis-Zahlen, dass die Diskussion um bezahlbaren Wohnungsbau stärker an realen Baukosten ausgerichtet werden sollte. | Foto: DGfM | Christoph Große

Dabei lagen die veranschlagten Baukosten für mineralische Bauweisen durchschnittlich bei 392 Euro je Kubikmeter. Ziegel (426 Euro) und Stahlbeton (428 Euro) ordnen sich im Mittelfeld ein. Spürbar kostenintensiver fielen Holzbauweisen mit 481 Euro sowie Holz-Fertigteilbauten mit 489 Euro pro Kubikmeter aus.

Die aktuellen Destatis-Fertigstellungszahlen 2025 zeigen deutliche Kostenunterschiede zwischen den Bauweisen im Geschosswohnungsbau. Mineralische Bauweisen aus Kalksandstein, Porenbeton und Leichtbeton erreichen mit einem Indexwert von 94,6 die niedrigsten veranschlagten Kosten, während Holz-Fertigteilbauten bei 118,0 liegen. Grundlage sind Wohngebäude mit drei oder mehr Wohnungen. | Foto: Destatis / DGfM
Die aktuellen Destatis-Fertigstellungszahlen 2025 zeigen deutliche Kostenunterschiede zwischen den Bauweisen im Geschosswohnungsbau. Mineralische Bauweisen aus Kalksandstein, Porenbeton und Leichtbeton erreichen mit einem Indexwert von 94,6 die niedrigsten veranschlagten Kosten, während Holz-Fertigteilbauten bei 118,0 liegen. Grundlage sind Wohngebäude mit drei oder mehr Wohnungen. | Foto: Destatis / DGfM

Umgerechnet in Indexwerte (bei einem Durchschnitt aller Bauweisen von 100) erreichen mineralische Bauweisen einen Wert von 94,6. Holz-Fertigteilbauten rangieren bei 118,0. Daraus ergibt sich, dass die Kosten im Holz-Fertigteilbau rund 24,7 Prozent über denen der klassischen, mineralischen Bauweise liegen.

Forderung nach technologieoffener Bauförderung

Vor dem Hintergrund der deutlichen Kostendifferenz und der Herausforderungen am Wohnungsmarkt plädiert die DGfM für eine Neuausrichtung der politischen Rahmenbedingungen. Eine staatliche Förderung müsse zwingend technologieoffen gestaltet sein und sich an den realen Baukosten sowie der tatsächlichen Umsetzbarkeit orientieren. Die Annahme pauschaler Einsparpotenziale bei bestimmten Bauweisen lasse sich statistisch nicht stützen.

Zusätzlich verweist der Verband auf bauphysikalische Aspekte mineralischer Baustoffe: Durch die dauerhafte CO₂-Speicherung infolge der sogenannten Recarbonatisierung lässt sich auch mit Massivbaustoffen ein messbarer Beitrag zum nachhaltigen Bauen leisten.

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