Baumaschinenmarkt in Europa wächst wieder
Der europäische Baumaschinenmarkt ist 2025 um 4,6 Prozent gewachsen. Laut CECE ist die Talsohle erreicht. Für 2026 wird ein moderates Plus erwartet.

Der europäische Baumaschinenmarkt hat 2025 seinen Abschwung beendet und ein Umsatzwachstum von 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr erzielt. Damit sei die Talsohle erreicht – von einer dynamischen Erholung kann aber noch keine Rede sein. Das gesamtwirtschaftliche Umfeld blieb verhalten, heißt es vom europäischen Verband der Baumaschinenhersteller (Committee for European Construction Equipment - CECE): Das Bruttoinlandsprodukt in Europa wuchs 2025 nur um rund 0,9 Prozent. Investitionen entwickelten sich zurückhaltend, die Zinsen stabilisierten sich, lagen aber weiterhin deutlich über dem Vorkrisenniveau. Vor allem der Wohnungsbau blieb schwach.
Stützend wirkte erneut der Tiefbau. Infrastrukturinvestitionen legten um rund 3 Prozent zu und glichen den Rückgang im Hochbau weitgehend aus. Öffentliche Programme erwiesen sich damit als Stabilitätsanker für Bauwirtschaft und Baumaschinenhersteller.
2026 moderates Wachstum im Baumaschinenmarkt erwartet
Für 2026 rechnet der Verband mit einem weiteren Wachstum im einstelligen Bereich, konkret zwischen 2 und 2,5 Prozent. Als Treiber werden die allmähliche Erholung der privaten Investitionen, eine Stabilisierung im Wohnungsbau sowie zusätzliche Investitionen in Infrastruktur und Energiewende gesehen. Die Erholung sei jedoch stark von gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der öffentlichen Investitionspolitik abhängig, nicht von einer abrupt steigenden Nachfrage, hieß es weiter. In Deutschland erwartet die Baumaschinenindustrie laut VDMA ein stärkeres Wachstum, nämlich um 5 Prozent.
Wettbewerbsdruck und Regulierung bleiben Risiken
Trotz der positiven Tendenz sieht der Verband die Industrie weiter unter Druck. „Auch wenn der wirtschaftliche Abschwung hinter uns liegt, sind die Herausforderungen für europäische Hersteller noch lange nicht überwunden“, erklärte CECE-Generalsekretär Riccardo Viaggi. Handelsbarrieren nähmen zu, der Wettbewerb aus China werde intensiver und Überregulierung belaste die Branche. Zudem stünden Exporte in wichtige Märkte wie die Vereinigten Staaten unter Druck. Europa müsse daher den eigenen Markt stärken und faire Wettbewerbsbedingungen sichern, so Viaggi.
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