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Tief- und Straßenbau/

Leitungsortung im Tiefbau: Neues Fluke SmartTrace System

Leitungsortung im Tiefbau: Neues Fluke SmartTrace System
Neben der reinen Positionsbestimmung lokalisiert das System auch kritische Probleme wie Erdschlüsse, Mantelfehler und Beschichtungsmängel direkt im Boden. | Foto: Fluke

Die Fluke Corporation erweitert mit der SmartTrace 2082-Serie die Möglichkeiten der Leitungsortung im Tiefbau. Das neue Kabelortungsgerät erfasst unterirdische Infrastruktur bis in sechs Meter Tiefe und dokumentiert diese per App. Dies minimiert das Risiko von Leitungsschäden bei Erdarbeiten und vereinfacht die Fehlerdiagnose.

Bei Tiefbau- und Erdarbeiten stellt unzureichend dokumentierte Infrastruktur ein erhebliches Sicherheits- und Kostenrisiko dar. Mit der SmartTrace 2082-Serie bietet Fluke ein neues System zur Leitungsortung an, das die physische Ortung von Rohren und Stromkabeln direkt mit der digitalen Kartierung verknüpft. Der wesentliche fachliche Nutzen liegt in der Kombination aus hoher elektrischer Anwendersicherheit – der Sender ist für die Überspannungskategorie CAT IV 600 V spezifiziert – und der direkten Datenübertragung. Dadurch lassen sich Leitungsschäden vermeiden und Bauprozesse sicherer planen.

Tiefergehende Fehlerdiagnose im Boden

Das Kabelortungsgerät leitet Signale bis zu einer Tiefe von sechs Metern in den Untergrund. Neben der reinen Trassenverfolgung lassen sich damit spezifische Defekte wie Erdschlüsse, Mantelfehler oder Beschädigungen der Isolierung lokalisieren. Durch die Erkennung von Leckströmen, die beispielsweise durch Korrosion entstehen, können Instandsetzungsmaßnahmen zielgerichteter geplant werden.

In der Praxis wird die Bedienung durch eine automatische Funktionsauswahl des Senders unterstützt, die sich nach dem jeweils angeschlossenen Zubehör richtet und die passenden Frequenzen wählt.

Digitale Kartierung per App

Um die erfassten Daten langfristig nutzbar zu machen und in bestehende BIM-Prozesse zu integrieren, ist das Ortungssystem über Bluetooth mit der Softwarelösung Pointman vernetzt.

Das System speist Signale bis zu einer Tiefe von sechs Metern ein. Dank der nahtlosen Bluetooth-Integration in die PointMan-App können Anwender Fundstellen direkt auf dem Smartphone dokumentieren. | Foto: Fluke
Das System speist Signale bis zu einer Tiefe von sechs Metern ein. Dank der nahtlosen Bluetooth-Integration in die PointMan-App können Anwender Fundstellen direkt auf dem Smartphone dokumentieren. | Foto: Fluke

Gefundene Trassen und Fehlerstellen lassen sich so unmittelbar per Smartphone geolokalisieren und dokumentieren. Diese digitale Bestandsaufnahme schafft verlässliche Referenzpunkte für künftige Wartungs- und Bauarbeiten.

Erweiterungsmöglichkeiten für den Praxiseinsatz

Für komplexere Anforderungen im Tiefbau bietet der Hersteller ein Premium-Kit an. Dieses umfasst unter anderem einen sogenannten A-Rahmen, der in Verbindung mit dem Sender die Erkennung von Mantel- und Erdungsfehlern auch ohne direkten elektrischen Kontakt ermöglicht.

Sanid Usanovic, Senior Technical Application Manager bei Fluke, weist darauf hin, dass unbeabsichtigte Schäden an der unterirdischen Infrastruktur jährlich zu zahlreichen Unfällen führen. Durch die vernetzte Ortungstechnologie ließen sich diese Risiken minimieren und kostspielige Unterbrechungen im Bauablauf verhindern, da Anlagen vor dem ersten Spatenstich sicher überprüft werden können.

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