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Wasserstoff im Baustelleneinsatz: Liebherr, MAN und Daimler Truck im Praxistest
Beim Großradlader L 566 H ist keine spezielle Einsatzplanung notwendig, da der Radlader die ganze Schicht durchhält und danach mit einer Schnellbetankung von zehn bis 15 Minuten wieder einsatzfähig ist. | Foto: Liebherr-Werk Bischofshofen

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Der Praxiseinsatz im Kieswerk zeigt, dass Wasserstoffantriebe dieselbetriebenen Maschinen in ihrer Leistungsfähigkeit nicht nachstehen. Im realen Betrieb waren ein Großradlader L 566 H von Liebherr – der erste Prototyp eines Radladers dieser Klasse mit Wasserstoffmotor – sowie der serienreife MAN hTGX und ein Entwicklungsträger auf Basis eines Mercedes-Benz Arocs von Daimler Truck gemeinsam im Einsatz. Alle drei Fahrzeuge übernahmen Aufgaben in der Erdbewegung und im Materialtransport. Ermöglicht wurde der gemeinsame Einsatz durch die Allianz Wasserstoffmotor, eine branchenübergreifende Interessenvertretung mit Sitz in Karlsruhe. Wasserstoff kommt dabei insbesondere bei schweren Maschinen mit hohem Energiebedarf eine zentrale Rolle in der emissionsarmen Mobilität zu.

Großradlader L 566 H: Volle Einsatzfähigkeit im Schichtbetrieb

Gemeinsame Sache: Sowohl die Nutzfahrzeuge von MAN und Daimler Truck als auch der Liebherr-Radlader arbeiten allesamt mit einem Wasserstoffmotor. | Foto: Liebherr-Werk Bischofshofen
Gemeinsame Sache: Sowohl die Nutzfahrzeuge von MAN und Daimler Truck als auch der Liebherr-Radlader arbeiten allesamt mit einem Wasserstoffmotor. | Foto: Liebherr-Werk Bischofshofen
Der Großradlader L 566 H beschickt im Kieswerk Anlagen mit Gesteinsmaterial und übernimmt die Beladung von Lkw. „Das Besondere ist, dass unser Radlader genau gleich eingesetzt werden kann wie eine konventionelle Dieselmaschine. Es ist keine spezielle Einsatzplanung notwendig, da der Radlader die ganze Schicht durchhält und danach mit einer Schnellbetankung von zehn bis 15 Minuten wieder einsatzfähig ist“, erklärt Hans Knapp, Leiter der Abteilung Vorentwicklung und Antriebstechnik beim Liebherr-Werk Bischofshofen. Liebherr hatte den Prototypen sowie eine neue werkseigene Wasserstofftankstelle im Sommer 2024 erstmals einem Fachpublikum vorgestellt. Es folgte die Präsentation des Radladers auf der Bauma 2025. Der L 566 H ist einer von mehreren wasserstoffbetriebenen Radladern dieses Typs, die Liebherr derzeit bei verschiedenen Kunden erprobt.

Technologieoffener Ansatz: Wasserstoff als Alternative zum Diesel

In einem Kieswerk bei München belädt der mit Wasserstoff betriebene Radlader effizient und leistungsstark einen H2-Lkw. | Foto: Liebherr-Werk Bischofshofen
In einem Kieswerk bei München belädt der mit Wasserstoff betriebene Radlader effizient und leistungsstark einen H2-Lkw. | Foto: Liebherr-Werk Bischofshofen
Je nach Einsatz und Lastprofil kommen unterschiedliche Antriebstechnologien in Frage. Liebherr verfolgt in diesem Zusammenhang einen technologieoffenen Ansatz. Der Wasserstoffantrieb bietet laut Hersteller insbesondere bei schweren, anspruchsvollen Einsätzen und hohen Reichweiten Vorteile. Zu diesem Ergebnis kam auch das Entwicklungsteam des Liebherr-Werks Bischofshofen. Nach umfangreichen Studien wurde Wasserstoff als geeignete Alternative zum Dieselantrieb identifiziert, um Fahrzeuge mit hohem Energiebedarf emissionsarm zu betreiben. Beim Einsatz von grünem Wasserstoff ist ein weitgehend CO₂-freier Betrieb mit sehr geringen Stickoxidemissionen möglich, bei zugleich hohem Wirkungsgrad.

Über die Allianz Wasserstoffmotor

Die Allianz Wasserstoffmotor ist ein Verbund aus Automobilunternehmern, Zulieferern, Ingenieuren verschiedener Spezialisierungen und Forschungsinstituten und versteht sich vorrangig als Kommunikationsplattform mit dem Ziel, Erkenntnisse mit der Gesellschaft zu teilen. Die Allianz Wasserstoffmotor wurde im Jahr 2021 gegründet und vereinigt das Wissen von Industrie und Forschung.

Wasserstoff im Nutzfahrzeug: Erste Serienfahrzeuge im Einsatz

Während sich der Radlader L 566 H noch im Entwicklungsstadium befindet, ist Wasserstoff im Nutzfahrzeugbereich bereits in ersten Serienfahrzeugen verfügbar. Hier kann der Energieträger seine Stärken vor allem bei hohen Reichweiten und Lastanforderungen ausspielen. Der MAN hTGX ist neben dem MAN eTGX die zweite Zero-Emission-Alternative des Herstellers, bereits bestellbar und wird in einer Kleinserie gefertigt. „Das Fahrverhalten des Motors ist vergleichbar mit dem des Dieselmotors. Zudem stehen die entsprechenden Assistenzsysteme und Getriebeautomatismen wie im konventionellen Dieselfahrzeug zur Verfügung“, erklärt Peter Albrecht, Senior Manager Engineering Vehicle & External Engines bei MAN Truck & Bus.

Daimler Truck: Leiser Wasserstoffantrieb für die Baustelle

Beim Testeinsatz ist auch ein wasserstoffbetriebener Entwicklungsträger auf Basis des Mercedes-Benz Arocs von Daimler Truck im Einsatz. | Foto: Daimler Truck AG
Beim Testeinsatz ist auch ein wasserstoffbetriebener Entwicklungsträger auf Basis des Mercedes-Benz Arocs von Daimler Truck im Einsatz. | Foto: Daimler Truck AG

Auch Daimler Truck ist mit einem wasserstoffbetriebenen Baustellenfahrzeug im Kieswerk vertreten. Mirco Conitz, Lead Engineer H₂ ICE bei Daimler Truck, bestätigt die flexible Einsatzfähigkeit des Wasserstoffmotors und ergänzt: „Unser Entwicklungsträger auf Basis des Mercedes-Benz Arocs arbeitet zudem leiser als sein dieselbetriebenes Pendant.“

Emissionsarme Baustellen: Wasserstoff als Gemeinschaftsprojekt

Der Testeinsatz im Kieswerk zeigt, dass emissionsarme Baustellen keine ferne Vision mehr sind, sondern bereits heute realisiert werden können. Die europäischen Hersteller Liebherr, MAN und Daimler Truck demonstrieren gemeinsam mit der Allianz Wasserstoffmotor, wie Wasserstoff durch Kooperation und die gezielte Nutzung von Synergien in den praktischen Baustellenbetrieb integriert werden kann. Damit der Energieträger künftig sein volles Potenzial entfalten kann, sind jedoch ein flächendeckendes Transportnetz und ein wettbewerbsfähiger Wasserstoffpreis in Europa erforderlich – Voraussetzungen, die im asiatischen Raum bereits konsequent verfolgt werden.

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