Gesamte Volvo-Lkw-Palette auch elektrisch unterwegs
Ab 2021 will Volvo Trucks in Europa jede Lkw-Baureihe auch in einer elektrifizierten Form anbieten. Die Elektro-Lkw für 16 bis 44 t Gesamtgewicht sollen besonders für den Verteilerverkehr, die Abfallwirtschaft, regionale Transportaufgaben und städtische Bautransporte zu haben sein.

Bereits 2019 startete der schwedische Lastwagenbauer mit der Serienfertigung der FL Electric und FE Electric für den städtischen Verteilerverkehr und die Abfallwirtschaft mit bis zu 27 t Gesamtgewicht. Inzwischen erproben die Göteborger elektrisch angetriebene Schwer-Lkw der FH-, FM- und FMX-Baureihen für den Regionalverkehr und den Bau im Praxiseinsatz. Diese E-Lkw für bis zu 44 t Gesamtzuggewicht sollen je nach Batteriepaket Reichweiten bis zu 300 km aufweisen. Der reguläre Verkaufsstart ist für das kommende Jahr geplant. Die Serienproduktion läuft frühestens in 2022 an.
Volvo unter Strom
„Mit der raschen Anhebung der Zahl elektrisch angetriebener Lkw möchten wir unsere Kunden und deren Transportauftraggeber bei der Verwirklichung ihrer ehrgeizigen Nachhaltigkeitsziele unterstützen. Wir sind entschlossen, unserer Branche auch weiterhin den Weg in eine nachhaltige Zukunft zu ebnen“, sagt Roger Alm, Präsident von Volvo Trucks. Noch in diesem Jahrzehnt sollen elektrisch angetriebene Fernverkehrs-Lastwagen mit Batterie sowie mit Brennstoffzelle für mehr Reichweite folgen.

Brennstoffzellen-Lkw ab 2025
Mit dem Verkauf elektrisch angetriebener Lkw auf Basis von Brennstoffzellen wird Volvo Trucks voraussichtlich in der zweiten Hälfte dieses Jahrzehnts beginnen. 2040 soll die gesamte Lkw-Produktpalette der schwedischen Marke ohne fossile Kraftstoffe auskommen. Und bis 2050 will Volvo dann komplett CO2-frei operieren. Für die Ausrüstung der Lkw mit Brennstoffzellen hat die Volvo Group Anfang November dieses Jahres eine verbindliche Vereinbarung zur Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens mit Daimler Trucks unterzeichnet, dessen Ziel in der serienreifen Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Brennstoffzellensystemen besteht.
„Wir müssen rasch von fossilen Brennstoffen auf Alternativen wie Elektrizität umsteigen, um die Auswirkungen des Verkehrs auf das Klima zu verringern. Allerdings sind die Voraussetzungen für diesen Wechsel und für das Tempo, mit dem er erfolgt, je nach Transportunternehmer und Markt sehr verschieden. Sie hängen von zahlreichen Variablen ab, zum Beispiel von der Verfügbarkeit finanzieller Anreize, vom Zugang zu Ladeinfrastruktur und von der Beschaffenheit der Transportaufgaben“, argumentiert Alm.

