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Sicherheitsschuhe: Ergonomie wird zum entscheidenden Faktor

Atlas steht durch das Sponsoring der Handball-Nationalmannschaft derzeit stark im öffentlichen Fokus. Im Baugewerbe ist der Hersteller von Sicherheitsschuhen schon lang etabliert. Im Interview erklärt Atlas-Experte Markus Hülshoff, warum S3-Schuhe heute mehr leisten müssen als Normerfüllung – und zum Gesundheitsfaktor werden.

Atlas S3-Sicherheitsschuhe: Ergonomie wird zum entscheidenden Faktor
Auf der Baustelle sind Sicherheitsschuhe Pflicht. Der Dortmunder Schuhhersteller Atlas fährt dabei ein besonderes Konzept. | Foto: Atlas

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S3-Sicherheitsschuhe gehören zur Grundausstattung auf der Baustelle. Neben klassischen Schutzfunktionen wie Zehenschutz oder Durchtritthemmung gewinnen ergonomische Aspekte an Bedeutung. Hersteller setzen verstärkt auf individuelle Passform, neue Materialien und digitale Vermessung. Welche Rolle das in der Praxis spielt, erläutert Markus Hülshoff, Produktexperte und Senior Key-Account Manager bei Atlas.

Sponsoring: Mehr Sichtbarkeit durch Handball

Herr Hülshoff, durch das Sponsoring der Handball-Nationalmannschaft ist Atlas derzeit sehr präsent im Fernsehen. Merken Sie, dass diese Aufmerksamkeit auch im Bau ankommt – und beeinflusst sie die Wahrnehmung von Sicherheitsschuhen?

„Wir erleben eine gesteigerte Markenpräsenz, die auch im Baugewerbe spürbar ist“, sagt Hülshoff. „Viele unserer Kunden und Partner nehmen unsere Sicherheitsschuhe durch die erhöhte Medienpräsenz bewusster wahr und verbinden sie mit Qualität und Innovation.“

Torhüter David Späth mit Atlas-Schriftzug auf der Brust: Das Sponsoring des Handballs verschafft der Atlas Schuhfabrik neue Aufmerksamkeit. | Foto: Marco Wolf/DHB
Torhüter David Späth mit Atlas-Schriftzug auf der Brust: Das Sponsoring des Handballs verschafft der Atlas Schuhfabrik neue Aufmerksamkeit. | Foto: Marco Wolf/DHB

Anforderungen: Was S3-Schuhe am Bau leisten müssen

Atlas positioniert sich stark über Ergonomie und Komfort. Was unterscheidet Ihre S3-Schuhe konstruktiv von klassischen Baustellenschuhen?

„Für uns ist die Berücksichtigung der Fußgesundheit kein Add-on, sondern Teil der Schutzfunktion“, sagt Hülshoff. Klassische S3-Schuhe konzentrierten sich häufig auf einzelne Schutzmerkmale wie Zehenschutz oder Durchtritthemmung. „Wir denken Sicherheit ganzheitlicher – mit Blick auf Ergonomie, Passform und Komfort sowie die Anforderungen des Baustellenalltags.“

Das zeige sich etwa bei der Sohlengeometrie und den Einlegesystemen. Atlas setze auf verschiedene Sohlenmodelle für unterschiedliche Fußtypen sowie auf semi-orthopädische Lösungen. „Diese passen sich innerhalb weniger Minuten an das individuelle Fußbett an. Zudem bieten wir gemeinsam mit einem Partner auch orthopädische Einlagenlösungen an.“

Gewicht: Leichtbau ohne Schutzverlust

Wie viel Gewicht lässt sich bei einem S3-Schuh realistisch einsparen, ohne Kompromisse beim Schutz einzugehen?

„Gewicht ist ein entscheidender Faktor für den Tragekomfort über einen langen Arbeitstag hinweg“, erklärt Hülshoff. Atlas setze auf leichtere Obermaterialien und konstruktive Lösungen wie metallfreie Durchtrittschutzsysteme. „Diese sind genauso sicher wie Stahl, aber deutlich leichter.“

Wichtig sei, dass jede Gewichtsreduktion technisch begründet sei. „Wir sparen dort Gewicht ein, wo es funktional keinen Mehrwert bringt – nicht aus Marketinggründen.“

Markus Hülshoff | Foto: Atlas
Markus Hülshoff | Foto: Atlas

Material: Vorteile auf der Baustelle

Sie werben mit innovativen Obermaterialien. Welchen konkreten Vorteil bringt das auf der Baustelle?

Gerade unter wechselnden Baustellenbedingungen spiele das Material eine zentrale Rolle, sagt Hülshoff: „Klassische Materialien nehmen häufig Feuchtigkeit auf und werden dadurch schwerer.“ Leichtere Materialien, die weniger Wasser aufnehmen und schneller trocknen, reduzierten dagegen die Belastung. „Schon kleine Gewichtsunterschiede wirken sich über einen langen Arbeitstag aus. Gleichzeitig verbessert sich das Fußklima, und die Pflege wird einfacher.“

Gesundheit: Einfluss auf Rücken und Gelenke

Können Sicherheitsschuhe tatsächlich präventiv gegen Beschwerden wirken?

„Ja, absolut“, sagt Hülshoff. „Die Fußstatik ist die Basis für viele Bewegungsabläufe im Körper.“ Fehlstellungen könnten sich auf Knie, Hüfte oder Rücken auswirken. „Ein nicht optimal unterstützter Fuß kann langfristig Beschwerden verursachen oder verstärken.“ Deshalb spiele Ergonomie eine zentrale Rolle. „Mit passenden Lösungen lassen sich Belastungen besser verteilen und Beschwerden reduzieren.“

Individualisierung: 3D-Vermessung und Einlagen

Wie groß ist der Bedarf an individuell angepassten Lösungen im Baugewerbe?

„Der Bedarf ist groß, weil die Anforderungen sehr unterschiedlich sind“, erklärt Hülshoff. Standardgrößen könnten nur eine Grundversorgung leisten. Atlas setzt deshalb auf 3D-Fußvermessung im Betrieb. „Dabei erfassen wir Maße, Druckverteilung und Bewegungsmuster und können gezielt passende Modelle empfehlen.“ Das erhöhe die Akzeptanz und reduziere Fehlkäufe.

Mit dem „Fit Day“-Konzept bietet Atlas eine individuelle Beratung inklusive Fußvermessung für eine exakte Größen- und Weitenermittlung. Auch Einlegesohlen lassen sich individuell anpassen. | Foto: Atlas
Mit dem „Fit Day“-Konzept bietet Atlas eine individuelle Beratung inklusive Fußvermessung für eine exakte Größen- und Weitenermittlung. Auch Einlegesohlen lassen sich individuell anpassen. | Foto: Atlas

Normen: Grenzen bei orthopädischen Lösungen

Wo liegen die Grenzen zwischen Individualisierung und Norm?

„Die Schutzfunktion muss jederzeit erhalten bleiben“, betont Hülshoff mit Blick auf die EN ISO 20345. Veränderungen am Schuh – etwa durch Einlagen – dürften diese nicht beeinträchtigen. „Es dürfen nur zugelassene Lösungen verwendet werden.“ Spezialisierte Anbieter könnten entsprechende orthopädische Einlagen normgerecht fertigen.

Qualität: Unterschiede bei S3-Schuhen

Worin unterscheiden sich hochwertige von günstigen S3-Schuhen?

„Entscheidend ist die Betrachtung über die gesamte Nutzungsdauer“, sagt Hülshoff. Günstige Modelle erfüllten zwar die Norm, zeigten aber oft Schwächen bei Haltbarkeit oder Komfort. „Wenn Materialien schneller verschleißen oder der Tragekomfort nachlässt, entstehen Folgekosten.“ Hochwertige Modelle setzten dagegen auf langlebige Materialien und stabile Konstruktionen.

Der Atlas Max ist leicht und langlebig zugleich. | Foto: Atlas
Der Atlas Max ist leicht und langlebig zugleich. | Foto: Atlas

Produktion: Rolle des Standorts Deutschland

Welche Rolle spielt dabei der Produktionsstandort in Dortmund?

„Kurze Wege, enge Qualitätskontrollen und schnelle Reaktionsfähigkeit sind zentrale Vorteile“, so Hülshoff. Zudem ermögliche die Nähe zur Produktion eine enge Abstimmung zwischen Entwicklung und Fertigung. Das erhöhe die Verlässlichkeit in der Lieferung – ein wichtiger Faktor für Bauunternehmen.

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Lebensdauer: Wann Sicherheitsschuhe ersetzt werden sollten

Wie lange hält ein S3-Schuh am Bau?

Eine pauschale Aussage sei schwierig, da Einsatzbedingungen stark variieren, so Hülshoff. „Als grobe Orientierung können mehrere Monate bis etwa ein Jahr gelten.“ Entscheidend seien Abnutzungszeichen wie Profilverlust, Schäden am Obermaterial oder nachlassender Halt. „Spätestens bei sichtbaren Schäden oder Beschwerden sollte der Schuh ersetzt werden.“

Entwicklung: Wohin geht die Reise?

Wo sehen Sie die nächste Entwicklungsstufe?

„Wir sehen drei zentrale Trends“, sagt Hülshoff. Erstens eine stärkere Individualisierung, zweitens digitale Services rund um Analyse und Anpassung und drittens ein wachsendes Bewusstsein für Fußgesundheit. „Schutz soll künftig nicht nur normgerecht, sondern auch nachhaltig gesundheitsorientiert sein.“

Arbeitsschuhe individuell anpassen: Baufirmen können für ihre Beschäftigten einen Besuch des Atlas Fit Day-Truck buchen. | Foto: Atlas
Arbeitsschuhe individuell anpassen: Baufirmen können für ihre Beschäftigten einen Besuch des Atlas Fit Day-Truck buchen. | Foto: Atlas

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