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Boels Bauindex 2026: Studie zur Arbeitssicherheit

Boels Bauindex 2026: Studie zur Arbeitssicherheit
Laut Boels Bauindex 2026 erhöhen Kosten, Personalmangel und Zeitdruck die Sicherheitsrisiken auf deutschen Baustellen. | Foto: Boels Rental

Wachsende Baukosten, fehlende Fachkräfte und enge Zeitpläne setzen Baustellen massiv unter Druck. Die Studie „Bauindex 2026“ des Vermieters Boels zeigt, dass diese Belastung zunehmend die Arbeitssicherheit gefährdet. Viele Beschäftigte lehnen Aufträge wegen mangelnder Sicherheit bereits ab.

Für den aktuellen "Bauindex" befragte der Maschinenvermieter Boels Rental mehr als 400 Personen aus dem Bauumfeld zu den täglichen Herausforderungen. Die Auswertung belegt, dass wirtschaftlicher Druck und Personalmangel die Ausführung von Bauprojekten deutlich erschweren.

Höheres Arbeitspensum für Beschäftigte

Mehr als die Hälfte der Unternehmen (52 Prozent) verzeichnet danach einen erhöhten Projektdruck durch steigende Baukosten. Parallel dazu nennen 54 Prozent den Personalmangel als zentrale Hürde. Dies schlägt sich direkt auf den Arbeitsalltag nieder: 67 Prozent der Beschäftigten verzeichnen eine gestiegene Arbeitsbelastung, 41 Prozent sehen sich gezwungen, ihre Arbeitsgeschwindigkeit zu erhöhen, so die Studie.

Massive Verzögerungen im Bauablauf

Die Rahmenbedingungen verkomplizieren die verlässliche Planung. So haben 92 Prozent der Befragten bereits Bauverzögerungen erlebt. Fast die Hälfte (48 Prozent) der Umfrageteilnehmer verbucht bei zehn bis zwanzig Prozent der Projekte eine verspätete Fertigstellung. Ein weiteres Viertel meldet Verzögerungsquoten von 40 Prozent oder mehr.

Aufträge wegen Sicherheitsbedenken abgelehnt

Das gesteigerte Tempo verschlechtert das Sicherheitsniveau auf den Baustellen. 42 Prozent der Beschäftigten geben an, dass Arbeitsdruck und Projektgeschwindigkeit die Arbeitssicherheit negativ beeinflussen. Nur noch 41 Prozent halten Baustellen grundsätzlich für ausreichend sicher. Konkret haben 42 Prozent der Befragten bereits Aufträge abgelehnt, da sie die Bedingungen vor Ort als zu gefährlich einstuften.

Angst vor herabfallenden Gegenständen

Die potenzielle Gefährdung beschäftigt laut Studie 85 Prozent der Mitarbeiter zumindest gelegentlich während der Projektabwicklung. Als größte Unfallrisiken definieren die Befragten herabfallende Gegenstände (52 Prozent), gefolgt von Ausrutschen (49 Prozent) und Stürzen aus der Höhe (48 Prozent).

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Strukturierte Prozesse als Lösungsansatz

Die Studienergebnisse verdeutlichen die Diskrepanz zwischen wirtschaftlicher Umsetzung und sicheren Arbeitsabläufen, heißt es von Boels. Um das geforderte Maß an Effizienz und Arbeitsschutz zu gewährleisten, bedürfe es klarer Prozesse, qualifizierten Personals sowie des Einsatzes moderner Maschinentechnik, die sichere Abläufe unterstützt.

Die Studienergebnisse hat Boels in einem Whitepaper zusammengefasst.

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