Kreislaufwirtschaft
Nachhaltiges Bauen: Neue Anlage für Baustoffrecycling eröffnet

Sie soll ein Beispiel für die moderne Kreislaufwirtschaft am Bau sein: die neue nassmechanische Aufbereitungsanlage in Achstetten in Baden-Württemberg. Die millionenschwere Anlage kann jährlich bis zu 250.000 Tonnen mineralischer Abfälle zu hochwertigen Sekundärrohstoffen verarbeiten.

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Natürliche Rohstoffe wie Sand, Kies oder Holz sind knapp und unterliegen deshalb großen Preisschwankungen. Durch das Recyceln eben dieser Materialien können bei Bauprojekten Kosten gespart und der CO₂-Fußabdruck reduziert werden. Die SW Baumineralik, bestehend aus den Unternehmen Max Wild aus Berkheim und Schwenk Zement aus Ulm, hat hierfür eine Aufbereitungsanlage in Betrieb genommen.
Millionenprojekt für die Kreislaufwirtschaft
Die Anlage wird nassmechanisch betrieben und arbeitet mineralische Bauabfälle wie Bodenaushub oder Gleisschotter zu hochwertigen Sekundärrohstoffen, in Form von Körnungen, Sanden und Splitten, auf. Die Anlage kann laut Angaben der SW Baumineralik jährlich im Schichtbetrieb bis zu 250.000 Tonnen Abfälle verarbeiten. Nach rund eineinhalbjähriger Bauzeit wurde sie nun fertiggestellt. Die Kosten für den Bau sollen im unteren zweistelligen Millionenbereich liegen.
Wo die Sekundärrohstoffe gebraucht werden
Für Max Wild ist die Aufbereitungsanlage in Achstetten bereits die zweite, die in den letzten sechs Jahren gebaut wurde. Die zurückgewonnenen Sand- und Kiesfraktionen führt das Unternehmen als gleichwertige Rohstoffe in den Wirtschaftskreislauf zurück. Die Sekundärrohstoffe werden in Betonwerken, Kellerwänden, Geschossdecken sowie in der Asphaltindustrie genutzt.
Nachhaltiges Bauen im Fokus von Unternehmen
Auch Schwenk Zement hat sich dem Thema der Kreislaufwirtschaft angenommen. Schwenk nutzt und entwickelt aktuell mehrere neue Verfahren, um bei der Herstellung von Baustoffen im großen Umfang CO₂ zu reduzieren. Der verwendete Beton in der neuen Aufbereitungsanlage in Achstetten beinhaltet beispielsweise einen Zement von Schwenk, der nur noch zu rund 60 Prozent aus Klinker besteht. Für die Herstellung von Klinker werden hohe Energiemengen benötigt, weshalb viele Akteure in der Branche versuchen, Klinkeranteile zu reduzieren.
Zum Thema: Max Wild baut mit Schwenk Zement Bodenwaschanlage in Biberach-Achstetten
Quelle: SW Baumineralik
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