Personalie
Christoph Leptien übernimmt DWA-Politikberatung

Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) hat zum 1. Mai 2026 eine personelle Weichenstellung in ihrer Führungsstruktur vorgenommen, um den gestiegenen Anforderungen aus der Bundes- und Europapolitik aktiv zu begegnen. Christoph Leptien übernimmt die Leitung der Stabsstelle Politik nun vollständig in Vollzeit und somit auch die Weiterentwicklung der DWA-Politikberatung.

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Zuvor war Christoph Leptien parallel zur Leitung der Stabstelle Politik auch für die kommissarische Leitung der Fachabteilung Wasser und Abfallwirtschaft sowie für das Team Wirtschaft, Recht und Technisches Sicherheitsmanagement (TSM) zuständig. Diese Doppelbelastung wird zugunsten einer klaren Fokussierung auf die politische Interessenvertretung aufgelöst. Laut DWA-Vorständin Dr. Lisa Irwin-Broß reagiert der Verband damit auf die spürbar kürzeren Reaktionszeiten in aktuellen politischen Debatten.
Relevanz für Bauunternehmen und Planer
Die Anforderungen an die politische Arbeit der DWA haben nach Verbandsangaben deutlich zugenommen. Die Reaktionszeiten seien zudem, u.a. durch Social Media, immer kürzer geworden. Gleichzeitig verzeichne die DWA eine gestiegene Nachfrage nach ihrer Fachexpertise durch Ministerien, Verwaltungen und Medien. Auch auf europäischer Ebene, insbesondere im European Policy Committee der European Water Association (EWA), habe die Vereinigung ihre Präsenz verstärkt, um die Rahmenbedingungen für den Wirtschaftsstandort Deutschland mitzugestalten.
„Politik entscheidet heute schneller und sichtbarer – die DWA bringt ihre fachliche Expertise gezielt, verlässlich und frühzeitig ein. Wir freuen uns, dass Christoph Leptien sich zukünftig mit seiner gesamten Arbeitskraft für die Politikberatung der DWA engagieren wird", sagt DWA-Vorständin Dr. Lisa Irwin-Broß.
Kernaufgaben: Kommunalabwasserrichtlinie und Klimaanpassung
Im Zentrum der politischen Arbeit Der DWA stehen drei Kernbereiche, die erhebliche bauliche Investitionen nach sich ziehen:
- Die novellierte Kommunalabwasserrichtlinie (KARL): Sie zwingt Kommunen und Betriebe zu massiven baulichen Anpassungen von Abwasseranlagen, etwa durch die flächendeckende Integration einer vierten Reinigungsstufe.
- Die Nationale Wasserstrategie: Sie bildet den Rahmen für den langfristigen Schutz der Ressourcen und erfordert massive Umbauten in der Netzinfrastruktur.
- Die wasserwirtschaftliche Klimaanpassung: Hierzu zählen bauliche Maßnahmen zum Hochwasserschutz, zur Starkregenvorsorge und zur Etablierung von Schwammstadt-Konzepten im urbanen Raum.
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Quelle: DWA
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