Wie Relining den Düker in Freyung ohne Großbaustelle erneuert
Relining statt Großbaustelle: In Freyung in Bayern wurde der Saußbach-Düker grabenlos erneuert. Das zentrale Ziel der Maßnahme konnte erreicht werden: Das geschlossene Verfahren reduzierte Tiefbau, Eingriffe ins Gewässer und Beeinträchtigungen für Verkehr und Umfeld deutlich.

Im Zuge der laufenden Kanalsanierung hat die Niederlassung Regenstauf der Geiger Kanalsanierung in Freyung in Bayern zwei bestehende Schmutzwasserleitungen unter dem Saußbach im Reliningverfahren erneuert – ohne Großbaustelle, ohne Eingriff ins Gewässer und mit nur minimalen Beeinträchtigungen für Verkehr und Infrastruktur. Auftraggeberin war die Stadt Freyung, die Planung lag beim Ingenieurbüro Wolf.
Geschlossene Bauweise: Relining als Kern der grabenlosen Kanalsanierung
Zentrales Ziel der Maßnahme war es, „die Leitungen ohne umfangreiche offene Tiefbauarbeiten zu sanieren und Eingriffe in Gewässer, Verkehrsflächen sowie die bestehende Infrastruktur auf ein Minimum zu reduzieren“, wie Geiger Kanalsanierung betont. Realisiert wurde dies konsequent in geschlossener Bauweise: Neue PE-/PP-Flexirohre wurden in die bestehenden Stahlleitungen eingezogen, punktuelle Baugruben reichten aus, auf der Gegenseite standen vorhandene Schächte zur Verfügung.

Die beiden jeweils rund 30 Meter langen Dükerleitungen führen in ein vorgelagertes Rückhaltebecken und waren ursprünglich als Stahlrohre mit DN 500 (Hauptleitung) und DN 300 (Notleitung) ausgeführt. Im Rahmen der Gesamtmaßnahme wurden die Querschnitte hydraulisch neu bemessen und optimiert.
Hydraulische Optimierung im Relining-Düker: reduzierte Nennweiten, sicherer Betrieb
Die neuen Innendurchmesser von 238 Millimetern beziehungsweise 205 Millimetern sind nach Angaben von Geiger Kanalsanierung „hydraulisch ausreichend dimensioniert und gewährleisten langfristig einen sicheren Betrieb“. Damit lässt sich die Funktion des Dükers erhalten, obwohl der Querschnitt gegenüber den ursprünglichen Nennweiten deutlich reduziert wurde.

Für den Einzug der neuen Rohrleitungen wurden die Altleitungen zunächst gereinigt und trockengelegt, anschließend Seilverbindungen hergestellt. Die Flexirohre wurden in sechs Meter langen Stücken verschweißt, auf dem Baufeld zu Rohrsträngen vorgefertigt und dann in einem Zuge in die Bestandsleitungen eingezogen.
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Technische Ausführung: Relining mit PE-/PP-Flexrohren in geschlossener Bauweise
Nach dem Einzug erfolgte die Verfüllung des Ringraums zwischen Alt- und Neuleitung sowie die fachgerechte Ausbildung der Übergänge zu den bestehenden Normrohren. Damit ist die statische und hydraulische Einbindung in das vorhandene Netz sichergestellt.
„Durch den gezielten Einsatz moderner Reliningtechnik konnte die Erneuerung effizient, präzise und mit deutlich reduziertem baulichem Eingriff umgesetzt werden“, heißt es vonseiten der Geiger Kanalsanierung.
Quelle: Geiger Kanaltechnik
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