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Kanalbau und -betrieb/

Erstes Betonrohr aus 100 % Recyclingmaterial

Pilotprojekt von FBS, Röser und Sika

Erstes Betonrohr aus 100 % Recyclingmaterial

14.05.2024, 06:40, aktualisiert 07.11.2024, 16:01
MÜNCHEN
Erstes Betonrohr aus 100 % Recyclingmaterial
Das neue Betonrohr aus 100 % Recyclingmaterial wurde auf der diesjĂ€hrigen IFAT in MĂŒnchen vorgestellt. | Foto: B_I/Valdix

Die Sika AG, ein Unternehmen aus dem Bereich der Spezialchemie, hat ein hocheffizientes Verfahren entwickelt, um Altbeton in seine Einzelteile zu zerlegen, zu recyceln und die QualitĂ€t des aufbereiteten Materials zu optimieren. Das Recyclingverfahren „reCO2ver“ ermöglicht so die Herstellung eines Hochleistungs-Recyclingbetons, der Ă€hnliche Eigenschaften aufweist wie ein völlig neues Produkt. Und: Durch ein chemisches Verfahren werden im Recyclingprozess derzeit bis zu 15 kg CO2 pro Tonne zerkleinerten Betonabbruch gebunden.


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Betonrohre, die zu 100 % aus Recyclingmaterial bestehen – das klingt nach einer Zukunftsvision, ist aber mit „reCO2ver“ von Sika schon heute möglich. Das Recyclingverfahren bietet aufgrund der hohen QualitĂ€t der rezyklierten Gesteinskörnung ein enormes Potenzial fĂŒr die technisch anspruchsvolle Herstellung von Betonrohren und - schĂ€chten. Wie dieses Potenzial zukĂŒnftig im Kanal- und Tiefbau genutzt werden kann, hat der Bundesfachverband Betonkanalsysteme (FBS) in Zusammenarbeit mit der Sika AG und der Röser-Vertriebs GmbH in einem Pilotprojekt unter Beweis gestellt. Dazu wurden Betonrohre vorgebrochen, in der Pilotanlage von Sika aufbereitet und anschließend zur Firma Röser zurĂŒcktransportiert, wo daraus neue Rohre hergestellt wurden.

Weniger Zement und CO2

Im Vergleich zu bisherigen Recyclingverfahren liegt die KorngrĂ¶ĂŸenverteilung des Recyclingmaterials deutlich nĂ€her an der des Ausgangsmaterials. Dadurch unterscheidet sich das aufbereitete Material bei der Herstellung des Betonrohres weder in der Optik noch in der Verarbeitung. Ein weiterer großer Vorteil: Ein Teil des im Recyclingprozess entstandenen Zementsteinstaubs kann bei der Betonherstellung wiederverwendet werden, wodurch der Zementverbrauch und damit der CO2-Fußabdruck zusĂ€tzlich reduziert werden können.

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Noch eine Zukunftsvision

Nach der erfolgreichen Produktion werden die hergestellten Recyclingrohre derzeit sowohl von der Firma Röser als auch von Sika geprĂŒft und analysiert. Bis zur Marktreife ist es noch ein weiter Weg. Eines steht fĂŒr die Verantwortlichen des Pilotprojekts aber schon heute fest: Mit dem „reCO2ver“-Verfahren kann in Zukunft ein hochleistungsfĂ€higer Recyclingbeton mit hoher CO2-Bindung produziert werden. Auch im Tief- und Kanalbau könnte das Verfahren also einen entscheidenden Beitrag zur Reduzierung des Ressourcenverbrauchs leisten.

Weitere Informationen zum Pilotprojekt von FBS, Röser und Sika erhalten Sie in der FBS-Reportage.

Quelle: FBS


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