Coalsi „Aquastop"
Fremdwasser im Kanalschacht gezielt regulieren

Starker Niederschlag im Herbst und Winter belastet kommunale Abwassernetze. Fließt Oberflächenwasser unkontrolliert in Mischwasserkanäle, drohen Kapazitätsengpässe und hohe Betriebskosten. Anstatt aufwendiger Umbauten können gezielte Nachrüstungen direkt am Kanalschacht die Infrastruktur und nachgelagerte Kläranlagen entlasten.

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Die Sanierung von Trinkwasserleitungen ist eine Herausforderung: Neben der technischen Erneuerung spielen weitere Faktoren eine wichtige Rolle.
Fremdwasser stellt für Abwasserbetriebe nicht nur ein hydraulisches Problem, sondern auch einen enormen wirtschaftlichen Faktor dar. Jeder Kubikmeter Oberflächenwasser, der zusätzlich durch Pumpstationen und Kläranlagen transportiert wird, treibt den Energiebedarf in die Höhe. Wenn die vorhandene Infrastruktur bei starken Niederschlägen regelmäßig an ihre Belastungsgrenzen stößt, lohnt sich für Kommunen und Betriebe eine genaue Betrachtung der Zuflusswege.
Nachrüstbare Systeme am Kanalschacht statt aufwendigem Tiefbau
Ein effizienter technischer Ansatzpunkt liegt unmittelbar am Kanalschacht. Anstatt das gesamte Entwässerungssystem aufwendig umzubauen, können unerwünschte Wassermengen bereits an den Einlaufstellen reguliert werden. Der Hersteller Coalsi bietet dafür mit dem System „Aquastop“ eine nachrüstbare Lösung zur Begrenzung von Oberflächenwasser an. Der Einbau erfolgt laut Angaben des Unternehmens direkt von der Straßenebene aus. Dadurch lassen sich tiefbauliche Veränderungen am Kanalnetz bei passenden Einsatzbedingungen vermeiden und Investitionskosten senken.
Hydraulische Beurteilung durch Planungsverantwortliche zwingend erforderlich
Vor der Installation solcher Drosselsysteme ist eine fachgerechte hydraulische Beurteilung durch die Planungsverantwortlichen unerlässlich. Das zurückgehaltene Wasser muss schadlos abfließen oder zwischengespeichert werden können, da eine unkontrollierte Drosselung am Schacht andernfalls zu Überflutungen an der Oberfläche führen kann.
Ob sich der Einsatz einer solchen Lösung rechnet, hängt maßgeblich von den örtlichen Verhältnissen ab. Ausschlaggebend sind neben den reinen Investitionskosten die vorhandene Kanalhydraulik, die Menge des unerwünschten Zuflusses sowie der laufende Aufwand für Einbau, Kontrolle und Wartung. Flankierend zu Maßnahmen der Wasserregulierung rücken in der kommunalen Abwasserhygiene zudem oft Systeme zur Geruchsneutralisation in den Fokus, um das Kanalnetz ganzheitlich zu optimieren.
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Quelle: Coalsi
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