Leitungen grabenlos verlegt
„Große Hausnummer“ Hand in Hand bewältigt

Wenn erfolgreiche und zuverlässige Maschinentechnik mit effektivem Teamwork aller Beteiligten kombiniert wird, entstehen beeindruckende Ergebnisse. So geschehen im hessischen Frankenberg bei der grabenlosen Verlegung von Versorgungsleitungen durch sechs 120 Meter lange Düker unter der Eder hindurch, welche die erfahrene Baufirma Ernst Ochse GmbH mit dem Grundodrill 18ACS durchgeführte.

Vom Kalibrierschlauch zum Werkzeug in der grabenlosen Sanierung
Der AIRBAGLINER® von Bodenbender hat sich vom klassischen Kalibrierschlauch zu einem festen Bestandteil moderner Sanierungssysteme entwickelt.
Unter der Eder bei Frankenberg mussten Versorgungsleitungen neu verlegt werden, um nicht mit den geplanten Fundamenten von neuen Fahrradbrücken zu kollidieren. Gleich drei Versorgungsunternehmen waren hiervon betroffen und beauftragten die seit vielen Jahren als Spezialist für die Verlegung von Versorgungsleitungen bekannte Ernst Ochse GmbH aus dem hessischen Burgwald: Die Energiegesellschaft Frankenberg mbH (EGF) ist ein regionales Energieunternehmen unweit von Bad Wildungen, das die Bürger mit Wasser, Erdgas sowie Ökostrom versorgt. Ebenso die Energie Waldeck-Frankenberg GmbH, die an 90.000 Haushalte der Region liefert. Für beide Energieversorger ging es um das Verlegen von Hochspannungsleitungen. Als dritter Auftraggeber war die Deutsche Telekom an der Bohrung von sechs Dükern mit ca. 120 Metern Länge unter der Eder hindurch beteiligt – in einem sollten wichtige Kommunikationsleitungen verlaufen.

Baugrund erfordert HDD-Felsbohranlage
Im Zuge der Vorbereitungen wies der langjährige Bauleiter Günter Ahlborn die Auftraggeber darauf hin, dass er unter der Eder felsigen Untergrund vermutete. Ebenfalls vor Projektbeginn war bereits Tracto mit Manuel Pohl, Verkaufsleiter Gebiet Mitte, und Uli Koch, Teamleiter STS Anwendungstechnik, im Boot und unterstütze seinen langjährigen Kunden. Sofort zogen sie Dan Lingenauber aus der Abteilung Geoservices hinzu, der die geologischen Bedingungen bewertete: Es stellte sich heraus, dass die Bohrung tatsächlich durch Auenlehm mit Kies sowie durch große Felsblöcke führen würde.
Somit war es Produktspezialist René Schrinner möglich, die passende Maschinentechnik zu ermitteln. Er wählte die HDD-Felsbohranlage Grundodrill 18ACS mit Doppelgestänge und einer Schub-Zugkraft von 180 kN. Für die Pilotbohrung wurde ein Rollenmeißel IADC 547 mit 6,5 Zoll verwendet. Die Aufweitung erfolgte mit dem Rockreamer mit 14 und 18 Zoll Durchmesser. Für den Cleaning-Run und den Rohreinzug kam ein Stufenräumer mit 440 mm zum Einsatz. Am Ende lagen in fünf Bohrkanälen je drei 160er PE-HD-Schutzrohre für Hochspannungsleitungen, im sechsten Düker fanden drei 150er Schutzrohre Platz, in die Kommunikationsleitungen eingezogen wurden.

Alles verlief dank der guten Vorarbeit reibungslos, erklärt Manuel Pohl: „Dieses Projekt ist ein tolles Beispiel dafür, wie Kunde, Auftraggeber und die Abteilungen von Tracto Hand in Hand arbeiten.“ Dabei ist ihm ganz wichtig, dass Tracto nicht einfach Lieferant der Technik für grabenloses Bauen ist, sondern ein um zahlreiche Dienstleistungen angereichertes Gesamtpaket bietet.
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Schneller Start dank Tracto Finance
Die Ernst Ochse GmbH hatte erst vor zwei Jahren eine neue Anlage gekauft, die jedoch nicht für den felsigen Untergrund geeignet ist. Das Bauunternehmen konnte dennoch den Auftrag schnell annehmen, da die der Grundodrill 18ACS samt Werkzeugen von der Tracto Finance gemietet werden konnte. So waren keine großen Investitionen nötig und das Bauunternehmen konnte das Projekt zeitnah beginnen und profitabel abwickeln.
Wichtig war es laut Günter Ahlborn auch, dass die erste Bohrung durch den HDD-Anwendungstechniker von Tracto unterstützt wurde, der Bauleiter Matthias Koch und dessen Kollegen einwies. Im Verlauf der Arbeiten war nicht nur Können, sondern auch viel Geduld gefragt: „Teilweise dauerte es über eine Stunde, bis 3 Meter bewältigt waren. Daher waren die sechs Düker mit je 120 Metern Länge schon eine echte Hausnummer – auch für uns als Profis“, erklärt Ahlborn.

Erfolgsfaktoren Technik, Teamwork und Know-how
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Quelle: Tracto-Technik
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