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Abwassertechnik/

Kläranlage Frankfurt: Baugrube mit 3D-Baggertechnik

Spezialtiefbau

Präzisions-Baugrube für Frankfurts neue Kläranlage

29.05.2026, 09:20
FRANKFURT AM MAIN
Kläranlage Frankfurt: Baugrube mit 3D-Baggertechnik
Präzision im Einsatz: Der Semi-GPS-3D-Bagger arbeitet das Planum bis auf 2 cm genau aus. | Foto: Bauer Gruppe

Frankfurt hat für die Zukunft gegraben – und zwar tief. Auf dem Gelände der Kläranlage der Stadtentwässerung Frankfurt am Main (SEF) entsteht derzeit eine moderne Schlammfaulungsanlage, die künftig dafür sorgen wird, dass die Abwasserbehandlung der Stadt fit für die kommenden Herausforderungen ist.


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Für den Neubau erstellte die W. Schmidt-Diehler GmbH gemeinsam mit den Spezialisten des Bereichs Bauer Umwelt der Bauer Resources GmbH sowie der Bauer Spezialtiefbau GmbH die schlüsselfertige Baugrube auf rund 5.800 m² Fläche.

Bodenaushub wiederverwenden

Im Februar 2025 starteten die Arbeiten und wurden bis Ende September 2025 abgeschlossen. Schon der Beginn stellte das Team vor besondere Herausforderungen: Die Baufläche wurde in den 1960er-Jahren mit unterschiedlichstem Material um bis zu 4 Meter aufgefüllt.

Bauer Resources und Bauer Spezialtiefbau arbeiteten Hand in Hand, um die Baugrube termingerecht und passgenau fertigzustellen. | Foto: Bauer Gruppe
Bauer Resources und Bauer Spezialtiefbau arbeiteten Hand in Hand, um die Baugrube termingerecht und passgenau fertigzustellen. | Foto: Bauer Gruppe

„Wir mussten den aufgefüllten Boden sauber vom gewachsenen Kies trennen, um Letzteren nachhaltig wiederverwenden zu können, zum Beispiel als Zuschlagstoff für Beton“, erklärt Felix Blanco Ochando, Oberbauleiter im Bereich Bauer Umwelt der Bauer Resources GmbH, und fügt hinzu: „Unser Ziel ist es, möglichst viele Materialien im Kreislauf zu halten. Jeder wiederverwendete Kies, jeder recycelte Beton reduziert den Bedarf an neuen Ressourcen und schont die Umwelt.“ Gleichzeitig galt es, die Fläche für den Spezialtiefbau vorzubereiten.

Drei Bauphasen: abtragen, bohren, ausheben

In der ersten Bauphase wurde das Auffüllmaterial abgetragen und ein stabiles Bohrplanum auf rund 6.700 m² mittels Bodenkonditionierung durch Kalk-Zement-Einfräsen hergestellt. Anschließend folgte in der zweiten Bauphase das Einbringen von Schneckenortbetonpfählen mit einer Bauer BG 30 und einer Spundwand im U-Jagged-Verfahren mit einer RG 19 T von RTG, das für eine höhere Steifigkeit sorgt und in diesem Fall keine Rückverankerung benötigt. Dennoch wurden in Teilbereichen Bohr- und GEWI-Anker gesetzt, um die Standsicherheit zu optimieren.

Spundwandelemente im U-Jagged-Verfahren wurden millimetergenau mit einer RG 19 T eingebracht. Die Pfahlarbeiten wurden mit einer BG 30 ausgeführt. | Foto: Bauer Gruppe
Spundwandelemente im U-Jagged-Verfahren wurden millimetergenau mit einer RG 19 T eingebracht. Die Pfahlarbeiten wurden mit einer BG 30 ausgeführt. | Foto: Bauer Gruppe

„Gerade die Kombination aus unterschiedlichen Verfahren und die enge Zusammenarbeit von Bauer Resources und Bauer Spezialtiefbau haben hier einen reibungslosen Ablauf ermöglicht“, betont Blanco Ochando. In der zweiten Bauphase wurden zudem die Rückverankerung für die Spundwand erstellt und parallel Kampfmittelverdachtsflächen sondiert, während der Endaushub mit Tiefteilen bereits begonnen hatte. Insgesamt wurden rund 45.000 m³ Boden bewegt – bis auf 2 Zentimeter genau.

Drohnenaufnahmen dokumentierten Baufortschritt und Materialmengen von insgesamt 45.000 m³ bewegtem Boden. | Foto: Bauer Gruppe
Drohnenaufnahmen dokumentierten Baufortschritt und Materialmengen von insgesamt 45.000 m³ bewegtem Boden. | Foto: Bauer Gruppe

Möglich machte das auch der Einsatz moderner Technik: Ein Semi-GPS-3D-Bagger arbeitete halbautonom, unterstützt von Roverstab und Drohnenvermessung. „Per Knopfdruck zog der Bagger das Planum fast von allein. Präziser und effizienter geht es kaum“, so der Oberbauleiter. In der dritten Bauphase erfolgten der vollständige Endaushub, die Herstellung des Feinplanums, Drainagen und Sickerpackungen sowie der Einbau einer Schottertragschicht als Unterbau für die neuen Faulbehälter.

Schlüsselfertige Baugrube übergeben

Ende September 2025 wurde die Baugrube schlüsselfertig an den Hochbau übergeben. Nach der endgültigen Fertigstellung übernimmt die neue Schlammfaulungsanlage eine Schlüsselrolle in der Klärschlammbehandlung Frankfurts.

Quelle: Bauer Gruppe


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