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B_Iumweltbau

Herausforderungen am Naturschutzgebiet

Im saarländischen Wadern-Morscholz hat die OBG-Gruppe eine moderne Kläranlage errichtet. Nach einer rund zweieinhalbjährigen Bauzeit wurde die neue Kläranlage bereits erfolgreich abgenommen. Zukünftig wird das Abwasser von bis zu 2.500 Einwohnern mechanisch und biologisch gereinigt.

OBG baut moderne Kläranlage im Saarland
Kläranlage Wadern-Morscholz | Foto: OBG Gruppe/Aileen Trenz

Die neue Anlage ersetzt zwei veraltete Teiche auf dem rund 7.000 Quadratmeter großen Areal. Das gereinigte Wasser wird in den Wahnbach geleitet, der in die Prims mündet. Die Anlage ist für einen Zufluss von bis zu 26 Litern pro Sekunde dimensioniert, wobei das im Bau befindliche Regenüberlaufbecken als notwendiger Zwischenspeicher bei Lastspitzen fungiert.

Automatisierte Kläranlage und moderne Umwelttechnik

„Nach und nach werden die Teichkläranlagen durch technische Kläranlagen im Saarland ersetzt. Durch diese hochwertige Abwasserreinigung werden unsere Bäche und Flüsse sauberer. Die Abwasserreinigung auf der Kläranlage Morscholz läuft vollautomatisch. Im Regelbetrieb ist kein Personal auf der Anlage, die von den Mitarbeitern der Kläranlage Thailen betreut wird“, sagt Detlef Lenschow, Projektleiter im Tiefbau. „Die Errichtung der neuen Kläranlage, die direkt an ein Naturschutzgebiet grenzt, war zudem mit einigen baulich-technischen Besonderheiten verbunden, bei denen wir unser ganzes Know-how einbringen konnten.“

Zufahrt zur Kläranlage | Foto: OBG Gruppe/Aileen Trenz
Zufahrt zur Kläranlage | Foto: OBG Gruppe/Aileen Trenz

Gewerk / Kennzahl

Details

Erdarbeiten

ca. 8.000 m³ bewegter Boden

Betonbau

ca. 600 m³ verarbeiteter Beton

Elektrotechnik

1.500 Meter verlegte Starkstromkabel

Verfahrenstechnik

Biocos-Becken, Sandwaschanlage, Zulaufpumpwerk

Bauliche Herausforderungen: Tiefbau direkt am Naturschutzgebiet

Die Lage der Baustelle unmittelbar an einem Naturschutzgebiet erforderte besonderes Know-how und höchste Sorgfalt. Aufgrund des setzungsempfindlichen Untergrundes musste die Zufahrtsstraße auf einer Länge von 90 Metern als 35 Zentimeter dicke, stahlbetonbewehrte Decke ausgeführt werden.

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Baulich stellt die Anlage eine Besonderheit dar: Wegen des begrenzten Platzangebots wurde das Betriebsgebäude direkt über dem Abwasserbecken errichtet. Hierfür erstellte die OBG zunächst eine wasserdichte Baugrube mittels Mäkler und Spundwandverbau.

Regenwasserbehandlung und Schutz bei Starkregen

Bis zur endgültigen Fertigstellung im August 2026 wird die sogenannte Regenwasserbehandlung finalisiert. Diese besteht aus:

  • einem runden Regenüberlaufbecken zur Kapazitätserweiterung
  • einem Trennbauwerk inklusive Lamellen- und Kulissentauchwand
  • einem Überlaufbauwerk mit Feinsiebrechen zur Filterung bei extremem Starkregen.
Regenrückhaltebecken | Foto: OBG Gruppe/Aileen Trenz
Regenrückhaltebecken | Foto: OBG Gruppe/Aileen Trenz

Quelle: OBG-Gruppe


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