Exporte von Wasser- und Abwassertechnik so stark wie nie
Auf ein leicht schwächelndes Vorjahr folgte ein umso stärkeres Jahr 2025 für den Export von Wasser- und Abwassertechnik aus Deutschland. Das teilte der der VDMA, Fachverband Verfahrenstechnische Maschinen und Apparate mit. Im Jahr 2025 machte die Branche trotz weltweit schwieriger Märkte ein Export-Plus von 5,6 Prozent und stellt sich damit so stark auf wie nie zuvor – vor allem in den EU-Ländern.

Deutschland ist seit vielen Jahren ein wichtiges Lieferland für innovative und effiziente Wasser- und Abwassertechnik. Das betont der VDMA in einer Mitteilung zu dem Export-Rikordniveau. Herstellern von Wasser- und Abwassertechnik aus Deutschland ist es nach Angaben des Verbands gelungen, „überwiegend erfolgreich“ auf den internationalen Märkten zu agieren und somit das Vorjahresniveau 2024 sowie das bisherige Rekordniveau der Exporte aus dem Jahr 2023 zu überbieten. Diese Technik aus Deutschland sei 2025 weltweit so stark nachgefragt war wie nie zuvor.
Krisen und Unsicherheiten: Weltlage erschwert Exporte
Und das, obwohl die Weltlage den Handel massiv beeinflusst: Als außerordentliche Schwierigkeiten dabei nennt der Verband unter anderem Verwerfungen in der internationalen Handelspolitik, militärische Konflikte und Kriege, geringfügiges Wirtschaftswachstum und Investitionszurückhaltung in Deutschland – insgesamt politische und wirtschaftliche Unsicherheiten für Wirtschaftsakteure.

Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Ausfuhren der Branche im Jahr 2025 um 5,6 Prozent auf einen Warenwert von 1.368 Mio. Euro. Damit entwickelten sich die Ausfuhren dieses verfahrenstechnischen Teilbereichs auch positiver als die Ausfuhren des gesamten Maschinenbaus (minus 1,8 Prozent) oder der gesamten deutschen Wirtschaft (plus 1,0 Prozent), heißt es weiter.
Exportvolumen in den EU-27 steigt außerordentlich
Immer wichtiger für den Export von Wasser- und Abwassertechnik aus Deutschland werden analog zu den Zahlen der deutschen Gesamtwirtschaft die 27 EU-Länder, betont der Verband. In den EU-27 sei das Exportvolumen der heimischen Hersteller um 8,2 Prozent auf 694 Millionen Euro gestiegen. Damit seien mehr als 50 Prozent aller Exporte von Wasser- und Abwassertechnik aus Deutschland in die anderen EU-Staaten ausgeführt worden.
Die deutlichsten positiven Veränderungen habe es in den vergleichsweise kleinen Absatzregionen Südostasien (plus 53,0 Prozent), Nordafrika (plus 45,3 Prozent) und Naher/Mittlerer Osten (plus 29,6 Prozent) gegeben. Dem stünde laut VDMA für die ebenfalls wichtige Region Nordamerika eine negative Veränderung gegenüber. Ein Rückgang um 19,8 Prozent sei auf das schwierige Marktumfeld im US-amerikanischen Markt zurückzuführen (minus 24,7 Prozent).
Verschiebungen bei den zehn wichtigsten Exportmärkten
Von den zehn wichtigsten Einzelmärkten für Wasser- und Abwassertechnik aus Deutschland entwickelten sich 2024 die Ausfuhren in acht Märkte positiv und in zwei Märkte (USA, Vereinigtes Königreich) negativ. Nicht mehr unter den Top 10 ist China – 2020 noch der wichtigste Markt – nach einem weiteren Rückgang der Lieferungen.

Mit dem Rückgang der Lieferungen in die USA verändert sich auch die Rangfolge der fünf wichtigsten Exportmärkte. Mittlerweile führt erneut Frankreich die Rangfolge an. Wasser- und Abwassertechnik im Wert von 99 Millionen Euro wurden 2025 aus Deutschland nach Frankreich geliefert. Es folgen die USA mit 86 Millionen Euro, die Niederlande (83 Millionen Euro), Polen (82 Millionen Euro) und Italien (74 Millionen Euro).
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Den prozentual höchsten Zuwachs der Ausfuhren aus Deutschland in die zehn wichtigsten Märkte verzeichnete Polen mit plus 29,5 Prozent.
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Quelle: VDMA
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