Kommunale Kläranlagen halten EU-Vorgaben flächendeckend ein
Die kommunalen Kläranlagen in Deutschland halten die Vorgaben der EU zur Abwasserbehandlung nach wie vor flächendeckend ein und leisten damit den zentralen Beitrag zum Schutz unserer Gewässer. Auch für die Zukunft sind die Unternehmen und Verbände sehr gut aufgestellt.

Mit dem Leistungsnachweis kommunaler Kläranlagen analysiert und dokumentiert die DWA jährlich die Leistungsfähigkeit der kommunalen Abwasserbehandlung in Deutschland, der Leistungsnachweis 2025 bezieht sich auf die Messdaten des Jahres 2024. Die kommunalen Kläranlagen haben 2024 bei den Nährstoffen Phosphor und Stickstoff sowohl die Grenzwerte im Kläranlagenablauf eingehalten als auch die Mindestabbauraten – das Verhältnis von Konzentration im Kläranlagenzulauf zur Konzentration im Kläranlagenablauf – sicher erreicht. Die Phosphorfracht im Zulauf der Kläranlagen wurde von 5,9 mg/l um 92,3 Prozent auf 0,46 mg/l reduziert. Die Stickstofffracht wurde von 43,6 mg/l im Zulauf um 82,1 Prozent auf 7,8 mg/l im Kläranlagenablauf minimiert.
Mit der Nährstoffelimination, einer der zentralen Elemente der Abwasserbehandlung, soll eine Eutrophierung der Gewässer, eine Überdüngung aufgrund einer zu hohen Anreicherung mit Nährstoffen, verhindert werden. Zur Verbesserung des Gewässerschutzes hat die EU mit der Novellierung der Kommunalabwasserrichtlinie die seit 1991 geltenden Vorgaben zum Nährstoffabbau bei der Abwasserbehandlung deutlich verschärft. Die Phosphorkonzentration im Ablauf darf zukünftig maximal 0,7 mg/l betragen, für sehr große Kläranlagen mit mehr als 150.000 Einwohnerwerten beläuft sich der Phosphorgrenzwert auf 0,5 mg/l. Alternativ gibt die EU Eliminationsraten von 87,5 Prozent (10.000 bis 150.000 EW) bzw. 90 Prozent (ab 150.000 EW) vor. Für Gesamtstickstoff gelten Konzentrationsgrenzwerte von 10 mg/l ab 10.000 Einwohnerwerten und 8 mg/l ab 150.000 Einwohnerwerten. Die alternative Eliminationsrate beläuft sich für alle Anlagen auf 80 Prozent. Die Grenzwerte müssen ab 2045 bundesweit eingehalten werden, bis dahin sind prozentuale Zwischenziele zu erreichen.
DWA-Leistungsnachweis kommunaler Kläranlagen
Die DWA plädiert für eine pragmatische Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie mit Augenmaß. Unnötige Kosten durch einen nationalen Sonderweg sind im Sinne eines effizienten Gewässerschutzes unbedingt zu vermeiden.
Der Leistungsnachweis kommunaler Kläranlagen der DWA verfügt über eine hohe Aussagekraft. Von den insgesamt 8.891 kommunalen Abwasserbehandlungsanlagen in Deutschland mit einer Ausbaukapazität von 152,1 Mio. Einwohnerwerten beteiligten sich 4.882 Klaranlagen mit einer Ausbaukapazität von 120,9 Mio. Einwohnerwerten am 37. DWA-Leistungsnachweis, bezogen auf die Ausbaukapazität eine Beteiligung von knapp 80 Prozent. Grundlage der Auswertung sind über 3,6 Mio. Einzelmessungen des Betriebspersonals im Rahmen der Selbstüberwachung, die als Jahresmittelwerte in die Bewertung einfließen.
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Quelle: DWA
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