Branchenreport
So ist die wirtschaftliche Lage im GaLaBau

Der Garten- und Landschaftsbau zeigt zwar eine stabile Entwicklung, steht aber zugleich unter wirtschaftlichem Druck. Zu diesem Ergebnis kommt der Branchenreport 2026. Die Einschätzungen der Mitgliedsbetriebe haben sich zuletzt eingetrübt.

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Der GaLaBau-Branchenreport führt aktuelle Daten mit längerfristigen Auswertungen zusammen und macht so sichtbar, was hinter einzelnen Jahreszahlen steckt. Grundlage dafür sind unter anderem Wirtschaftsdaten des Bundesverbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL). Dessen Mitgliedsbetriebe stehen für rund 63 Prozent des Branchenumsatzes. Allein im vergangenen Jahr erwirtschaftete der deutsche GaLaBau 11,11 Milliarden Euro. 131.746 Menschen waren in den Betrieben beschäftigt. Den Branchenreport hat die Unternehmensberatung Kullmann und Meinen gemeinsam mit dem BGL erstellt.
Umsätze im GaLaBau
Wie dem Report zu entnehmen ist, steigen die Umsätze nominal weiter. Zwischen 2024 und 2025 legte die Branche demnach erneut zu. So werde für 2026 ein nominales Plus von rund 4,6 Prozent erwartet. Doch preisbereinigt zeigte sich dem Zahlenwerk zufolge seit 2021 kein echtes Wachstum. Hohe Baupreissteigerungen zehren die nominalen Zuwächse auf. Allerdings gebe es Aufholeffekte, 2025 schrumpfte der reale Umsatz kaum noch, so der Report. Zur Branchensituation heißt es: Der GaLaBau befindet sich in einer stabilen, aber angespannten Marktphase. Das Wachstum sei vor allem preisgetrieben, während reale Impulse bislang begrenzt blieben.
Entwicklung der Betriebe und Beschäftigung
Laut Branchenreport steigt die Zahl der Betriebe seit Jahren kontinuierlich. Gründe seien die anhaltende Nachfrage nach landschaftsgärtnerischen Leistungen sowie niedrige Markteintrittsbarrieren, weil der Beruf nicht geschützt sei. Rund 88 Prozent der Betriebe beschäftigen bis zu zehn Mitarbeiter. So bleibe die Branche kleinteilig strukturiert, heißt es im Report.
Die Zahl der Beschäftigten wächst demnach nur noch geringfügig. Dies hänge mit der realen Umsatzstagnation und dem anhaltenden Fachkräftemangel zusammen. Die Azubi-Zahl stieg 2025 wieder deutlich an. Nachwuchssicherung bleibt laut Branchenreport angesichts des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels ein zentraler Erfolgsfaktor.
Was die Stimmung in den Unternehmen eintrübt
Politische Unsicherheiten, schwache Konjunkturprognosen und stärkerer Wettbewerb belasten die Erwartungen. Die Einschätzungen der Mitgliedsbetriebe haben sich dem Report zufolge zuletzt eingetrübt. Trotz steigender Preise berichten die Betriebe von stärkerem Wettbewerb in öffentlichen, gewerblichen und privaten Märkten, heißt es. Und die Ertragslage? Auch wenn die Betriebsrendite auf höchstem Niveau rangiere, bewerteten viele Unternehmen ihre Ertrags- und Gewinnsituation zunehmend kritisch.
Die Zahlungsziele wurden laut Branchenreport seit 2023 wieder häufiger nicht eingehalten. Für 2026 wird eine leichte Verbesserung erwartet. Die Insolvenzquote lag lange auf niedrigem Niveau, stieg seit 2022 aber wieder an. 2025 werde sie deutlicher zunehmen, heißt es, bleibe aber unter dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt.
Verschiebung der Umsatzstruktur
Pflegeleistungen gewinnen laut Report deutlich an Bedeutung: Während ihr Anteil am Gesamtumsatz seit 2021 gestiegen ist, habe der Neubau an Gewicht verloren. Pflegeleistungen sorgten für kontinuierlichere Nachfrage, seien weniger abhängig von Neubauzyklen und wirkten stabilisierend, heißt es. Unterdessen bleibe der Privatgarten trotz leichter Rückgänge der wichtigste Umsatzbereich.
Der Wohnungsbau verlor laut Branchenreport deutlich an Bedeutung. Die Gründe: hohe Baupreise, gestiegene Zinsen, Förderunsicherheiten und lange Genehmigungsverfahren. 2025 stiegen die Genehmigungen wieder moderat. Mögliche Impulse für den Landschaftsbau seien daher mit zeitlicher Verzögerung zu erwarten.
Wo die Chancen im GaLaBau liegen
Öffentliche Investitionen können Schwächen in anderen Bereichen teilweise ausgleichen und zeigen eine stabile Entwicklung. Chancen ergeben sich dem Report zufolge vor allem aus Pflegeleistungen, öffentlichen Investitionen, Klimaanpassung, Infrastrukturmaßnahmen und einer Erholung des Wohnungsbaus. Der GaLaBau-Branchenreport 2026 ist unter www.galabau.de/branchenreport abrufbar.
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Quelle: BGL
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