Ausbildung im GaLaBau
Zehn Kenianer als neue Azubis in Bayern

Im Garten- und Landschaftsbau werden NachwuchskrĂ€fte hĂ€nderingend gesucht. Der bayerische GaLaBau-Fachverband startete daher in diesem Jahr das Projekt âAzubi-Gewinnung Keniaâ: Nach einem Auswahlverfahren beginnen im September zehn Frauen und MĂ€nner aus dem ostafrikanischen Land in bayerischen Betrieben ihre Ausbildung.

Das AufmaĂ bleibt im Team, die Genauigkeit auf dem Platz
Effiziente GaLaBau-Vermessung: Der GNSS-EmpfĂ€nger UNI-GR2 ermöglicht zentimetergenaue AufmaĂe und digitale Dokumentation komplett in Eigenregie.
Bewerber aus Kenia absolvierten GaLaBau-Test
In diesem Mai durchliefen die Bewerberinnen und Bewerber im âGreen Skills Campâ auf dem GelĂ€nde der Kiambu National Polytechnic einen Auswahlprozess. Zu den Aufgaben gehörten Pflanz-, Pflaster- und Plattenarbeiten ebenso wie der Umgang mit dem NivelliergerĂ€t und der Motorheckenschere. AuĂer handwerklichen FĂ€higkeiten flossen Motivation, Auffassungsgabe, Belastbarkeit, ZuverlĂ€ssigkeit und TeamfĂ€higkeit in die Bewertung ein. Neben Susann Liebe begleiteten Sem Haikali, Ausbilder bei der DEULA Bayern, sowie Oliver Lindholz, Ausbilder und Bauleiter bei der Firma Endlich Garten- und Landschaftsbau, den achttĂ€gigen Praxistest vor Ort.
Ausbildung beginnt im September: âWird kein Spaziergangâ
Die Finanzierung des Verfahrens â von der Projektausschreibung ĂŒber den Test bis hin zu den Reise- und Aufenthaltskosten aller Beteiligten â ĂŒbernahm die GIZ. Zudem stellte die Gesellschaft Materialien, Werkzeuge und technische GerĂ€te zur VerfĂŒgung. Zwei Frauen und acht MĂ€nner konnten ĂŒberzeugen. Sie werden im August am MĂŒnchner Flughafen erwartet und sollen dann im September ihre Ausbildung in sechs bayerischen GaLaBau-Betrieben beginnen. âIch hoffe sehr, dass alle bei uns gut ankommen und ihren Weg machen â sie hĂ€tten es verdientâ, sagt Lindholz, âdas wird zwar kein Spaziergang, fĂŒr keinen der Beteiligten. Aber LandschaftsgĂ€rtner schaffen das.â
Betriebe und Willkommenslotsin bereiten Ausbildungsstart vor

In der abschlieĂenden Projektphase bereiten die aufnehmenden Unternehmen gemeinsam mit Liebe unterdessen den Ausbildungsstart der Kenianerinnen und Kenianer vor. Die Betriebe finanzieren zunĂ€chst die Einreise ihrer zukĂŒnftigen Auszubildenden. In Form eines Darlehens oder Gehaltsvorschusses ĂŒbernehmen sie die Reisekosten sowie die Visa-GebĂŒhren. Zudem stellen sie bezahlbaren Wohnraum zur VerfĂŒgung.
Die Willkommenslotsin kĂŒmmert sich indes um die Erstellung der AusbildungsvertrĂ€ge und erforderlichen Vollmachten. Auch koordiniert sie die weiteren Verfahrensschritte mit den Ămtern fĂŒr ErnĂ€hrung, Landwirtschaft und Forsten als zustĂ€ndigen Stellen. Zudem beantragt sie die Vorabzustimmung der Bundesagentur fĂŒr Arbeit und leitet die auslĂ€nderrechtlichen Visaverfahren in Abstimmung mit der GIZ und der deutschen Botschaft in Nairobi ein. Auch nach dem Ausbildungsstart im September unterstĂŒtzen Liebe, Haikali und Lindholz bei der Integration der Auszubildenden, etwa bei behördlichen oder organisatorischen Fragen im Alltag.
âKeine anonymen Zufallsbewerbungenâ
âMit dem Projekt des VGL Bayern erhalten die Betriebe keine anonymen Zufallsbewerbungen, sondern Auszubildende, die sich zuvor in einem strukturierten und vor allem persönlich begleiteten Auswahlprozess bewĂ€hrt haben. Es entstehen keine VermittlungsgebĂŒhrenâ, betont Liebe, âauch damit grenzen wir uns von unseriösen Vermittlern ab.â
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Quelle: VGL Bayern
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