Baumaschinen
Wacker Neuson: Mobilbagger EW100 auf vier Baustellen im Praxistest

Ob Landschaftspflege, Forst, Entwässerung oder enges Innenstadt-Areal: Seinen Mobilbagger EW 100 bezeichnet Wacker Neuson als Allrounder. Wie vielseitig die 10-Tonnen-Maschine tatsächlich ist, testen vier Betriebe aus Deutschland, Österreich, Tschechien und der Schweiz auf unterschiedlichen Baustellen.
Mit einer speziellen grünen Lackierung ist der EW100 im Betrieb Energieholz Hessen in Bad Vilbel sowohl bei leichten Forstarbeiten als auch im Garten- und Landschaftsbau im Einsatz. Ausgestattet mit Astsäge, Fällgreifer und Forstmulcher übernimmt der Bagger Aufgaben, die vom präzisen Greifen einzelner Pflanzen bis hin zur kraftvollen Auslichtung von Gehölzen entlang eines Bachlaufs reichen. Dies ermöglicht eine gezielte Vegetationsbewirtschaftung und einen verbesserten Wasserabfluss.
„Für uns ist diese Maschine ein absoluter Allrounder“, sagt Henrik Jacobi von Energieholz Hessen, „sie kommt fast täglich zum Einsatz." Kompakte Abmessungen und Standfestigkeit des Baggers erweisen sich in unwegsamem Gelände als vorteilhaft, während voreingestellte Hydraulikparameter die Bedienung anspruchsvoller Anbaugeräte erleichtern. Die Straßenzulassung und der Anhängerbetrieb sorgen für zusätzliche Flexibilität im Arbeitsalltag.
Mobilbagger EW100 in der Schweiz auf engem Raum

Weiter geht es in die Schweiz: Bei der Hofmann-Gruppe in Winterthur muss der EW100 auf innerstädtischen Baustellen mit häufigen Standortwechseln sein Können unter Beweis stellen. Der Bagger fährt von Einsatzort zu Einsatzort, wo er so einige Aufgaben erledigt: Abbrucharbeiten mit Betonschere oder Hydraulikhammer, Geländemodellierung und Planierarbeiten mit Rototilt-System sowie Materialumschlag. Auch das Betriebskonzept ist entscheidend: Weil nicht immer dieselben Fahrer die Maschine bedienen, sorgen gespeicherte Anbaugeräte-Parameter für klare Arbeitsabläufe und verkürzen die Einrichtungszeit.
Das macht den EW100 zu einer vielseitigen Arbeitsplattform, die in engen Räumen gleich mehrere Maschinen ersetzen kann. Für Beni Vogt von der Hofmann Gruppe ist der EW100 mehr als ein Bagger: „Mit Anbaugeräten wie Betonschere, Verdichtungsplatte oder Palettengabel wird er zu einem vielseitigen Allrounder, der auf der Baustelle mehrere Maschinen ersetzt."
Von Drainagearbeiten über Verdichtung bis Abbruch

Es folgt ein Abstecher nach Niederösterreich: Bei Pfeffer Erdbau zeigt der EW100 seine Stärken bei Drainagearbeiten, Verdichtung, Abbruch und Forsteinsätzen. Mit einer Fräse hebt Gerhard Pfeffer zügig Gräben aus und verlegt Bewässerungsrohre schneller, als es mit einem Tieflöffel möglich wäre. Anschließend übernimmt ein Verdichtungsrad die Rückverdichtung, bevor die Fläche mit dem Böschungslöffel planiert wird – alles ohne Maschinenwechsel. Zu den weiteren Einsatzgebieten zählen die Geländemodellierung mit Tiltrotator, das Entfernen von Baumstümpfen mit einer Stubbenfräse sowie Abbrucharbeiten mit dem Hydraulikhammer.
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Eine Rolle spielt für ihn auch die „MiC 4.0“-Schnittstelle: Denn vorprogrammierte Einstellungen ermöglichen schnelle Werkzeugwechsel ohne Nachjustierung. Hinzu kommen klimatisierte Kabine, bequemer Sitz, angenehmer Geräuschpegel und Rundumsicht – für Pfeffer dient der Bagger als vollwertiger Arbeitsplatz: „Er ist Büro und Wohnzimmer in einem.“
Baggerschaufel als ausgestreckte Hand des Bedieners

Vierte und letzte Station ist die tschechische Firma Krejčí Vodovody, die Wasser- und Abwassernetze – inklusive zugehöriger Bauwerke und Technik – errichtet. Der EW100 kommt dort hauptsächlich im Bau städtischer Versorgungsleitungen zum Einsatz. Firmeninhaber Petr Krejčí entschied sich 2023 für Mobilbagger, um Erdarbeiten, Materialtransport und häufige Standortwechsel mit einer einzigen Maschine bewältigen zu können.
Tieflöffel, Greifer, Palettengabeln und ein Hydraulikhammer lassen sich schnell und direkt aus der Kabine heraus wechseln. Wofür zuvor mehrere Maschinen erforderlich waren, reicht jetzt der EW100. Krejčí hebt die feinfühlige Steuerung und den Komfort der Kabine hervor: „Gerade an langen Arbeitstagen und bei präzisen Grabungen zwischen bestehenden Leitungen ist der Löffel die verlängerte Hand des Bedieners."
Bagger-Analyse bei Wacker Neuson
Fred Cordes, Geschäftsführer von Wacker Neuson Vertrieb Deutschland und verantwortlich für die Direktvertriebsmärkte in Europa, sagt: „Die Anwendungen, die wir für unsere Kunden realisiert haben, zeigen eindrucksvoll das Potenzial des EW100, wenn Maschine, Anbaugerät und Einsatz optimal aufeinander abgestimmt sind." Vertriebsspezialisten und Produktexperten aus dem Werk analysierten die Einsatzszenarien gemeinsam mit den Kunden und stimmten Maschine und Anbaugeräte optimal auf die jeweiligen Anforderungen ab.
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Quelle: Wacker Neuson
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