Akku-System im Test
Schneller laden, länger arbeiten

Das neue Allpro Akku-System von Stihl für den professionellen Einsatz in Forst, GaLaBau oder bei kommunalen Aufgaben verspricht eine superstarke Leistung, bis zu 3.000 Ladezyklen und extrem kurze Akku-Ladezeiten. Bevor Stihl das Allpro-System ab August 2026 in den Handel bringt, konnten wir exklusiv für die B_I galabau den Praxistest machen. Halten die Akkus, was Stihl verspricht?

Das Aufmaß bleibt im Team, die Genauigkeit auf dem Platz
Effiziente GaLaBau-Vermessung: Der GNSS-Empfänger UNI-GR2 ermöglicht zentimetergenaue Aufmaße und digitale Dokumentation komplett in Eigenregie.
Er reibt sich schon voller Freude die Hände, denn das Allpro Akku-System von Stihl ist erst ab August 2026 im Handel und online erhältlich - aber er darf schon jetzt damit arbeiten: Hasan Sahin, Mitarbeiter von B_I Medien, testet die Allpro Akkus im Einsatz rund um das Verlagshaus in Kiel. Zur Verfügung stehen ihm drei Akkugeräte: der Rasenmäher RMA 448 PV, der Laubbläser BGA 250 und die Heckenschere HSA 140.0 T.
Intuitive Handhabung: Laubbläser, Heckenschere und Rasenmäher im Einsatz
Zudem kann Sahin insgesamt vier AP 300.0 P (40V) Akkus für energieintensive Arbeiten nutzen und diese mit dem Schnellladegerät AL 1802 MO wieder aufladen. Schon beim Auspacken zeigt er sich begeistert. Sowohl die Akkus als auch die Geräte liegen schon mal ausgesprochen gut in der Hand, betont er, das Handling ist einfach und intuitiv. Umso gespannter startet er in den Test.

Sahin beginnt mit dem Laubbläser BGA 250. Sowohl das Gerät mit der Schlaufe zum Umhängen als auch die Akkus sind „wirklich sehr leicht, sehr handlich“. Er zeigt sich begeistert von der Power des Laubbläsers – ohne Kraftverluste durch einen sich mit der Zeit entleerenden Akku. „Der Akku hat eine wirklich gute Power. Der könnte sogar mich umpusten. Dabei aber wirklich leicht, und mit echter Kraft.“ Mit nur einer Hand bedient Sahin das Gerät und auch den Akku-Tausch – „Ganz easy, ganz einfach, wirklich toll.“
Weiter geht es mit der Heckenschere. Diese kommt aufgrund des Bundesnaturschutzgesetzes nur kurz zum Test und nicht an Hecke, Baum oder Gebüsch zum Einsatz – der Heckenschnitt ist im Sommer in Deutschland zum Schutz der heimischen Tiere verboten.
Doch Hasan Sahin möchte die HSA 140.0 T trotzdem einmal anwerfen – und ein breites Lächeln breitet sich über sein Gesicht aus. „Den Akku einfach reindrücken, einrasten, losarbeiten und fertig. Es ist so schön einfach – alles überhaupt kein Problem.“ Er betont, dass die Heckenschere ausgesprochen leise und leicht ist, „man braucht keine große Kraft beim Arbeiten“.

Auch der Rasenmäher RMA 448 PV ist so leicht, handlich und einfach zu bedienen wie die zwei Geräte zuvor: „Schön leise, und schneidet sehr gut“, befindet Sahin und weist auch in diesem Fall auf die einfache und intuitive Bedienung hin.
Tabless-Zellen sorgen für längere Laufzeiten und konstante Power
Das Allpro-System ist laut Angaben von Stihl „die nächste Generation der professionellen Akku-Technologie“. Die Hochleistungsakkus mit Tabless-Zellen ermöglichen etwa 20 % längere Laufzeiten – je nachdem mit welchem Gerät, welchem Akku (das Allpro-System bietet Modelle von 111 Wh bis 333 Wh Kapazität, siehe Infokasten) und mit welcher Intensität gearbeitet wurde.
Die Stihl Allpro Akku-Varianten im Überlick:
Das Portfolio umfasst drei Tabless-Varianten mit 36 Volt Nennspannung (40 V Max.) und gestaffelten Kapazitäten:
- AP 100.0 P: 0,9 kg Gewicht bei 111 Wh Energieinhalt, optimiert für handgeführte Geräte wie Heckenscheren.
- AP 200.0 P: 1,4 kg Gewicht bei 222 Wh Energieinhalt als Allround-Lösung.
- AP 300.0 P / PC: 1,9 kg Gewicht bei 333 Wh Energieinhalt für energieintensive Arbeiten. Die PC-Version verfügt zudem über eine integrierte Schnittstelle für das digitale Flottenmanagement.
Für Anwendungen, bei denen die sehr schnellen Ladegeschwindigkeiten eine untergeordnete Rolle spielen, werden parallel zwei kostengünstigere Modellvarianten mit Standardzellen (AP 20.1 und AP 30.1) angeboten.
Volle Kompatibilität zum bestehenden AP-System
Ab August 2026 ersetzt das neue Allpro-System die bisherige AP-Akku-Reihe des Herstellers. Um bestehende Investitionen in den Betrieben zu schützen, wurde die Schnittstelle vollständig abwärtskompatibel gestaltet: Bereits vorhandene Ladegeräte und Werkzeuge können nahtlos mit den neuen Komponenten kombiniert und weitergenutzt werden.

Durch die Zelltechnologie entsteht im Betrieb weniger Wärme. So kann die Energie effizienter genutzt werden – und so entsteht die verlängerte Akku-Laufzeit. Hasan Sahins Akku ist auch nach einer Stunde intensiver Arbeit immer noch fast voll. Er prüft den Ladestand immer wieder während des Gebrauchs per Knopfdruck.
Um das System auch auf die beworbene ultraschnelle Ladegeschwindigkeit zu testen, muss er auch noch das Gelände der benachbarten Firma mähen. Erst am nachfolgenden Tag und nach weiteren Tätigkeiten sind zwei Akkus leer.
Ultraschnelles Laden auf dem Prüfstand: Volle Akkus in Rekordzeit?
Stihl bewirbt das Akku-System mit ultraschnellem Laden: in 9 Minuten auf 80 %. Das ist eine Schnellladung, die unter idealen Bedingungen in Kombination mit dem entsprechenden Schnellladegerät AL 1802 MO möglich ist.
Eine exakte Minuten-Angabe für eine Vollladung von einem Akku oder simultan zwei Akkus gibt es derzeit nicht – Sahin schätzt die Vollladung auf 100% von einem Akku auf etwa 20 Minuten. So würde es bei sequenziellem Laden entsprechend rund 40 Minuten dauern, bis beide Akkus voll sind. Das bietet sich an, wenn simultan zum Arbeiten mit einem Akku der andere Akku geladen wird.
Beim gleichzeitigen Laden beider Akkus müsste sich die Ladeleistung aufteilen, wodurch die Ladezeit pro Akku etwas ansteigen dürfte. Hier würde die Gesamtzeit bei ebenfalls schätzungsweise 40 Minuten für beide Akkus zusammen liegen.
Hasan Sahin will es allerdings ganz genau wissen. Er hat seine zwei leeren AP 300.0 P Akkus gleichzeitig geladen. Das Schnellladegerät AL 1802 MO hat er dafür mit dem Netzteil angeschlossen. Das überaus gute Ergebnis: Beim simultanen Laden zweier komplett leerer Akkus sind beide nach 30 Minuten beide wieder zu 100 % voll.
Die Vorteile des Allpro-Systems für den Flotteneinsatz im Überblick
Der praktische Nutzwert beim kommunalen Einsatz und für GaLaBau:
- Geringerer Innenwiderstand: Durch die Tabless-Zellen steigt die Lebensdauer auf bis zu 3.000 Ladezyklen ohne nennenswerten Kapazitätsverlust.
- Konstante Leistungsabgabe: Die Werkzeuge rufen unabhängig vom aktuellen Restladestand der Batterie bis zum Schluss die volle Performance ab.
- Extrem kurze Rüstzeiten: In Kombination mit dem mobilen Schnellladegerät AL 1802 MO erreichen die Tabless-Akkus gemäß der Herstellerangaben eine Ladung von 80 Prozent in 9 Minuten. In Verbindung mit einer mobilen Powerstation (z. B. Stihl PS 2000) ist damit ein kontinuierlicher Zwei-Akku-Wechselbetrieb auch draußen auf der Baustelle oder im Forst möglich – komplett autark vom Stromnetz.
- Robustheit: Die Gehäuse erfüllen die Schutzklasse IPX5 und sind damit gegen Strahlwasser aus allen Richtungen geschützt, was den Ganzjahreseinsatz bei jeder Witterung erlaubt.
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Hasan Sahin ist begeistert von dem Akku-System und hält beide Daumen hoch. Mit dem neuen Allpro Akku-System ist Stihl ein überzeugender Innovationssprung gelungen, findet er. Im Praxistest beeindrucken ihn besonders die kürzten Ladezeiten, die konstante Kraft des Akkus und das einfache Handling.
Das System hält ein, was es verspricht: weniger Wartezeiten, spürbar mehr Effizienz und spürbaren Leistungsabfall – Sahin findet: Das ist ein echtes Upgrade für Nutzerinnen und Nutzer in Fachbetrieben. Der Marktstart im August 2026 lässt nicht mehr lang auf sich warten.
Lesen Sie mehr über das Stihl Allpro Akku-System:
Stihl Allpro Akku-System im Praxistest: Tabless-Akkus für den GaLaBau: Weitere Bilder

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