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Akku statt Verbrenner: Hat der Zweitakter im GaLaBau ausgedient? Kress liefert Antworten

Akku statt Verbrenner: Hat der Zweitakter im GaLaBau ausgedient? Kress liefert Antworten
Thomas Sump: "Zukünftig wird es vor allem um Gewicht und Ergonomie gehen." | Foto: Kress

Die Elektrifizierung im Garten- und Landschaftsbau (GaLaBau) ist längst kein Nischenthema mehr, sondern gelebte Praxis auf den Baustellen. Am Rande der Fachmesse in Nürnberg sprach B_I galabau mit Thomas Sump, CEO D-A-CH der Positec Group, über das Ende der zitternden Hände nach einem langen Arbeitstag, drastische Einsparpotenziale bei den Betriebskosten sowie die Nominierung für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis.

Was sind aus Ihrer Sicht die zentralen Anforderungen, die ein Garten- und Landschaftsbauer heute an Kleingeräte stellt?

Thomas Sump: Wenn wir über Akku betriebene Geräte sprechen – und wir bei Kress reden ausschließlich darüber, da wir noch nie einen Verbrennermotor produziert haben –, dann geht es um die Themen Robotisierung und Elektrifizierung. Die Hauptanforderung ist ein smartes Batteriemanagement-System. Als GaLaBauer möchte man seine Mitarbeiter morgens nicht mit fünf bis zehn Akkus ausstatten müssen, die abends wieder eingesammelt werden, ohne genau zu wissen, welcher Akku voll ist und welcher nicht. Das nächtliche Laden birgt zudem immer die Sorge, dass etwas passieren könnte.

Das zweite entscheidende Thema ist die Power. Es herrscht immer noch der Glaube, dass elektrifizierte Geräte nicht die Leistung von herkömmlichen Zweitaktmotoren erreichen. Das ist absolut überholt. Wir haben hier auf der Messe unseren neuen Laubbläser mit 41 Newton – das ist der stärkste, den Sie finden werden. Unsere Rasenmäherprodukte sind unaufhaltsam, weil ein Elektromotor ein ganz anderes Drehmoment liefert. Das Thema Power können wir also komplett abhaken.

Der dritte Punkt ist der Preis. Über unser Cyber System, die Verbindung unserer Commercial-Geräte mit unserem Cyber Tank, bringen wir die „Tankstelle“ nach Hause. Dafür wurden wir übrigens auch für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis nominiert. Der GaLaBauer kann seine Betriebskosten massiv reduzieren, weil er nicht mehr auf fossile Kraftstoffe angewiesen ist. Er kann den Cyber Tank zu Hause laden, gern auch über Photovoltaik mit Grünstrom, und hat dann über den Tag quasi keinen Verbrauch mehr.

Elektrifizierung statt Zweitakter: 8-Minuten-Ladezeit und neue Händler-Modelle

Kress war vor zwei Jahren einer der ersten Anbieter, der das Laden eines Akkus in nur acht Minuten ermöglichte. Inzwischen können das auch andere. Ein GaLaBauer sagte uns einmal, für ihn sei vor allem wichtig, dass die Ladezeit kürzer ist als die Arbeitszeit. Wohin geht die Reise bei der Akkutechnologie?

Sump: Zukünftig wird es vor allem um Gewicht und Ergonomie gehen. Mit unserem 8-Minuten-Ladesystem, das ohne Abkühlzeiten auskommt, sind wir extrem gut aufgestellt. Es gibt keine sogenannte „Downtime“ – der Akku ist entweder im Einsatz oder er lädt. Der eigentliche Fokus liegt jetzt aber darauf, den Markt wirklich nachhaltig zu elektrifizieren und Verbrennermotoren für den GaLaBau komplett zu ersetzen.

Für den Fachhändler stellt dieser Wandel ein riesiges Problem dar, da das gesamte After-Sales-Geschäft durch Wartung und Reparatur wegfällt. Unser Ansatz ist hier ein Konsignationsmodell: Alle Bestände beim Händler bleiben in unserem Besitz. Dadurch können wir Verkaufspreise besser steuern, einen Online-Preisverfall verhindern und dem Händler eine garantierte Marge zwischen 25 und 35 Prozent bieten. Der Händler verdient also direkt beim Verkauf der Maschine und nicht mehr am After-Sales, der zukünftig ohnehin wegbrechen wird. Daran führt kein Weg vorbei.

Nominierung Nachhaltigkeitspreis: Ergonomie und Emissionsschutz auf der Baustelle

Sie haben erwähnt, dass Kress für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis nominiert ist. Wofür genau?

Sump: Wir sind mit unserem Kress Cyber System in der Kategorie „Nachhaltige Produkte“ nominiert. Die Gründe sind die Elektrifizierung, die ständige Verfügbarkeit und die Kraft der Produkte, die mit benzinbetriebenen Geräten gleichwertig ist. Hinzu kommen die reduzierten Geräuschemissionen und der Vorteil für den Anwender: Nach sechs Stunden Arbeit mit einem unserer Geräte hat man abends keine zitternden Hände, wie es bei einem Zweitaktmotor der Fall wäre. Es ist also besser für die Natur, die Innenstädte und den Menschen.

Autonome Rasenmäher als Geschäftsmodell: Investitionen clever kalkulieren

Was verbirgt sich hinter dem von Ihnen erwähnten „Game Changer Event“?

Sump: Bei unseren Game Changer Events initiieren wir gemeinsam mit unseren Händlern eine individuelle Veranstaltung, zu der der Händler seine potenziellen GaLaBau-Kunden einlädt – meist fünf bis zehn technologieoffene Unternehmer, die wachsen wollen. Dort schulen wir technisch, führen die Produkte vor, aber informieren vor allem über das Geschäftsmodell. Der Kress Voyager zum Beispiel ist für uns nicht nur ein autonomer Rasenroboter, sondern ein komplettes Geschäftsmodell. Der GaLaBauer kann seine Betriebskosten um bis zu 80 Prozent senken. Diese Ersparnis kann er als Marge einstreichen oder in seine Preiskalkulation einfließen lassen, um mehr Ausschreibungen zu gewinnen. Wir verkaufen also kein Gerät für 50.000 Euro, sondern ein Geschäftsmodell, das dem GaLaBauer über fünf Jahre mehr als 200.000 Euro zusätzlich verdienen lässt.

Gedeiht die grüne Branche?

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Das volle Ökosystem: Warum Kress die Landschaftspflege revolutionieren will

Stellen Sie sich vor, Sie treffen heute Abend auf einer Standparty einen GaLaBauer, der auf einen Ihrer Mitbewerber schwört. Wie würden Sie ihn in zwei oder drei Sätzen überzeugen, bei der nächsten Anschaffung auf Kress zu setzen?

Sump: Wir sind die Einzigen, die ein volles Ökosystem zur Elektrifizierung bieten. Mit dem Kress Voyager haben wir den Kreis geschlossen und bieten nun sowohl Handheld-Geräte als auch autonomes Rasenmähen aus einer Hand – alles greift auf dasselbe Batteriesystem zurück. Wir versetzen den GaLaBauer damit in die Lage, massiv Geld zu sparen, indem er seine Betriebskosten drastisch senkt.


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