H+H schließt drei deutsche Kalksandstein-Werke
Vor dem Hintergrund des deutlichen Nachfragerückgangs im Wohnungsbau hat der dänische Baustoffhersteller H+H seine Produktion in Deutschland zurückgefahren. Drei Kalksandsteinwerke der Gruppe haben die Produktion eingestellt und werden in diesem Monat endgültig stillgelegt. Auch in den Porenbetonwerken von H+H werden die Kapazitäten reduziert.


Das sind die neuen Prallbrecher der nächsten Generation
Mit der GIPO P 101 GIGA und GIPO P 111 GIGA präsentiert der Schweizer Hersteller zwei neue Prallbrecher, die rein elektrisch betrieben werden können.
Von der Stilllegung betroffen sind die Kalksandsteinwerke in Demmin (Mecklenburg-Vorpommern), Kronau und Niederrimsingen (beide Baden-Württemberg). Als Grund nennt das Unternehmen den deutlichen Nachfragerückgang im Wohnungsbau. Die drei Werke werden aber laut Joachim Kartaun, Leiter strategisches Marketing und Prokurist der H+H Deutschland GmbH, nicht verkauft, sondern bleiben als Auslieferungslager erhalten. Was mit dem Personal geschieht, ist noch nicht klar. „Die Gespräche mit den Mitarbeitern sind noch nicht abgeschlossen. Wo möglich und vom Mitarbeiter gewünscht, bietet H+H offene Stellen an anderen Standorten an“, so Kartaun gegenüber dem B_I baumagazin.
Sechs H+H-Werke decken Kalksandstein-Bedarf ab
Die Entscheidung für das Ende der Produktion in gerade diesen Werken sei aufgrund ihrer geografischen Nähe zu anderen Kalksandsteinwerken von H+H gefallen, so Kartaun weiter. Die verbliebenen sechs Werke seien aufgrund der Werksschließungen nun ausreichend ausgelastet. Dank ihrer Anlagentechnik und Größe könnten sie Kunden und Baustellen in der jeweiligen Region auch dann noch problemlos beliefern, wenn die Nachfrage das Volumen des Jahres 2020 wieder erreichen würde. Deshalb würden die drei jetzt geschlossenen Werke dann auch nicht wieder angefahren, sollte sich der Markt erholen.

H+H: Auch Nachfrage nach Porenbeton geht zurück
Ähnliche Probleme gibt es bei H+H in den fünf Porenbetonwerken. „Auch die Nachfrage nach Porenbeton ist dramatisch rückläufig aufgrund der Konjunkturschwäche im Wohnungsbau“, sagt Marketingleiter Kartaun. Die Anpassung der Kapazitäten erfolge durch eine Reduzierung der Arbeitszeiten im vorhandenen Produktionsnetzwerk. In Deutschland gehören H+H vierzehn Werke zur Herstellung von Porenbeton und Kalksandstein. Die deutschen Tochtergesellschaften erwirtschaften nach Unternehmensangaben einen jährlichen Gesamtumsatz von weit über 150 Millionen Euro. Sie beschäftigen etwa 530 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
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Kalksandstein-Branche rechnet mit Kurzarbeit
Mit der rückläufigen Nachfrage im Wohnungsbau hat nicht nur H+H zu kämpfen. Es stehe zu befürchten, dass die drei Werke nicht allein bleiben, hieß es vom Bundesverband Kalksandsteinindustrie. Vorstandsvorsitzender Jan Dietrich Radmacher äußerte, er höre ich die Prognose „Kurzarbeit“ aus fast allen Produktions-Standorten der Kalksandsteinindustrie. Auch die Transformationskosten zur Klimaneutralität seien für die überwiegend mittelständisch aufgestellte Branche kaum zu schultern.
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